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Zertifikatübergabe von Hohenstein an Weitblick Workwear.
„Das Thema Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wird auf jeden zukommen“

Die Zertifizierungsstelle Hohenstein überreichte am 14. Dezember 2022 die erste Zertifizierungsurkunde für OEKO-TEX RESPONSIBLE BUSINESS an seinen Pilotkunden Weitblick GmbH & Co. KG aus Kleinostheim. Die Zertifizierung wurde im November 2022 von OEKO-TEX eingeführt und unterstützt Unternehmen der Textil- und Lederindustrie bei der Umsetzung von menschenrechts- und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten. Der Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens sind ein weiterer optionaler Bestandteil.

„Wir freuen uns, dass die Firma Weitblick als Vorreiter mit gutem Beispiel vorangeht“, betont Michael Möller, Leiter Audits und Zertifizierungen bei Hohenstein. „Wir bestärken auch Firmen, die sich bisher noch nicht so stark mit ihrer Lieferkette auseinandergesetzt haben: Das Thema Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wird auf jeden zukommen“. Zusätzlich sollte die Zertifizierung den Unternehmen Vorteile bei öffentlichen Ausschreibungen verschaffen, da die Anforderungen bis auf die Materialvorgaben vergleichbar mit denen des Grünen Knopfes sind.

Isabelle Ilori-King, Gesellschafterin bei Weitblick, erklärt: „Nach der OEKO-TEX MADE IN GREEN Zertifizierung ist OEKO-TEX RESPONSIBLE BUSINESS der konsequente nächste Schritt für uns in eine nachhaltige Zukunft. Die Zertifizierung ist zwar anspruchsvoll, aber es lohnt sich“. Um das Thema Nachhaltigkeit voranzutreiben, gibt es bei Weitblick dazu eine abteilungsübergreifende Taskforce.

Vom neuen Lieferkettengesetz sind in erster Linie nur große Unternehmen betroffen, die eine Berichterstattungspflicht gegenüber der Regierung haben. Kleine Unternehmen innerhalb der Lieferkette müssen allerdings häufig Informationen an ihre großen Kunden liefern, weshalb sie indirekt ebenso Bericht erstatten können müssen.

Bild: Georg Dieners (Generalsekretär der OEKO-TEX Gemeinschaft) und Michael Möller (Division Manager Audits & Certification bei Hohenstein) überreichen das erste OEKO-TEX RESPONSIBLE BUSINESS Zertifikat an den erfolgreichen Pilotkunden Weitblick.


GOTS-zertifizierter Textildruck

 


 

Epson erhält erneut den EcoVadis Platin-Status

Der japanische Technologiekonzern Epson hat von EcoVadis zum dritten Mal in Folge das Platin-Rating für Nachhaltigkeit erhalten. Der Druckmaschinenhersteller gehört damit laut dem Rating zu den nachhaltigsten Unternehmen. EcoVadis stellt Unternehmen mittels einer globalen cloud-basierten SaaS-Plattform ganzheitliche Ratings im Bereich Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) bereit.

Als neutrale Plattform für Nachhaltigkeits-Bewertungen untersucht EcoVadis die Leistungen von Unternehmen in den zentralen Bereichen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility. Konkret untersucht EcoVadis anhand eines festgelegten Fragenkatalogs von aktuell 21 Nachhaltigkeitskriterien, wie verantwortungsbewusst Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung handeln. Die Methode basiert auf internationalen Nachhaltigkeitsstandards. Sie bündelt unter anderem die Anforderungen der Global Reporting Initiative, des Global Compact der Vereinten Nationen und der ISO 26000. Letzteres ist ein Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung. Weltweit kooperieren mehr als 90.000 Unternehmen aus 200 Branchen in 160 Länder mit EcoVadis.

Yasunori Ogawa, Global President bei Epson, sagt: „Der dritte Platin-Status in Folge unterstreicht die hervorragende Arbeit, die jeder bei Epson weltweit im vergangenen Jahr geleistet hat, sowie unser unerschütterliches Engagement und unsere Maßnahmen für eine nachhaltige Zukunft. Das Rating zeigt, dass wir nicht nur in Bezug auf Produktqualität und Innovation führend in unserer Branche sind, sondern auch bei der Förderung von Veränderungen und der Verbesserung der Nachhaltigkeit in unserer Branche eine Vorreiterrolle spielen. In unserer Umweltvision haben wir festgelegt, ab 2050 CO2-negativ zu wirtschaften. In diesem Sinne werden wir uns weiterhin der Herausforderung stellen, die höchsten Standards für nachhaltige Praktiken zu erfüllen – als Unternehmen genauso wie als Mitglied der globalen Gemeinschaft.“

Verpflichtung zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs)

Epson hat sich verpflichtet, ab 2050 CO2-negativ zu wirtschaften und auf den Einsatz von nicht-erneuerbaren Ressourcen (z.B. Öl, Metall) zu verzichten. In seiner Umweltvision 2050 definiert Epson vier Kernbereiche, die im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie fokussiert werden. Dazu gehören eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und die Nutzung von erneuerbaren Energien. Weitere Ziele sind die Entwicklung von Umwelttechnologien sowie die Reduktion von Umweltauswirkungen beim Kunden selbst. Dies soll durch die Nutzung von nachhaltigen Produkten (z.B. energieeffiziente Heat-Free Technologie in Druckern) erreicht werden. Das Unternehmen setzt seine Technologien ein, um Innovationen in Bereichen wie dem Tintenstrahldruck zu entwickeln, die die Umweltbelastung minimieren und die Produktivität steigern. Epson verpflichtet sich den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs).

„Ratings wie EcoVadis bieten Orientierung für die Kunden, die damit Absichtserklärungen von tatsächlichem Handeln unterscheiden können. Das erneute bestmögliche Rating bestätigt uns in unseren Aktivitäten und unserer Kontinuität in Sachen Nachhaltigkeit. Wir sind damit Vorreiter unserer Branche und möchten diese Rolle nutzen, um zu zeigen, dass es auch anders geht“, sagt Henning Ohlsson. Er ist der Direktor für Nachhaltigkeit bei Epson Europa.

Aktuelle Zahlen und einen Fortschrittsbericht zu Zielen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Epson speziell für den europäischen Raum finden sich im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens. Epson ist Partner der Akademie für Textilveredlung und unterstützt das Weiterbildungsprogramm.


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Recycling-Jacken von Result Clothing
Über zehn Millionen Flaschen „gerettet“

Der englische Bekleidungshersteller Result Clothing verarbeitet für die Produkte der Genuine Recycled Kollektion alte Flaschen, die recyclet und zu neuen Fasern werden. Nun hat der Produzent bereits mehr als zehn Millionen Flaschen vor der Müllhalde gerettet. Mit einem Online-Flaschenzähler auf der Webseite resultrecycled.com zeigt Result stets den aktuellen Stand der verarbeiteten PET-Flaschen.

Wie der Live-Zähler anzeigt, kamen bei der Herstellung der Bekleidungsstücke aus der Genuine Recycled Kollektion bisher bereits 10.733.219 PET-Flaschen (Stand 6. Dezember, 12 Uhr) zum Einsatz. Damit erreichte der Hersteller laut Brand Ambassador Kirsty Blackstock das Ziel, die Zahl der gesammelten Flaschen des Jahres 2021 in diesem Jahr zu verdoppeln, bereits vor Ende des Jahres. Result Clothing will mit den Recyclingmaterialien einen Beitrag leisten, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Die Garnproduktion der Kleidungsstücke verursacht nach Angaben des Herstellers weniger Emissionen und verbraucht weniger Energie und Wasser als herkömmliches Garn. Result arbeitet mit den zertifizierten Geschäftspartnern PERPETUAL©, TOPGREEN®, REPREVE® und JIAREN®, um Garn aus recyceltem Kunststoff und Abfällstoffen aus Polyester herzustellen. Nach der Sammlung werden die Plastikabfälle zu Flocken zerkleinert. Daraus entstehen Fasern, die zu hochwertigen Polyestergarnen versponnen werden.

In der im November neu herausgebrachten Auflage des Katalogs der Genuine Recycled Kollektion stellt Result Clothing alle Workwear, Fleece-, Warnschutz- und Softshelljacken sowie Kopfbedeckungen für das Jahr 2023 vor. Der Katalog liegt in deutscher Sprache vor und kann als PDF von der Webseite heruntergeladen werden.

Der Katalog der Genuine Recycled Kollektion zum Download


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Zahnloser Tiger
„EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung droht ein zahnloser Tiger zu werden“

Die Kommission der Europäischen Union hat sich im Rahmen des Green Deals auf neue Regeln bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung geeinigt. Geplant ist, dass Unternehmen ab 250 Mitarbeitende, mit mehr als 40 Millionen Euro Umsatz oder börsennotierte Unternehmen verpflichtet werden offenzulegen, wie sich ihr Wirtschaften auf Mensch und Natur auswirkt. Das Ziel dabei ist es, die Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit von Unternehmen anhand gesetzlicher Standards zu überprüfen und zum Maßstab ihres Markterfolges zu machen. Bis Mitte 2024 müssen die Vorgaben der EU in nationales Recht umgesetzt werden.

„Diese Richtlinie droht jedoch in weiten Teilen ein zahnloser Tiger zu werden“, erklärt Christian Felber, Sprecher der mittlerweile in 35 Ländern aktiven Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). „Wir fordern die Bundesregierung auf, sich bei der Umsetzung der CSR-Richtlinie in deutsches Recht an der Methodik der Gemeinwohl-Bilanz der Gemeinwohl-Ökonomie zu orientieren. Denn um eine Nachhaltigkeitsbilanz zu einem wirklich effektiven Instrument der Transformation zu machen, bedarf es aus unserer Sicht unbedingt der Möglichkeit der quantitativen Bewertung, der Vergleichbarkeit und Sichtbarkeit der Ergebnisse sowie einer Verknüpfung mit Anreizen für nachhaltiges Wirtschaften. Sonst wird dieses potenziell sehr effektive Instrument der sozialökologischen Transformation nicht die nötige Wirkung für Gesellschaft, Klima und Biodiversität entwickeln.“

Die Forderungen im Detail

1. Quantitative Bewertung: Die Inhalte der Nachhaltigkeitsberichte – einschließlich der Indikatoren – müssen im externen Audit mittels eines objektiven und verständlichen Punktesystems bewertet werden, damit die Öffentlichkeit die Berichtsinhalte einordnen kann. Ohne einheitliche Bewertung wird Greenwashing Tür und Tor geöffnet.

2. Vergleichbarkeit und Sichtbarkeit: Die quantifizierten Ergebnisse der Nachhaltigkeitsberichte müssen den Vergleich von Unternehmen ermöglichen, damit Konsument*innen und Investor*innen eine verlässliche Informationsgrundlage für ihre Kauf- oder Investitionsentscheidungen vorfinden. Das Ergebnis des Nachhaltigkeitsberichts soll über ein Label öffentlich gut sichtbar sein.

3. Verknüpfung mit Anreizen: Die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsberichte müssen konkrete Konsequenzen zur Folge haben. Nachhaltiges Wirtschaften muss – zum Beispiel durch Steuererleichterungen – belohnt werden. Wirtschaften, das Umwelt und/oder Gesellschaft belastet, muss mit Negativanreizen relativ verteuert werden. Erst wenn externalisierte Kosten auf diese Weise internalisiert werden und die Preise die Wahrheit sagen, wird das Wirtschaftssystem nachhaltig sein.

Begleitende Petition

Um mehr Öffentlichkeit für ihre Forderung zu schaffen, hat die Gemeinwohl-Ökonomie auf nogreenwashing.ecogood.org eine Petition gestartet. Unter dem Claim „Zähne für den zahnlosen Tiger“ adressiert sie die Bundesregierung und im Speziellen das für die nationale Umsetzung zuständige Bundesministerium für Justiz unter Dr. Marco Buschmann (FDP). Christian Felber: „Wir sehen aktuell am Beispiel der CSR-Richtlinie, wie konsequent oder verwässert der Gesetzgeber die brennenden Probleme Klimawandel, Artenvielfaltsverlust, sozialer Zusammenhalt oder Verteilungsgerechtigkeit angehen kann. Gerade in diesen Zeiten hängt die Akzeptanz verpflichtender Nachhaltigkeitsberichte von ihrer Effektivität und Praktikabilität ab. Die Gemeinwohl-Bilanz ist ein seit mehr als zehn Jahren ständig weiterentwickelter Nachhaltigkeitsbericht für Unternehmen, der seine Praxistauglichkeit im wirtschaftlichen Alltag und seine Effektivität in Bezug auf Nachhaltigkeitsziele hundertfach bewiesen hat. Wir fordern die Bundesregierung auf, dieses partizipativ entwickelte und von unterschiedlichen Playern akzeptierte Instrument nicht ungenutzt zu lassen.“

Die Akademie für Textilveredlung, ein Unternehmen der Aka Merch & Textil GmbH, ist Mitglied der Gemeinwohl-Ökonomie und legte 2021 erstmals eine eigene Gemeinwohlbilanz vor. Bei der Fachmesse PSI (10. bis 12. Januar 2023) präsentiert sich die Gemeinwohlökonomie auf dem so genannten „Textile Campus“ und stellt das Tool der GWÖ-Bilanzierung vor.


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Textilabfälle
Das Ziel lautet Zero Waste

Eine Welt ohne Müll ist die Vision, die sich der Textilhersteller Fruit of the Loom eigenen Angaben zufolge auf die Fahnen schreibt. Seit 2018 verfolgt das Unternehmen das Ziel, dass 95 Prozent aller Abfälle, die in den Prozessschritten der Textilherstellung anfallen, nicht auf Deponien landen. Zur Messung des Müllaufkommens setzt der Produzent das Programm der „Zero Waste International Alliance“ ein. Dieses verlangt, dass 90 Prozent oder mehr aller entsorgten Ressourcen nicht auf Deponien landen dürfen.

Wie Fruit of the Loom kürzlich mitteilte, konnte der Hersteller sein eigenes Ziel von 95 Prozent bereits das vierte Jahr in Folge übertreffen und damit auch die Zero-Waste-Vorgaben klar erfüllen. Müll zu reduzieren gelingt dem Textilhersteller nach eigenen Angaben durch den Einsatz moderner Technologien. So führt ein effizientes Schneiden von Mustern zu weniger Ausschuss. Eine 3D-Modellierungssoftware macht überdies die Erstellung von Produktmustern oftmals ganz überflüssig.

Nachhaltigere und recycelte Materialien

„Die von uns erzeugten Textilabfälle werden zu neuen Garnfasern recycelt oder einer Wiederverwendung zugeführt – zum Beispiel zur Herstellung von Füllungen für Autositze oder Matratzen. Wir haben auch unsere Verpackungen grundlegend überarbeitet und Polybeutel und Kartoneinlagen eliminiert. Wo wir auf Verpackungen absolut nicht verzichten können, arbeiten wir daran, nachhaltigere und recycelte Materialien einzubeziehen. Wir investieren weiterhin in Initiativen und Technologien, die uns helfen, Abfallprodukte zu minimieren“, teilt Fruit of the Loom mit.

Seit 2008 produziert Fruit of the Loom in der eigenen Produktionsstätte in Marokko. Der Standort dient in erster Linie der Textilherstellung für den europäischen Markt. Dort ist es dem Hersteller möglich, die vertikal integrierte Produktion vollständig selbst im Hinblick auf Fairness, Respekt, Nachhaltigkeit und Ökologie zu kontrollieren.

Das Unternehmen beschäftigt in Marokko über 4.000 Mitarbeitende, die eigenen Angaben zufolge alle eine faire Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen, Schulungen, faire Arbeitszeiten und zusätzliche Leistungen wie Gesundheitsversorgung und kostenlosen Transport erhalten. Über 90 Prozent aller Kleidungsstücke werden dort hergestellt. Für andere global bezogene Kleidungsstücke arbeitet das Unternehmen mit vielen anderen Lieferanten aus der ganzen Welt zusammen. Die strengen ethischen Verhaltensregeln werden dabei durch WRAP und OEKO-TEX sowie amfori und Better Cotton überprüft.


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Lutz Gathmann
„Unser derzeitiges Wirtschaftsmodell funktioniert noch immer in Form einer Wegwerfgesellschaft“

Ende März 2022 nahm die EU-Kommission ein Maßnahmenpaket an, um nachhaltige Produkte in der Europäischen Union zur Norm zu machen. Diese Vorschläge tragen wesentlich dazu bei, die Ziele des europäischen Grünen Deals – Europas Wachstumsstrategie für eine gerechtere und wohlhabendere Gesellschaft – zu verwirklichen und die Kernbereiche des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Mithilfe der Maßnahmen möchte die EU ihre Umwelt- und Klimaziele erreichen, unter anderem durch eine Verdoppelung der Nutzungsrate wiederverwendbarer Materialien und die Verwirklichung der Energieeffizienzziele bis 2030.

Lutz Gathmann, Produktdesigner und Experte für Produktsicherheit, informiert auf seiner Plattform Produktsicherheit.org sowie bei der Düsseldorfer Werbeartikelmesse PSI regelmäßig über nachhaltige Ansätze in der Industrie. In seinem Portal „Produktsicherheit aktuell“ schreibt er: „Unser derzeitiges Wirtschaftsmodell funktioniert noch immer in Form einer Wegwerfgesellschaft. Es erschöpft unsere Ressourcen, verschmutzt unsere Umwelt und schadet der biologischen Vielfalt und dem Klima. Außerdem macht es Europa von Ressourcen aus anderen Ländern abhängig. Daher strebt die EU eine Kreislaufwirtschaft an, deren Grundlage nachhaltigere Produkte sind.“

Die Berücksichtigung der Umweltauswirkungen von Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus und eine längere Lebensdauer führen zu nachhaltigeren, stärker kreislauforientierten und ressourcenschonenderen Produkten in der EU. Nachhaltigere Produkte – z. B. Elektrogeräte, Möbel und Textilien – machen die EU-Wirtschaft widerstandsfähiger.

Ziele und Maßnahmen

Die Kommission der EU will mit ihren Initiativen für nachhaltige Produkte sicherstellen, dass die Produkte am EU-Markt großteils nachhaltig, energie- und ressourceneffizienter, reparierbar, wiederverwendbar und vorzugsweise aus Recyclingstoffen hergestellt sind. Alle Unternehmen sollen weltweit die gleichen Wettbewerbsbedingungen vorfinden, ohne von anderen Unternehmen unterboten zu werden, die den Klimaschutz nicht ernst nehmen. Zudem sollen alle Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem Zugang zu Informationen über umweltschädliche Praktiken und langlebige Produkte haben. Unternehmen sollen auf die Daten zugreifen können, die sie für die Gewährleistung von nachhaltigen und kreislauforientierten Produkten und Geschäftsmodellen benötigen.

Zum Erreichen der Ziele gibt es einen umfangreichen Maßnahmenkatalog mit Leitmaßnahmen für kreislauforientierte und nachhaltige Produkte. So sollen etwa geringere Umweltauswirkungen von Produkten durch bessere Designs erreicht werden. Die Vernichtung unverkaufter Produkte soll der Vergangenheit angehören. Nachhaltige Geschäftsmodelle sollen stärker gefördert und die öffentliche Beschaffung verstärkt an umweltorientierte Aspekte geknüpft werden.

Die vorgeschlagene Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte ist zentraler Bestandteil des Kommissionsansatzes für umweltfreundlichere und kreislauforientierte Produkte. Sie soll die geltende Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG ersetzen, die seit über zehn Jahren Energieeffizienz und Kreislauffähigkeit energieverbrauchsrelevanter Produkte verbessert hat. Bis dahin gilt die aktuelle Richtlinie weiterhin, unter anderem durch die Umsetzung des am 30. März 2022 angenommenen neuen Arbeitsplans für Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung 2022-2024.

 

Weiterführende Informationen, zusammengestellt von Lutz Gathmann:

Der Grüne Deal: Neue Vorschläge, um nachhaltige Produkte zur Norm zu machen und Europas Ressourcenunabhängigkeit zu stärken. Pressemitteilung der Europäischen Kommission

Fragen und Antworten: Initiative für nachhaltige Produkte, Website der Europäischen Kommission

Factsheet zur Initiative für nachhaltige Produkte, Website der Europäischen Kommission

Fragen und Antworten zur Textilienstrategie, Website der Europäischen Kommission

Factsheet zur Textilienstrategie, Website der Europäischen Kommission

Pressemitteilung zur Stärkung der Verbraucher, Website der Europäischen Kommission

Factsheet zur Stärkung der Verbraucher, Website der Europäischen Kommission

Plakat Nachhaltige Produkte zur Norm in Europa machen

Vortrag von Lutz Gathmann auf der PSI am 10. Januar um 13:15 Uhr

„Ausweg oder Ausrede, sind recycelte Fischernetze, Bambusgeschirr und Biokunststoffe nachhaltige Materialien?“

Immer wieder werden uns vermeidliche „Wundermaterialien“ präsentiert, die entweder aus dem Meer recycelt wurden, bzw. aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen oder biologisch abbaubar sein sollen! Leider sind alle diese Materialwunder oft auf den zweiten Blick nicht so toll und perfekt wie der Name und/oder die Story suggerieren.

Darum werden wir uns einmal die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien oder Techniken anschauen. Bei welchen Produkten ist es vielleicht doch nachhaltiger, mit herkömmlichen Materialien zu arbeiten. Wann sollten wir eventuell eher an unserem Handeln und der Einstellung unserer Kunden arbeiten, um den kurzfristigen Verbrauch einzuschränken und auf Langlebigkeit und Qualität der Werbeartikel zu setzen. Denn Nachhaltigkeit ist die gesamte Geschichte eines Produktes und seiner Materialien, sie handelt davon, wie ein Werbeartikel in den Markt kommt und wie er daraus wieder verschwindet.“

Für Tickets zur PSI 2023 schreiben Sie gerne an info@aka-tex.de.

 

Seminar mit Lutz Gathmann am 9. Februar 2023

Raus aus der Wegwerfgesellschaft: Green Deal der EU – das müssen Unternehmen wissen

Informieren und anmelden: https://aka-tex.de/veranstaltungen/147

 

Weitere Informationen:

Lutz Gathmann, Designer VDID, Sicherheitstechniker VDSI
info@lutz-gathmann.de
www.Gathmann-Design.de
www.Produktsicherheit.org


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Bedrucktes T-Shirt mit Amazonia von Tiflex
Farbserie Amazonia von Tiflex erhält GOTS-Zulassung

Bereits im Frühjahr 2022 hatte der französische Produzent Tiflex angekündigt, die Zulassung der wasserbasierten Siebdruckfarbe Amazonia für den GOTS-zertifizierten Textildruck zu beantragen. Wie der deutsche Fachhändler Schlee Siebdrucktechnik mitteilte, liegt das entsprechende Zertifikat nun in der Version 6.0 vor und die Farbe ist lieferbar.

Von Tiflex gibt es schon lange die ebenfalls von GOTS zugelassene Druckfarbe Dreamflash. Dieses Farbsystem ist eine phthalat- und PVC freie Plastisolfarbe mit schneller Polymerisation für den Direktdruck auf Textilien sowie zur Herstellung von Transfers. Die GOTS-Zulassung der wasserbasierten Farbserie Amazonia bezeichnet Sascha Riederer von Schlee Siebdrucktechnik als den „letzten Schritt, um die Serie Amazonia zu einer vollwertigen Alternative zu ebenfalls zertifizierten Plastisolfarben zu machen.“

Amazonia ist eine seidenglänzende Farbe für den Direktdruck auf Textilien und eignet sich für das Bedrucken von Baumwoll- und Baumwollmischgeweben mit Polyesteranteil. Sie ist warm- und kaltfixierend, kann mit Wasser verdünnt werden und weist eine hohe Waschbeständigkeit auf. Bei richtiger Verarbeitung sind bedruckte Textilien sehr elastisch, weich anzufühlen und angenehm tragbar. Die Farben sind PVC- und phthalatfrei sowie gemäß der Verordnung EN 71/3 für Kinderprodukte zulässig. Außerdem ist das Farbsystem mitsamt der Hilfs- und Zusatzmittel konform mit den Sicherheitsbestimmungen ROHS, REACH und CLP.

Tiflex, der französische Hersteller von Textil-Siebdruckfarben und Maschinen aus der Nähe von Lyon, ist ISO 9001 und 14001 zertifiziert. Sicherheitsdatenblätter informieren für alle Produkte über sicherheitsrelevante Daten einschließlich der Kennzeichnungen nach der aktuellen Gefahrstoffverordnung und den EU-Richtlinien.

Siebdruck-Seminare

Tiflex und Schlee Siebdrucktechnik unterstützen mit ihren Produkten die beiden Salzburger Siebdruckseminare „Siebdruck von A bis Z“ am 19. Oktober 2022 zu Verfahren, Materialien und Workflow sowie „Nachhaltigkeit: Zertifizierter Textildruck“ am 20. Oktober 2022 zu Textilien und Siebdruck gemäß GOTS-Standard. Gastgeber der beiden Seminare sind die Geschützten Werkstätten – Integrative Betriebe Salzburg GmbH (GWS).

 

Die Preisträger der PSI Sustainability Awards 2022
Nachhaltigkeit ist der Zukunftstreiber der Werbeartikelwirtschaft

Gemeinsam mit rund 120 Nachhaltigkeitsexperten feierte die PSI, das größte Netzwerk der europäischen Werbeartikelwirtschaft, am 21. Juni das lang ersehnte Live-Comeback der PSI Sustainability Award-Verleihung. Veranstaltungsort war erstmals der Rheingoldsaal in den Düsseldorfer Rheinterrassen. Die Gewinner der PSI Sustainability Awards 2022 machten deutlich, dass Nachhaltigkeit der Zukunftstreiber der Werbeartikelwirtschaft ist.

Die PSI Sustainability Awards zählen europaweit zu den renommiertesten Nachhaltigkeitspreisen der Werbeartikelwirtschaft. Wie breit CSR und Nachhaltigkeit inzwischen in der Branche verankert sind, verdeutlichte auch in diesem Jahr die hohe Nachfrage und die Anzahl der Einreichungen. Sie konkurrierten nicht nur mit zukunftsweisenden Produktinnovationen um die Gunst der internationalen Jury. Auch ihr gesamtunternehmerisches Nachhaltigkeitsprofil wurde mit Hilfe des überarbeiteten Bewertungssystems beurteilt.

Zur Einstimmung auf die Preisverleihung sensibilisierte Thinktank-Gründer Christopher Patrick Peterka für die Schlüsselkompetenz Resilienz. Er identifizierte dabei komplexe Wechselwirkungen zwischen unternehmerischer Widerstandskraft und nachhaltiger Entwicklung und animierte zum „Machen“.

Kategorien und Gewinner der PSI Sustainability Awards 2022

Zertifizierte Maßnahmen zur Sicherung des Qualitätsmanagements: Darum geht es in der Kategorie „Economic Excellence“. Mit deutlichem Punktevorsprung gewonnen hat hier die Karl Knauer KG. Zertifizierte Qualitätssicherung und Prozessstandards, wie DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 9001, BRC / BRCGS gaben dabei nach der Beurteilung der Jury den Ausschlag.

Mit einer großen Bandbreite an Zertifizierungen (SA8000, DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001, ecovadis) sicherte sich das rumänische Unternehmen Chilli Ideas den Sieg in der Kategorie „Environmental Excellence“. Am Abstand der Punkte zu den abgeschlagenen Rängen zeigte sich das hohe Engagement des Unternehmens.

Das Sicherstellen von sozialen Standards im eigenen Unternehmen und speziell in der Lieferkette gilt als eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit. Auch in der Kategorie „Social Excellence“ konnte sich Chilli Ideas eindrucksvoll als Gewinner durchsetzen. Bestehende Zertifikate zu den Arbeitsbedingungen eines Unternehmens an den Produktionsstätten (SA8000, BSCI, OHSAS 18001, OHRIS et.al) sicherten hier einen deutlichen Vorsprung.

Die Karl Knauer KG zeigt seit Jahren eindrucksvoll, wie Nachhaltigkeit in Unternehmen integriert und von der gesamten Belegschaft gelebt werden kann. Immerhin ist das Unternehmen seit 2017 als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert. Die Jury lobte besonders das prämierte Projekt „Bienenweide der Azubis 2021“. Das Gesamtkonzept „Umweltorientierung und Nachhaltigkeit bei Karl Knauer“ basiert auf einer ganzheitlichen und langfristigen Strategie. Produktionsprozesse, Materialien, internes Engagement sowie externe Initiativen innerhalb der Region des Unternehmens bis hin zu Projekten in Afrika dokumentieren den Ansatz eindrucksvoll. Der nachvollziehbare holistische Ansatz überzeugte die Jury einstimmig.

Die 3D-Pappfiguren der Spielkartenfabrik Altenburg werden konsequent aus FSC-zertifizierten Materialien produziert, so dass zu 100 Prozent nachhaltige Produkte entstehen. Bemerkenswert fand die Jury, dass für die „Crafty Figurines“ keine Kunststoff-Folierungen verwendet werden.

FARE hat das waterSAVE Bezugsmaterial für seine Schirme eingeführt. Es besteht aus recycelten Kunststoffen und spart beim Färbeprozess wertvolle Ressourcen ein. In der prämierten Händler-Kampagne zur Absatzsteigerung der waterSAVE Schirmmodelle spendet Fare pro eingespartem Liter Wasser bei der Schirmproduktion Geld an die Organisation „Viva con Agua“. Nachhaltige Produktion, ein klar formuliertes Umweltziel in Verbindung mit einem klaren Kampagnenziel überzeugten die Jury.

Halfar ist „Sustainable Company of the Year 2022“

Der mehrfache Gewinner der PSI Sustainability Awards holte sich 2022 zum zweiten Mal nach 2020 den Gesamtsieg. Mit klarem Punktevorsprung in den Einzelkategorien bewies Halfar System eindrucksvoll, dass es die drei Säulen der Nachhaltigkeit beherrscht und in der Konsequenz als Produzent innovativer nachhaltiger Produkte brilliert.

Die Jury

Die Fachjury der PSI Sustainability Awards setzt sich zusammen aus Michael Freter (Jury-Vorsitz), Steven Baumgaertner (CEO Cybergroup International), Lutz Gathmann (Designer), Karsten Schmidt (Director Corporate Procurement, Facility and TQM, Bertrandt Group), Peter van Gestel (Editor-in-Chief PromsZ Magazine), Joop van Veelen (Vorsitzender Promotional Products Professionals), Clemens Arnold (Partner bei 2bdifferent), Hilke Lehmann (Senior Referentin Konzernmarketing Deutsche Bahn), Carey Trevill (CEO British Promotional Merchandise Association) und Kjell Harbom (Ehemaliger CEO und Präsident SBPR Svensk Branschförening för Profil- och Reklamprodukter).

Die PSI 2023, die europäische Leitmesse der Werbeartikelwirtschaft, findet vom 10. bis 12. Januar 2023 auf dem Messegelände Düsseldorf statt.

www.psi-awards.de

www.psi-messe.com


Ein GOTS-Etikett
GOTS feiert 20-jähriges Jubiläum mit einem Rekord an zertifizierten Betrieben

Zwanzig Jahre nach seiner Einführung verzeichnet der Global Organic Textile Standard (kurz: GOTS) ein neues Allzeithoch. So haben im vergangenen Jahr 17 GOTS-anerkannte Zertifizierungsstellen insgesamt 12.338 zertifizierte Betriebe (ein Wachstum von 19 Prozent) in 79 Ländern (+11 Prozent) gemeldet. GOTS gilt als einer der weltweit führenden Standards für die Verarbeitung von Textilen aus zertifizierten Bio-Fasern.

Zu den Ländern mit dem größten Zuwachs an GOTS-zertifizierten Betrieben im Jahr 2021 gehören die Türkei (+61 Prozent auf 1.799), Italien (+53 Prozent auf 894), Deutschland (+19 Prozent auf 817), Portugal (+35 Prozent auf 608), Frankreich (+22 Prozent auf 122), Dänemark (+14 Prozent auf 115), Schweiz (+15 Prozent auf 61), Belgien (+55 Prozent auf 59), Schweden (+34 Prozent auf 51) und Vietnam (+264 Prozent auf 51).

Entscheidungsträger:innen schätzen GOTS als Instrument zur Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele

„Was 2002 für viele noch utopisch erschien, wurde in den letzten 20 Jahren Realität. Wir haben eine Textilzertifizierung für Biofasern entwickelt, die auf allen wichtigen Märkten anerkannt ist, und einen Standard, der Verbraucher:innen die Möglichkeit gibt, sich für echte Bio-Produkte aus nachhaltigen Lieferketten zu entscheiden“, sagt Claudia Kersten, Geschäftsführerin von GOTS. „Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten und Unsicherheiten, verursacht durch die Covid-19-Pandemie, verfolgen die Entscheidungsträger:innen weiterhin ihre Nachhaltigkeitsziele und schätzen GOTS als Instrument zur Erreichung dieser.“

Die Ergebnisse der jährlichen GOTS-Umfrage mit zertifizierten Unternehmen unterstreichen diese Entwicklung. Von den 1.114 Antwortenden (+39%) gaben 63% an, ihre Nachhaltigkeitsstrategie dauerhaft zu ändern. Außerdem wollen sie den Schwerpunkt auf Umweltschutz und die Gesundheit ihrer Arbeiter:Innen und Angestellten zu legen. Das wachsende Interesse seitens Industrie, Öffentlichkeit und Medien führte zu einem beeindruckenden Anstieg von Website-Besuchen um 48%. Die Medienpräsenz stieg um 64%, und die Zahl der GOTS-Follower:innen in den sozialen Medien Plattformen um 57%.

„So sehr wir uns über die bisherige Entwicklung freuen, haben wir nicht vor uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen“, fügt Rahul Bhajekar, Geschäftsführer von GOTS, hinzu. „Im März 2022 starteten wir mit der Überarbeitung der GOTS Version 7.0, an der alle Interessensgruppen wie Verbände, Organisationen, Unternehmen, und Einzelpersonen beteiligt sind, um den progressiven, innovativen, strengen und gleichzeitig praktischen Standard GOTS weiterzuentwickeln.“

DACH Region auf Platz 5

Trotz einem weiteren Jahr mit Lieferengpässen und Auswirkungen der Coronakrise, ist die Zahl zertifizierter Betriebe in Deutschland, Österreich und der Schweiz so hoch wie nie. Im Vergleich zur weltweiten Zahl GOTS zertifizierter Betriebe reiht sich die DACH Region auf Platz 5 ein. Das Wachstum beträgt 17 Prozent auf 927 in 2021. Ob zertifizierte Berufskleidung, nachhaltiges Merchandise, oder Heimtextil- und Fashionprodukte mit GOTS Biobaumwolle in Umstellung, der Markt für Textilprodukte hergestellt nach den strengen GOTS Kriterien wächst.

Umwelt-, Klimaschutz und Schutz der Menschenrechte werden zu unternehmerischen Pflichten. „Initativen wie das Lieferkettengesetz und die wachsende Nachfrage von Verbraucher:innen zeigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen umwelt- und sozialverträglich produzieren, und nachhaltige Produktions- und Konsumweisen fördern.“ so Juliane Ziegler, GOTS Repräsentantin in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Diese Entwicklung wurde auch im letzten Jahr auf Veranstaltungen, wie der Munich Fabric Start, der Neonyt oder dem Zukunftsforum Kerenzerberg in der Schweiz sehr stark deutlich. Die Nachfrage seitens Verbraucher:innen und Unternehmen nach mehr Transparenz entlang der Lieferketten unterstützt durch die unabhängige GOTS-Zertifzierung ist größer denn je.

Auch die Betriebe der Textilveredlungsbranche sind an einer Umstellung auf GOTS interessiert und lassen sich nach und nach zertifizieren. So hat beispielsweise die Kölner Textildruckerei CFF Druck erst kürzlich ihre GOTS-Zertifizierung abgeschlossen.

Das nächste GOTS-Seminar der Aka-Tex

Wer sich für das Thema des nachhaltigen Textildrucks und der GOTS-Zertifizierung interessiert, hat hierzu die Gelegenheit in den GOTS-Seminaren der Aka-Tex. Der nächste Termin ist am 20. Oktober 2022 bei den Geschützten Werkstätten – Integrative Betriebe Salzburg GmbH (GWS). Die GWS betreiben eine seit langer Zeit GOTS-zertifizierte Siebdruckerei. Das Seminar findet mit Unterstützung der Siebdruck-Partner, Lockamp, Schlee Siebdrucktechnik und Tiflex statt. Der französische Farbhersteller Tiflex bietet Siebdruckereien GOTS-konforme Druckfarben an. Seminarleiter ist der langjährige Siebdrucker Thomas Mosner, der als Experte für den GOTS-zertifizierten Textildruck gilt.

Blick in eine GOTS-zertifizierte Näherei
Blick in eine GOTS-zertifizierte Näherei

 

Blick in die Stickerei einer GOTS-zertifizierten Produktionsstätte
Blick in die Stickerei einer GOTS-zertifizierten Produktionsstätte
Trophäen des PSI Sustainability Awards
Die PSI Sustainability Awards live

Am 21. Juni 2022 werden die Gewinner:innen des PSI Sustainability Awards in sieben Kategorien für ihr nachhaltiges Engagement in Düsseldorf ausgezeichnet.

Nach der Verschiebung der PSI Fachmesse vom Januar 2022 auf den Beginn des Jahres 2023 hatte Europas größtes Netzwerk für die Werbeartikelwirtschaft die Verleihung des einzigen Nachhaltigkeitspreises der Branche neu terminiert. Die Verleihung der siebten PSI Sustainability Awards findet als Live-Veranstaltung in den Düsseldorfer Rheinterrassen statt. Gewürdigt werden Gewinner:innen in sieben Kategorien. Die festliche Abendveranstaltung markiert zugleich den Auftakt zur PSI 2023, die vom 10. bis 12. Januar auf dem Düsseldorfer Messegelände stattfinden wird.

„Seit sieben Jahren sind die PSI Sustainability Awards die wichtigsten Gradmesser für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in der europäischen Werbeartikelwirtschaft“, so PSI Director Petra Lassahn. „Umso mehr freuen wir uns, dass wir in diesem Jahr endlich wieder zu einer feierlichen Live-Verleihung zurückkehren und im persönlichen Miteinander das Engagement der Branche in puncto Nachhaltigkeit feiern können.“ Denn auch wenn die PSI Sustainability Awards in den Jahren 2020 und 2021 im jährlichen Turnus vergeben wurden, so nicht im Rahmen einer „stationären“ Veranstaltung. Zu den nominierten Unternehmen zählt unter anderem Aka-Tex-Partner Halfar System GmbH aus Bielefeld.

Die Kategorien PSI Sustainability Awards:

Economic Excellence
Environmental Excellence
Social Excellence
Environment Initiative
Sustainable Product
Sustainable Campaign
Sustainable Company of the Year

www.psi-awards.de

www.psi-messe.com

Foto: Behrendt und Rausch