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Against Modern Slavery
Mantis World sagt Nein zu Zwangsarbeit in Xinjiang und anderswo

24.02.2021: Nach Schätzungen zahlreicher Menschenrechtsorganisationen sind in der chinesischen Region Xinjiang rund eine Million Angehörige der Uiguren und weitere hauptsächlich muslimische Minderheiten inhaftiert. Über 250.000 Menschen wurden bereits verurteilt. Den Uiguren wirft die Regierung in Peking Separatismus und Terrorismus vor. Der Bekleidungshersteller Mantis World verurteilt die Menschenrechtsverletzungen scharf und sagt Nein zu Zwangsarbeit in den Arbeitslagern in Xinjiang. Rund 20 Prozent der weltweiten Baumwolle stammen aus der Provinz Xinjiang.

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch, das „Australian Strategic Policy Institute“ (ASPI) und andere Organisationen verweisen in zahlreichen Studien und Berichten über gravierende Menschenrechtsverletzungen in den Arbeitslagern in Xinjiang, die von chinesischer Seite als Bildungseinrichtungen bezeichnet werden. Nach Medienberichten etwa des Spiegels, der Deutschen Welle oder des ZDF gehören Zwangsarbeit und die Verletzung der Menschenrechte zum Alltag in Xinjiang.

„Wir glauben, dass Transparenz der Schlüssel ist, um die Textilindustrie in eine gerechtere und offenere Branche zu verwandeln“

„Wir haben in letzter Zeit viele beunruhigende Nachrichten über Xinjiang gehört. Laut verschiedener Menschenrechtsgruppen wurden über eine Million Menschen aus der uigurischen Gemeinschaft, einer ethnischen Minderheit der Region, von der chinesischen Regierung festgenommen. Als Hersteller haben wir die Verantwortung, bei der Beschaffung unserer Rohstoffe die richtige Wahl zu treffen. Wir glauben, dass Transparenz der Schlüssel ist, um die Textilindustrie in eine gerechtere und offenere Branche zu verwandeln“, sagt Marion Mollenhauer vom englischen Bekleidungshersteller Mantis World. Zum Kern des Unternehmens gehört eine Rückverfolgbarkeit aller Mantis und Babybugz-Produkte, um den Kunden Klarheit zu geben über die Herkunft und Herstellung.

Das Textillabel setzt bereits seit 20 Jahren auf Fairness in der Lieferkette. Mollenhauer: „Schon früh hatte sich Mantis World gegen Baumwolle aus Usbekistan ausgesprochen, wo weithin über Zwangsarbeit von Erwachsenen und Kindern berichtet wird und eine intensive Überbewässerung aus dem Aralsee enorme Umweltschäden verursachte.“ 20 Prozent der weltweiten Baumwolle stammen aus China und werden hauptsächlich in der Provinz Xinjiang angebaut. Zudem wird etwa jedes fünfte Baumwollkleidungsstück weltweit in Xinjiang hergestellt. „Dabei ist den Kunden nicht bewusst, dass die Produkte möglicherweise von Sklavenarbeitern hergestellt wurden, die von einem Völkermord auf der anderen Seite der Welt betroffen sind“, sagt Marion Mollenhauer.

Belästigung, sexuelle Übergriffe, Folter und Zwangssterilisation

Zahlreiche Medienberichte beschreiben, dass die Inhaftierten von ihren Familien getrennt und in Arbeitslagern unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten werden. Beklagt werden Belästigung, sexuelle Übergriffe, Folter und Zwangssterilisation. Unter anderem werden die Häftlinge als unbezahlte Arbeitskräfte bei der Baumwollernte und Verarbeitung eingesetzt.

Die Baumwolle, die von Mantis World eingesetzt wird, stammt laut Hersteller ausschließlich von zertifizierten und geprüften Biobauern in Indien und Tansania. Die gesamte Lieferkette wird durch unabhängige Zertifizierungsstellen überprüft. Seit dem Jahr 2020 ermöglicht ein QR-Code auf dem Kleidungsstücke, den Weg der Produktion und die Herkunft der verwendeten Baumwolle nachzuvollziehen. Mollenhauer: „Wir werden weiterhin mit Organisationen zusammenarbeiten, die die Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren untersuchen und beleuchten. Wir werden unsere Stimme als Unternehmen einsetzen, um die Gräueltaten auszusprechen.“

Mantis World ist unter anderem Mitglied in den Organisationen Fair Wear Foundation und Textile Exchange, Zudem engagiert sich das Unternehmen im Rahmen von Fashion Revolution, die nach der Tragödie von Rana Plaza im Jahr 2013 gegründet wurde. Die Produkte werden nach verschiedenen Bio- und Ökostandards wie GOTS zertifiziert. (Aka-Tex)

www.mantisworld.com

 

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HAKRO wird Mitglied der Fair Wear Foundation
HAKRO wird Mitglied der Fair Wear Foundation

16.02.2021: Der Corporate-Fashion-Anbieter HAKRO ist seit Anfang des Jahres Mitglied der Fair Wear Foundation. Der Partner der Akademie für Textilveredler und Gastgeber der Puncher Convention N°2 am 22. September 2021 will mit diesem Schritt ein klares Statement für faire Arbeitsbedingungen in der Produktion setzen. Als Multi-Stakeholder-Initiative bringt Fair Wear lokale Partner in Produktionsländern, Verbände, NGOs und Textilunternehmen aus verschiedenen Branchen an einen Tisch. Das gemeinsame Ziel sind innovative Lösungen und eine nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion.

Für HAKRO ist die Mitgliedschaft eine stringente Verlängerung des unternehmenseigenen Wertekompasses und der darin festgeschriebenen sozialen Nachhaltigkeitsverpflichtung. „Die Qualität unserer Kollektion ist untrennbar verbunden mit der Lebensqualität jedes einzelnen Menschen, der an der Entstehung unserer Kleidungsstücke beteiligt ist“, so Carmen Kroll, geschäftsführende Gesellschafterin der HAKRO GmbH. Durch die Mitgliedschaft bei Fair Wear geht das Unternehmen einen weiteren großen Schritt zu noch mehr Nachhaltigkeit.

Unterzeichnung des strengen Fair Wear-Verhaltenskodex (CoLP)

„Wir freuen uns, einen der wichtigsten Corporate-Fashion-Anbieter im Markt in den Reihen unserer über 140 Mitglieder begrüßen zu dürfen“, erklärt Alexander Kohnstamm, Geschäftsführer der Fair Wear Foundation. „Mit ihrem Beitritt setzt die HAKRO GmbH ein Zeichen und verpflichtet sich zu Transparenz und Kooperation.“
Bereits seit 2012 ist HAKRO Teil der amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative), die ihrerseits die Verbesserung der Arbeits-und Sozialbedingungen in Produktionsbetrieben zum Ziel hat. Durch den Beitritt zur Fair Wear Foundation geht das Unternehmen nun den nächsten Schritt und verpflichtet sich zu den höchsten Sozialstandards – sowohl für die Mitarbeitenden seiner Produktionspartner im Ausland als auch für die 175 Mitarbeitenden am Standort in Schrozberg.

„Wir legen seit jeher die Messlatte in puncto faire Arbeitsbedingungen sehr hoch“

Zentraler Bestandteil der Mitgliedschaft ist die Unterzeichnung des strengen Fair Wear-Verhaltenskodex, des sogenannten Code of Labour Practices (CoLP). Dieser formuliert acht Kriterien, deren Überwachung und Einhaltung sich die Mitglieder zum Ziel setzen. Darunter: die Zahlung existenzsichernder Löhne, die Gewährleistung angemessener Arbeitszeiten und sicherer Arbeitsbedingungen sowie eine Absage an Kinderarbeit. Allen Mitarbeitenden in den Fabriken der Produktionspartner steht zudem ein von Fair Wear bereitgestellter Beschwerdemechanismus zur Verfügung. Im Rahmen eines jährlichen Brand Performance Checks beurteilt die Fair Wear Foundation das Nachhaltigkeitsmanagement von HAKRO. Durch Sozialaudits als zentrales Mittel können immer effektivere Nachhaltigkeitsmaßnahmen abgeleitet und bestehende Lösungsansätze optimiert werden. „Wir legen seit jeher die Messlatte in puncto faire Arbeitsbedingungen sehr hoch“, erklärt Carmen Kroll. „Wir freuen uns, die gemeinsamen Maßnahmen mit unseren langjährigen Produktionspartnern nun durch die objektive Bewertung und Unterstützung der Fair Wear Foundation zu intensivieren.“

 

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Hemd mit dem Siegel Grüner Knopf
Jetzt den Grünen Knopf 2.0 mitentwickeln

06.01.2021: Das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf soll weiterentwickelt werden. Daher ruft das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Siegelgeber alle Interessierten zur aktiven Beteiligung am bevorstehenden Konsultationsprozess auf. Der Entwurf der Unternehmenskriterien für den Grünen Knopf 2.0 liegt vor und wurde vom Beirat des Grünen Knopfs unter Vorsitz von Michael Windfuhr (Stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte) bereits diskutiert und begrüßt. Der Kriterienentwurf und auch die Stellungnahme des Beirats finden Sie hier zum Download.

Den Grünen Knopf gibt es seit September 2019 in seiner ersten Fassung. Nun sollen die Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt ausgeweitet und die Risiken noch besser adressiert werden. „Langfristig entlang der gesamten Lieferkette“, wie das BMZ mitteilt. Der öffentliche Konsultationsprozess startet mit einer ersten Befragungsrunde, die bis zum 31. Januar 2021 die Möglichkeit bietet, dem BMZ online oder per E-Mail Rückmeldungen zum Entwurf der Unternehmenskriterien zu geben. Im April 2021 soll dann in einer zweiten Konsultationsrunde der Gesamtstandard, also Unternehmens- und Produktkriterien, diskutiert werden. „Als staatlicher Siegelgeber ist uns die transparente Weiterentwicklung des Grünen Knopfs sowie die Einbindung aller Stakeholder im Entwicklungsprozess besonders wichtig“, sagt Gunther Beger, Abteilungsleiter des Grünen Knopfs im BMZ.

Vom Grünen Knopf 1.0 zum Grünen Knopf 2.0

Die Weiterentwicklung des staatlichen Siegels beinhaltet zum einen die Überarbeitung (Revision) der aktuellen Kriterien im Licht der Erfahrungen aus den Prüfungen in der noch laufenden Pilotphase. Zum anderen sollen neue Kriterien ergänzt werden. Die Schwerpunkte in der Überarbeitung der Unternehmenskriterien liegen auf den Themen Existenzsichernde Löhne, Beschwerdemechanismen, Policy und Berichterstattung, Einbezug von Betroffenen, Verankerung im Unternehmen und Vertiefung der Lieferkette. Laut BMZ wurden die aktuellen Unternehmenskriterien in der Vorbereitung auf ein geplantes Sorgfaltspflichtengesetz systematisch mit den OECD-Sektorempfehlungen für unternehmerische Sorgfaltspflichten abgeglichen. Die Finalisierung der Unternehmenskriterien für den Grünen Knopf 2.0 sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Informationen zur Online-Konsultation: https://www.gruener-knopf.de/konsultation

Übrigens: Wer sich generell über den Grünen Knopf informieren möchte, kann dies kostenfrei in diesem Webinar tun: https://aka-tex.de/2021/01/04/der-gruene-knopf-weiterer-termin/

 

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Webinar des Grünen Knopfs
Der Grüne Knopf – weiterer Termin!

04.01.2021: Der Grüne Knopf – weiterer Webinar-Termin! Seit Beginn der Corona-Pandemie legen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten großen Wert auf Nachhaltigkeit. Unternehmen können ihre Nachhaltigkeit sichtbar werden lassen und Produkte mit dem Grünen Knopf, dem staatlichen Siegel für sozial und ökologisch nachhaltige Textilien, zertifizieren. Das Besondere dabei: Neben dem Produkt wird auch geprüft, ob das Unternehmen seine Sorgfaltspflichten erfüllt. Damit bereitet der Grüne Knopf Unternehmen auch auf das kommende Sorgfaltspflichtengesetz vor. In einem kostenlosen und unverbindlichen Webinar der Geschäftsstelle Grüner Knopf am Montag, 25. Januar 2021, von 15:00 bis 16:00 Uhr, erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen effizient und unbürokratisch lizenzieren lassen können. Das Webinar lässt dabei auch viel Raum für eigene Fragen. Interessierte können sich hier kostenfrei online registrieren.

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Webinar des Grünen Knopfs
Webinar: Der Grüne Knopf – jetzt mitmachen!

03.11.2020: Seit Beginn der Corona-Pandemie legen immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten großen Wert auf Nachhaltigkeit. Unternehmen können ihre Nachhaltigkeit sichtbar werden lassen und Produkte mit dem Grünen Knopf, dem staatlichen Siegel für sozial und ökologisch nachhaltige Textilien, zertifizieren. Das Besondere dabei: Neben dem Produkt wird auch geprüft, ob das Unternehmen seine Sorgfaltspflichten erfüllt. Damit bereitet der Grüne Knopf Unternehmen auch auf das kommende Sorgfaltspflichtengesetz vor. In einem kostenlosen und unverbindlichen Webinar der Geschäftsstelle Grüner Knopf am Montag, 30. November 2020, von 15:00 bis 16:00 Uhr, erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen effizient und unbürokratisch lizenzieren lassen können. Webinar über den Grünen Knopf – jetzt mitmachen: Zur Anmeldung bitte hier klicken.

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Die Akademie für Textilveredlung bietet Seminare, Tagungen und Fortbildungsangebote für Textildrucker, Sticker und andere Textildekorateure. Die Veranstaltungen finden in Deutschland und Österreich statt. Partner sind Hersteller von Veredlungsmaschinen, Materialien für die Veredlung, Textilien, Verbände und Institutionen.Diese mehr als 50 Partner aus Industrie und Handel unterstützen die Akademie für Textilveredlung inhaltlich, finanziell und ideell und ermöglichen so das Aus- und Weiterbildungsprogramm. Die Referenten sind ausgewiesene Experten in ihren jeweiligen Fachgebieten. Alle Seminare einfach und bequem unter Veranstaltungen buchen. Profitieren Sie von den Erfahrungen der Branche!

Ihr individuelle Schulung und Beratung: Zu einzelnen Themen kommen wir mit unseren Angeboten auch exklusiv in Ihr Unternehmen. Unsere Experten und Referenten beraten Sie individuell nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Bei Interesse freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Unsere Kooperationspartner

Zu unseren Kooperationspartnern zählen unter anderem der Verband Südwesttextil, das Experten-Netzwerk des Signforum24, die MerchDays, die Düsseldorfer Fachmessen PromoTex Expo, PSI und viscom, die Hohenstein Academy, Bianca Seidel Consulting, Thomas Mosner Consulting, Quality Matters, der Verband Österreichischer Werbemittelhändler, die Unternehmen ConStitch und embcon, die Bremer Baumwollbörse, Eduard A. Schreiber, Reiner Knochel Textile Experience und der Akademie-Partner Gunold.