Tom Bertram verbrachte einige Zeit seiner Fußballer-Karriere in der Kabine der Stadien dieser Republik. Seine Rückennummer als Profi bei FC Rot-Weiß Erfurt (2005 bis 2007 und 2010 bis 2013), bei der SpVgg Greuther Fürth (2007 bis 2009) und beim SC Paderborn (2009 bis 2010) war die 38. Da überrascht sein heutiger Firmenname wenig: Kabine38. Mit einer eigenen Veredelungsabteilung und drei Mitarbeitenden versorgt der Teamsporthändler aus Erfurt Vereine, Firmen und Laufkundschaft mit individueller Kleidung. Zum Sportartikelhersteller JAKO, der zu Bertrams Spielerzeit der Teamausstatter des FC Rot-Weiß Erfurt war, pflegt Bertram heute noch eine tiefe Handelsbeziehung. Tom Bertram: „In Ostdeutschland sind wir einer der größte JAKO-Fachhändler.“
Bei Kabine 38 werden nahezu alle Textilien und Kleidungsstücke mit mindestens einer Position veredelt. Der DTF-Druck nimmt dabei immer mehr Raum ein. Der Geschäftsgründer Tom Bertram gründete Kabine38 im Jahr 2017. Nach seiner aktiven Fußballerkarriere war er noch einige Zeit beim FC Rot-Weiß Erfurt unter anderem für die Ausrüstung der Profis mit Teamkleidung zuständig. Mit seinem eigenen Unternehmen setzte er von Anfang an auf veredelte Sportkleidung. Die Veredlungsart der Stunde war der Transferdruck mit Folien, Plotter und Transferpresse. Die erste Erweiterung folgte vor sechs Jahren, als der Digitaldruck Einzug erhielt. Neben Sportvereinen vergrößerte sich auch der Kundenkreis, so kamen nach und nach Firmenkunden hinzu, für die Unternehmenskleidung veredelt wird.
Parallel entwickelte sich die Technologie des DTF-Transferdrucks, die Tom Bertram genau beobachtete: „Durch die Entwicklung auf dem Markt haben wir uns intensiv mit dem DTF-Druck beschäftigt.“ Vor rund drei Jahren versprach die Technologie seiner Meinung nach gute Qualitäten auch auf Polyester, so dass Bertram auf die Suche nach einem Lieferanten für hochwertige DTF-Transfers ging.

Eigene Inhouse-Produktion seit 2025
Die Einführung der neuen Transfers, die gute Farbwiedergabe und Konsistenz, die einfache Verarbeitung und die vielen Möglichkeiten bei den Motiven überzeugten Tom Bertram. Die Nachfrage seiner Kunden nahmen sukzessive zu, so dass im Jahr 2025 die Entscheidung fiel, die Transfers nicht mehr zuzukaufen, sondern in eine eigene Drucklösung zu investieren. „Wir drucken mittlerweile etwa 150 Meter DTF-Folie in der Breite von 60 cm pro Woche. Mit der eigenen Produktion sind wir extrem flexibel und unabhängig“, so Tom Bertram.

Das Geschäft läuft – mit den üblichen Herausforderungen. Tom Bertram: „Wir haben von Anfang an gute Ergebnisse erzielt, dennoch war es immer wieder eine Herausforderung, den richtigen Mix des Zusammenspiels von Drucker, Folie, Tinte, Kleber, Trocknung und anderes mehr zu finden.“ So sorgte das neu gekaufte Drucksystem immer wieder für Ausfallzeiten. „Die Firma Lynx Deutschland hat uns super geholfen, das bestehende DTF-System eines anderen Lieferanten, welches uns viel Sorgen bereitete, so umzurüsten, dass es heute richtig rund läuft. Entscheidend war eine Umrüstung auf passende Farben und Folien sowie die temporären Einstellungen im System. Seither haben wir keinerlei Probleme mehr.“ Seit einiger Zeit kommen zudem nur noch die neuen Antisublimationskleber von Lynx zum Einsatz, so dass die Farben der Polyestertextilien nicht mehr in die DTF-Transfers migrieren oder resublimieren. Erst vor kurzem fragte Tom Bertram bei Lynx Deutschland eine zweite Maschine an. „Wir drucken mittlerweile für immer mehr Teamsportfachhändler und Vereine, so dass wir mit unserer Maschine an die Grenzen stoßen.“
Die Zusammenarbeit mit Lynx Deutschland läuft dabei reibungslos. Tom Bertram: „Wir sind mit dem Support sehr zufrieden und haben Lynx Deutschland mit absoluter Überzeugung bereits an einen weiteren Teamsport-Händler weiterempfohlen.“
Die Herausforderung des Colormanagements und der Datenaufbereitung
Der DTF-Druck bietet gerade im Hinblick auf die Farbvielfalt und die Wiedergabe komplexer Motive auf hellen und dunklen Textilien – egal ob Baumwolle oder Polyester – große Möglichkeiten. Doch genau hier liegt auch die Herausforderung, sagt Tom Bertram: „Das Farbmanagement und die Bearbeitung der Druckdaten erfordern eine hohe Aufmerksamkeit und viel Know-how, zumal jedes Druckmotiv anders ist. Das Colormanagement ist ein Thema, dem wir uns durch weitere Digitalisierung in Zukunft noch mehr stellen wollen.
JAKO als Hauptlieferant
„Seit meiner aktiven Fußballzeit bin ich eng verbunden mit JAKO“, sagt Tom Bertram und ergänzt: „Die Textilmarke bietet neben den Sporttrikots für die Vereine eine umfangreiche Corporate Teamwear Kollektion, die wir unseren Firmenkunden als Unternehmenskleidung anbieten. Damit sind wir sehr erfolgreich.“
Apropos aktive Fußballzeit: An den Spieltagen von FC Rot-Weiß Erfurt tritt Tom Bertram nicht mehr gegen den Ball. Heute greift er als Stadionsprecher viel lieber zum Mikrofon. Die Liebe zum Fußball ist ungebrochen.
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