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T-Shirt von Pure Waste
Pure Waste gewinnt renommierten Green Product Award

Das finnische Textilunternehmen Pure Waste Textiles oy hat mit seiner gleichnamigen Marke Pure Waste den diesjährigen Green Product Award Fashion 24 gewonnen. Die Gewinnerprodukte und Kollektionen des Green Product Award Fashion wurden im Rahmen der diesjährigen Messe Neonyt in Düsseldorf in den Unterkategorien Bekleidung, Accessoires und Schuhe ausgezeichnet. Die Trophäe in der Kategorie Clothing ging dabei an Pure Waste.

Die internationale Jury wählte die Gewinner unter 30 nominierten Marken und Herstellern aus 20 Ländern aus. Alle Einreichungen zeichneten sich durch den Einsatz neuer Materialien und Techniken für eine nachhaltigere Mode aus. Zu den Jurymitgliedern zählten Belvis Soler (Luxiders), Rosan van Boven (Fabriek Fris & Anderlus), Sebastian Thies (nat-2™ & thies), Petra Schmatz (Sous & green lifestyle magazin) sowie Ulrike Kähler (Igedo Exhibitions).

Zur Begründung der Auszeichnung von Pure Waste in der Kategorie Fashion schreibt die Jury des Green Product Award Fashion: „Das gesamte Produktsortiment besteht zu 100 Prozent aus recycelten Fasern – ein Paradebeispiel für die Kreislaufwirtschaft. Das zeitlose Design und der hohe Tragekomfort verbunden mit marktgerechten Preisen machen Hoffnung für die Zukunft.“

„Kleidung mit einem minimalen ökologischen Fußabdruck“

Karsten Bleymehl, Vertriebsleiter der Marke Pure Waste in Deutschland, Österreich und der Schweiz beschreibt das Konzept des Textilherstellers: „Wir produzieren Kleidung mit einem minimalen ökologischen Fußabdruck, die ausschließlich aus 100 Prozent recycelten Fasern hergestellt wird. Unser Engagement für Nachhaltigkeit spiegelt sich in unserem Schwerpunkt auf klassischem Design und kompromissloser Qualität wider. Diese zeitlosen Kleidungsstücke reduzieren die Umweltbelastung, da sie 99 Prozent Wasser einsparen und 50 Prozent weniger CO2-Emissionen ausstoßen als vergleichbare Kleidungsstücke aus neuen Materialien. Unser innovativer Ansatz besteht darin, Textilabfälle mechanisch zu recyceln, die Umweltauswirkungen zu reduzieren und neue Maßstäbe für nachhaltige Mode zu setzen.“

Pure Waste ist seit Beginn dieses Jahres mit 13 Produkten aus Recyclingmaterialien im Liefersortiment des Textilgroßhandels Cotton Classics vertreten. Das Sortiment umfasst Basics wie T-Shirts, Polos, Longsleves, Sweater, Hoodies, eine Cap und eine Tragetasche.

Nach erfolgreichen Präsentationen der Kollektion auf der diesjährigen Fachmesse PSI in Düsseldorf und bei der internationalen Roadshow von Cotton Classics wird Pure Waste im Februar 2025 bei der Stuttgarter Fachmesse TecStyle Visions erstmals seine Produkte vorstellen. Im Markt für Textildruck und Stickerei stößt das Angebot auf großes Interesse bei Unternehmen, die auf nachhaltige Textillösungen setzen.

Über den Green Product Award Fashion

Der Green Product Award Fashion ist ein Spin off der Green Product Awards. Der Preis zeichnet seit zehn Jahren nachhaltige, innovative Produkte und Services in 14 Kategorien aus. Der Green Product Award Fashion wird vom Green Future Club organisiert. Er wurde erstmals 2023 in Kooperation mit der Igedo Exhibitions auf der Neonyt Düsseldorf verliehen. Die Bewerbung für die nächste Preisverleihung endet am 01.06.2024.

Nähere Informationen unter https://www.gp-award.com/de.

Über Pure Waste

Das finnische Unternehmen Pure Waste Textiles Oy stellt seit 2013 Kleidungsstücke der Eigenmarke Pure Waste her. Die Produkte bestehen zu 100 % aus recycelten Fasern. Die Produkte reduzieren bis zu 99,9 % des Wassers, 50 % der CO2-Emissionen und den Energieaufwand für die Herstellung im Vergleich zu ähnlichen Produkten aus Neumaterialien. Das Kernsortiment besteht aus konfektionierter Bekleidung für Unternehmen, Werbung, Beruf und Arbeit sowie für Endverbraucher. Das Unternehmen produziert sowohl Lagerware als auch Saisonkollektionen für den Großhandel. Zudem werden Private-Label-Produktionen für Firmenkunden angeboten. Der europäische Vertrieb von Blanko-Textilien für die Veredlung mit Druck und Stick erfolgt über den Textilgroßhandel Cotton Classics.
Nähere Informationen unter www.purewaste.com.


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Das Team des FTB der Hochschule Niederrhein zu Besuch bei der Firma Bache Innovative.
Neue Kleidung aus alten Fasern

Die Hochschule Niederrhein (HSNR) möchte hochwertige, recyclingfähige Produktkonzepte aus Textilabfällen erarbeiten. Denn 87 Prozent des weltweiten Textilabfalls in der Bekleidungsindustrie landen auf Deponien oder werden verbrannt. Von den 13 Prozent, die noch mechanisch weiterverarbeitet werden, enden die meisten Alttextilien als Dämmmaterial (Downcycling). Nicht einmal ein Prozent werden zu hochwertigen Fasern aufbereitet, aus denen wieder neue Kleidung entsteht. Ein Zustand, den die HSNR dringend ändern möchte.

Gemeinsam mit Bache Innovative als Antragstellerin hat die HSNR ein großes Forschungsprojekt gestartet: „KnitCycle – kreislaufgerechte Produktentwicklung für Flachstricktextilien“. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Vorhaben für zwei Jahre mit insgesamt rund 290.000 Euro, davon fließen 225.000 Euro an die HSNR.

Wo Textilabfall recycelt und damit in den Kreislauf zurückgeführt werden kann, muss auch weniger entsorgt werden. Werden Produktionsabfälle und -überhänge vernichtet, ist das nicht nur teuer für die Unternehmen. Für die Herstellung neuer Kleidung müssen auch wieder ganz neue Fasern erzeugt werden. Je nach Faserstoff kommt es dabei zu großem Wasserverbrauch, starkem Pestizid- und Düngemitteleinsatz sowie langen Transportwegen mit hohen CO2-Emissionen zu Lasten der Umwelt.

Die Faser bleibt im Idealfall immer im Kreislauf

Die Projektpartner erarbeiten daher ein Konzept, mit dem gestrickte Produkte so entwickelt werden können, dass sie sich am Produktlebensende durch ein Faser- zu-Faser-Recycling zu hochwertigen Fasern neu aufbereiten lassen. Aus diesen Fasern kann anschließend neues, industriell verarbeitbares Garn für Bekleidung hergestellt werden, das im Idealfall später abermals recycelt werden kann. Unter dem Motto „Design for Recycling“ analysieren die Partner, welche Faktoren und Verfahren am besten geeignet sind, Textilien schon bei ihrer Entstehung so zu planen, dass sie am Produktlebensende optimal recyclingfähig sind. Gleichzeitig dürfen sich Ästhetik, Qualität und Langlebigkeit der Produkte nicht verschlechtern. Die Frage ist also: Welche Parameter im mechanischen Recycling werden benötigt und welche Produkteigenschaften erzielen das beste kreislauffähige Ergebnis?

Pulloverwaren und gestrickte Produkte aus Deutschland

„KnitCycle“ konzentriert sich auf Pulloverwaren und Produkte, die auf Flachstrickmaschinen endformgerecht in Deutschland produziert werden. Dafür liefert und produziert die auf 3D-Strickwaren spezialisierte Firma Bache Innovative eigenes Abfall- und Forschungsmaterial. Unterstützung mit Experten-Knowhow gibt es auch von TURNS Faserkreisläufe. Dieses Unternehmen stellt recycelte Garne aus verschiedenen gebrauchten, ausrangierten Alttextilien her.

Die Faser-zu-Faser-Recycling-Versuche finden am hochschuleigenen Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) statt. Dazu schafft die HSNR von dem Fördergeld eine eigene Reißmaschine für das Textilrecycling an. Hiermit werden vor Ort die optimalen Prozessparameter für das Recycling der jeweiligen Produkttypen ermittelt. Die in diesem Prozess gewonnenen Reißfasern werden dann u.a. mit Unterstützung der Firma Textechno H. Stein GmbH & Co. KG aus Mönchengladbach analysiert und bewertet.

Mittels unterschiedlicher Aufbereitungs- und Spinnverfahren werden aus den Reißfasern anschließend neue Garne hergestellt. Die Forscher:innen testen, wie sich die Fasern wiederverspinnen lassen – auch in Kombination mit anderen Naturfasern, um mit möglichst hochwertigen neuen Produkten den Produktkreislauf zu schließen. An Labor-Strickmaschinen erzeugt das FTB-Team erste 2D-Strickproben. Die finalen Strickprodukte aus den recycelten Garnen stellt der Kooperationspartner Bache Innovative her.

„In Zukunft werden wir lernen, dass es eigentlich keine Abfallstoffe gibt, nur Wertstoffe, die einer anderen Verwendung zugeführt werden und als neue Ressourcen der Zukunft dienen“, sagt Ellen Bendt, HSNR-Professorin für Modedesign mit dem Schwerpunkt Strick- und innovatives Produktdesign.

Foto: Das Team des FTB der Hochschule Niederrhein zu Besuch bei der Firma Bache Innovative, mit der es im Rahmen von „KnitCycle“ Recycling-Versuche durchführt. Dazu wurden erste textile Produktionsabfälle klassifiziert und sortiert.


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Werbetextilien von Pure Waste
Cotton Classics wird Vertriebspartner für Pure Waste

Die finnische Textilmarke Pure Waste ist ab sofort mit 13 Produkten aus Recyclingmaterialien im Liefersortiment des Textilgroßhandels Cotton Classics vertreten. Das Sortiment umfasst Basics wie T-Shirts, Polos, Longsleves, Sweater, Hoodies, eine Cap und eine Tragetasche. Textildruckereien und Stickereien sowie der Werbemittelhandel können mit den Artikeln einen Beitrag leisten, sowohl den Wasserverbrauch als auch die C02-Emissionen zu reduzieren.

Bereits seit 2013 produziert das Unternehmen Pure Waste Textiles Oy aus Helsinki seine Kleidung ausschließlich aus recycelten Baumwoll- und Polyesterfasern. Ein nachträgliches Färben der Textilien findet dabei nicht statt. „Bei der Herstellung der Kleidungsstücke werden 99 % weniger Wasser verbraucht und 50 % weniger CO2-Emissionen verursacht als bei Produkten aus neuen Materialien. Das macht unsere Bekleidungsstücke einer nachhaltigeren Option“, sagt Geschäftsführer Anders Bengs von Pure Waste.

Das Produktsortiment besteht aus Kleidung für Promotion, Beruf und Endverbraucher sowie aus Lagerware und saisonalen Kollektionen für den Großhandel. Auch Eigenmarken für Modelabels und Sonderproduktionen nach Kundenwunsch können realisiert werden. Neben der ökologisch und sozial verträglichen Fertigung legt das Team von Pure Waste auch Wert auf Langlebigkeit, Qualität und zeitloses Design. Anders Bengs: „Unser Ziel ist eine radikale Änderung der Produktions- und Konsumgewohnheiten – hin zu einer Welt ohne Textilabfälle“.

Bei der PSI 2023 in Düsseldorf präsentierte sich Pure Waste zum vierten Mal der Werbemittel- und Veredlungsbranche. Aufgrund des großen Interesses des Marktes an nachhaltigen Recycling-Textilien baut Pure Waste nun den europäischen Vertrieb der Blanko-Textilien für die Textilveredlung aus. „Wir freuen uns, mit Cotton Classics einen international aufgestellten Vertriebspartner für unsere Produkte gefunden zu haben. Zum Anfang unserer Kooperation führt der Großhändler nun 13 Produkte aus dem Pure-Waste-Sortiment in seinem Lagerprogramm“, erklärt Anders Bengs.

T-Shirts, Longsleeves, Polos, Sweater, Hoodies, eine Cap und eine Tragetasche

Erhältlich sind klassische T-Shirts für Damen, Herren und Kinder. Die Modelle für die Erwachsenen gibt es in den Größen von XS bis XXL. Das Poloshirt aus Piqué-Stoff gibt es als Damen- und Herrenmodell. Das Sweater-Angebot umfasst Artikel für Damen, Herren und Kinder, mit und ohne Kapuze sowie als Zipper-Sweatjacke. Als Ergänzung bietet Cotton Classics noch eine klassische Cap sowie eine Tasche aus einem Mix aus recycelter Baumwolle und recycelten PET-Flaschen an.

Auf der Webseite von Pure Waste gibt es zu jedem Produkt eine Angabe zum ökologischen Fußabdruck. So können Interessierte sehen, welche CO2-Emissionen und welcher Wasserverbrauch die Herstellung eines Produkts verursacht haben beziehungsweise welche Mengen an Wasser und CO2 im Vergleich zu einem herkömmlich hergestellten Produkt eingespart wurden.

Pure Waste bei der PSI und auf der Roadshow von Cotton Classics

Im neuen Jahr 2024 haben Interessierte gleich mehrmals die Möglichkeit, Pure Waste kennenzulernen. Vom 9. bis 11. Januar 2024 ist das Unternehmen erneut als Aussteller bei der PSI in Düsseldorf mit dabei. Die Besucherinnen und Besucher finden Pure Waste in Halle 9 auf Stand C57. Auch der Vertriebspartner Cotton Classics ist mit einem Stand (Halle 10, Stand G26-02) auf der PSI vertreten.

Mitte Januar startet schließlich die Roadshow von Cotton Classics durch 7 Länder und 18 Stationen. Hier ist Pure Waste erstmals mit von der Partie und präsentiert das Programm, das bei Cotton Classics erhältlich ist.


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Russell Europe setzt auf nachhaltige Materialien, kurze Transportwege und volle Produktionskontrolle

Für die Textilmarke Russell Europe steht Nachhaltigkeit bei der Entwicklung und Fertigung neuer Produkte im Fokus – „mit nachhaltigen Materialien, kurzen Transportwegen und der vollen Kontrolle über die Produktion“, wie der Hersteller FOL International mitteilt. 2024 erweitert die Marke ihr Sortiment demnach um gleich zwei nachhaltige Newcomer: Mit dem Authentic Eco Polo 570M launcht die Marke erstmalig ein Poloshirt, das in der eigenen Produktionsstätte in Marokko aus 65 % recyceltem Polyester gefertigt wird. Die funktionale Essential Softshell Jacke aus 94 % recyceltem Polyester soll dem Anspruch nach hochwertiger und langlebiger Team Wear gerecht werden.

Sustainable und stilvoll: das Authentic Eco Polo

Das Poloshirt ist ein zeitloser Allrounder und seit jeher ein fester Bestandteil in Sachen Corporate Fashion. Im Januar 2024 launcht Russell Europe erstmalig ein nachhaltiges Poloshirt, das in der eigenen Produktionsstätte in Marokko aus 65 % recyceltem Polyester und 35 % ringgesponnener Baumwolle gefertigt wird. Für die Herstellung des angenehm leichten und gleichzeitig robusten Polos werden bereits verwendete Materialien neu aufgearbeitet und eingesetzt. Das Poloshirt mit einer Grammatur von 180 g/m2 ist in den Farben White, Black, French Navy, Convoy Grey, Bright Royal, Classic Red, Bottle Green, Sky und Petrol Blue und in einem umfangreichen Größenlauf von XS bis 3XL verfügbar. Der kurzärmelige Polo-Style für Herren ist bei 60°C Grad maschinenwaschbar und im Classic Fit mit Zwei-Knopfleiste erhältlich.
Das Poloshirt Authentic Eco Polo 570M wurde speziell für die individuelle Textilveredlung mit Siebdruck, DTG, Transfer, Stick oder DTF entwickelt.

Funktional und nachhaltig: die Essential Softshell Jacke

Ob im Beruf, Alltag oder Urlaub: Die passende (Funktions-)Kleidung steigert das Wohlbefinden und bietet eine Extraportion Komfort. Gerade wenn das Wetter unbeständig ist, sind funktionale und gleichzeitig moderne Jacken ein echter Lichtblick. Bei der Essential Softshell Jacke 420M von Russell Europe kommt dafür ein ganz besonders nachhaltiges Material zum Einsatz: ein 2-lagiges Softshell-Material aus 94 % recyceltem Polyester und 6 % Elasthan, das mit der wasserabweisenden Ausrüstung „Bionic-Finish-Eco“ behandelt wird.

Neben dem besonders nachhaltig behandelten Softshell-Obermaterial besteht das Innenfutter der Jacke zu 100 % aus recyceltem Polyester – für dessen Herstellung bereits verwendete Materialien neu aufgearbeitet und eingesetzt werden. Ein Kadettkragen mit Regenblende bietet Schutz bei windigen sowie regnerischen Wetterbedingungen.

Darüber hinaus ist die Essential Softshell Jacke besonders pflegeleicht und bei bis zu 40°C maschinenwaschbar. Sie ist in drei klassischen Farben (White, French Navy und Iron Grey) und einem breiten Größenlauf von XS bis 3XL im Classic Fit für Herren erhältlich.

Russell Europe beteiligt sich vom 9. bis 11. Januar 2024 beim Textile Village im Rahmen der Fachmesse PSI.


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Kleiderbügel mit Kleidung
EU-Mitgliedstaaten vereinbaren Verbot der Vernichtung unverkaufter Kleidung

Die Europäische Union hat sich auf ein Verbot der Vernichtung unverkaufter Kleidung geeinigt. Ziel ist die Reduzierung der Abfallmengen der Mode- und Textilindustrie, die derzeit für ein Viertel der Treibhausgasemissionen der Union verantwortlich ist.

Die Menge an neuen und unbenutzten Textilprodukten, die jedes Jahr in der EU weggeworfen wird, ist beträchtlich, was die Besorgnis über die Verschwendung wertvoller Ressourcen und die Freisetzung schädlicher Treibhausgase und giftiger Chemikalien in die Umwelt verstärkt. Das schnelle Wachstum des Online-Verkaufs hat zu einem Überschuss an Textilprodukten geführt, die aufgrund schnelllebiger Produktions- und Verbrauchszyklen weggeworfen werden. Aus diesem Grund hat die EU neue Rechtsvorschriften erlassen, die die Vernichtung nicht verkaufter oder zurückbehaltener Textilprodukte, einschließlich Kleidung, Schuhe und Accessoires, verbieten sollen.

Diese Entscheidung steht im Einklang mit der Verpflichtung der EU, Abfall zu reduzieren und stärkere Wiederverwendungs- und Recyclingpraktiken zu fördern. Daher müssen Unternehmen nach alternativen Methoden für den Umgang mit überschüssigen Lagerbeständen suchen, beispielsweise durch Spenden, Weiterverkauf und Recycling.

Mit der Annahme der vorgeschlagenen Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte durch die Europäische Kommission wird ein Rahmen für die Festlegung von Ökodesign-Anforderungen für nachhaltige Produkte geschaffen. Sie wird die bestehende Richtlinie von 2009 ersetzen. Zudem erweitert sie den Spielraum für die Festlegung von Umweltverträglichkeitsanforderungen für Güter, die auf den EU-Markt gebracht werden. Produkte müssen „sowohl energie- als auch ressourceneffizient“ und „langlebiger, zuverlässiger, wiederverwendbar, aufrüstbar, reparierbar, recycelbar und einfacher zu warten“ sein.

Die EU-Wettbewerbsminister haben außerdem beschlossen, ein System digitaler Produktpässe einzuführen. Das System soll Regeln zur Transparenz festlegen und die Zerstörung bestimmter nicht verkaufter Konsumgüter verbieten. Verbraucher erhalten durch die Produktpässe Informationen über die Umweltauswirkungen des Produktkaufs.

Solange die Vereinbarung in Kraft ist (nach Verhandlung mit dem Europäischen Parlament), haben mittlere Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern eine Übergangsfrist von vier Jahren, um die Vorschriften einzuhalten, und kleinere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sind davon ausgenommen.

Obwohl die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert werden, dieses Verbot sofort umzusetzen, müssen sich die Regierungen und das Europäische Parlament noch auf die vorgeschlagenen Ökodesign-Verordnungen einigen, bevor sie in Kraft treten.

Ein Beitrag von Lutz Gathmann, Designer VDID und Sicherheitstechniker VDSI, von www.Produktsicherheit.org mit Verweis auf Pressemitteilungen des Rats der EU.

Seminar am 14. September 2023: Kreislaufwirtschaft als Schlüssel zukünftigen Wirtschaftens

Unser derzeitiges Wirtschaftsmodell funktioniert noch immer in Form einer Wegwerfgesellschaft. Die Schlüssel zukünftigen Wirtschaftens lauten jedoch Kreislaufwirtschaft, Ecodesign und nachhaltige Lieferketten. Das sieht der EU Green Deal vor. Was das für Unternehmen aus den Bereichen Werbemittel und Textilveredlung bedeutet, erläutert Lutz Gathmann im Seminar am 14. September 2023 in Düsseldorf. Er zeigt, welche Gesetze und Verordnungen auf kleine und mittlere Unternehmen zukommen. Zudem erklärt er, womit sich Unternehmen heute auseinandersetzen müssen und welche Zielsetzungen und Maßnahmen auf die Agenda eines jeden Unternehmens müssen. Das Seminar findet in Kooperation mit der Fachmesse PSI statt.

Informieren und anmelden: https://aka-tex.de/veranstaltungen/

Symbolbild des Beitrags von meineresterampe auf Pixabay


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Die Epson Dry Fiber-Technologie ermöglicht nun auch die Herstellung von leichten, feinen Textilien. Bild: YUIMA NAKAZATO
Epson und Yuima Nakazato präsentieren zukunftsweisende Mode

Epson setzt seine Partnerschaft mit dem japanischen Modedesigner Yuima Nakazato und dessen gleichnamiger Modemarke fort. Beide Unternehmen wollen sich für mehr Nachhaltigkeit in der Modebranche einsetzen. Daher schufen sie eine gemeinsame Couture-Kollektion, die am 5. Juli im Rahmen der Haute Couture Fashion Week im Pariser Palais de Tokyo zu sehen war. Die Kollektion wurde größtenteils mittels eines neuen nachhaltigen Fertigungsprozesses für Textilfasern (Dry Fiber Technology) sowie eines digitalen Druckverfahrens hergestellt. Diese Produktionsweise wird die Modebranche nach Einschätzung von Epson und Yuima Nakazato verändern, denn mit ihrer Hilfe ist es möglich, innovative und farbenfrohe Kleidungsstücke auf nachhaltige Art zu produzieren.

Ohne Einsatz von Wasser

Die Epson Dry Fiber-Technologie kommt praktisch ohne den Einsatz von Wasser aus. Sie wird bereits für die Herstellung von Recyclingpapier. In ihrer letzten Entwicklungsstufe ist das Verfahren auch für die Produktion von Geweben aus gebrauchter Kleidung nutzbar. Dieser Fertigungsprozess für Textilfasern wurde bereits im Januar dieses Jahres vorgestellt.

Für die Messe im Juli verbesserte Epson die Qualität des Recyclingstoffes nochmals erheblich, sodass eine bessere Druckqualität erreicht wird. Dank digitalen Textildrucktechnologie „Monna Lisa Direct-to-Fabric“ ist die Verarbeitung dünnerer, flexiblerer Stoffe möglich. Mit der neuen Mode-Kollektion wollen Epson und Yuima Nakazato das Bewusstsein für den hohen Wasser- und Materialbedarf schärfen.

Auf der Pariser Modenschau im Juli demonstrierten die Partner, wie Textilien durch den Umstieg auf digitalen Druck mit Pigmenttinten erheblich umweltfreundlicher hergestellt werden können. Digitaler Textildruck mit Pigmentfarben ist im Vergleich zu herkömmlichen analogen Herstellungsverfahren von Kleidung deutlich umweltfreundlicher. Auch dank des Einsatzes von Pigmenttinten erfordert dieser digitale Fertigungsprozess von Kleidung erheblich weniger Wasser sowie weniger Herstellungsstufen – damit ist er merklich schneller und einfacher. Im Gegensatz zu analogen Verfahren müssen keine Platten produziert und das Endprodukt muss auch nicht gewaschen oder zwischengelagert werden. Das führt zu weniger Abfall. Da die textilen Artikel auch bedarfsgerecht produziert werden, reduziert sich das Müllaufkommen weiter.

Getragene Kleidungsstücke aus Afrika

Die im Palais de Tokyo ausgestellte Couture-Reihe wurde mit einem Epson Monna Drucker bedruckt. Dies ist der Prototyp eines flexibel einsetzbaren digitalen DTG-Druckers, der mit seiner Pigmenttinte eine Vielzahl von Geweben und Oberflächen bedruckt. Das Material der neuen Modelinie von Yuima Nakazato stammt von getragenen Kleidungsstücken aus Afrika, der Endstation vieler Altkleider. Nakazato besuchte zu diesem Zweck Kenia. Dort erwarb er etwa 150 Kilogramm gebrauchter Kleidungsstücke, die sonst auf einem der dortigen „Kleiderberge“ gelandet wären. Die Altkleider stammen nicht zuletzt aus der EU. Epson verarbeitete dieses Material mit dem Dry Fiber-Prozess und produzierte so mehr als 150 Meter neuen Vliesstoff. Dieser wurde von einem Epson Monna Lisa-Drucker bedruckt. Die Genesta-Pigmenttinten von Epson haben von Ecocert die GOTS-Zertifizierung erhalten.

Hitoshi Igarashi von der Abteilung Epson Drucktechnologie erklärt die Dry Fiber-Technologie: „Obwohl die Dry Fiber-Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, sind wir überzeugt, dass diese Herstellungsmethode in Kombination mit dem digitalen Druck mit Pigmenttinten der Modebranche eine nachhaltigere Zukunft eröffnet. Dry Fiber reduziert den Wasserverbrauch erheblich und gibt Designer:innen in Verbindung mit digitalem Textildruck die Freiheit, ihre Kreativität ohne Einschränkungen umzusetzen.“

Seit Januar dieses Jahres hat Epson die Qualität und Bedruckbarkeit der neu produzierten Gewebe deutlich verbessert. Das Gewebe ist nun weniger dicht, dabei aber robuster und flexibler. So eignet es sich besser als Druckgrundlage für den digitalen Textildruck. Das verwendete Gewebe war diesmal viel dünner als zuvor, was zu einer Gewichtsreduzierung um 37,5 Prozent von zuvor 160 g/m² auf jetzt 100 g/m² führte. Dank einer Inline-Lösung mit integrierten Vor- und Nachdruckprozessen konnte die Produktivität im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsverfahren um 300 Prozent gesteigert werden. Dieser Monna Lisa-Prototyp druckt neben den üblichen Druckfarben noch zusätzlich drei weitere Flüssigkeiten auf das Gewebe, sodass Brillanz, Haltbarkeit und Flexibilität der Drucke weiter verbessert werden.“

Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

Mit der Kooperation zeigen die Partner, wie durch das Zusammenwirken von Yuima Nakazatos Kreativität und Epsons Technologie aus alten Textilien neue Kleidungsstücke entstehen. Im Rahmen seiner Umweltvision hat sich Epson verpflichtet, einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Dieses Engagement im Textilsektor ist ein wichtiger Schritt hin zu diesem Ziel. Igarashi weiter: „Obwohl wir uns bei der Textilproduktion noch in der Experimentierphase befinden, sind wir sicher, dass die Dry Fiber Technology ein enormes Potenzial besitzt, die Modebranche nachhaltiger zu machen.“

Titelbild: Die Epson Dry Fiber-Technologie ermöglicht nun auch die Herstellung von leichten, feinen Textilien. (Fotos: YUIMA NAKAZATO)

Der japanische Modedesigner Yuima Nakazato. Bild: YUIMA NAKAZATO
Der japanische Modedesigner Yuima Nakazato. Bild: YUIMA NAKAZATO

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GOTS Version 7.0 mit erweiterter Lösung für die Biofaserverarbeitung

Der Global Organic Textile Standard – kurz: GOTS – veröffentlichte die GOTS Version 7.0. Nach Angaben des Standardgebers soll sie einen erweiterten Umfang an Umwelt- und Sozialkriterien beinhalten. Gleichzeitig soll er für die industrielle Produktion praktikabel und für eine breite Palette von Produkten geeignet sein. Während des regelmäßigen, einjährigen Überarbeitungsprozesses haben internationale Stakeholder mit Expertise in Bioproduktion, Textilverarbeitung, Textilchemie, Menschenrechten und Sozialkriterien sowie Vertreter aus Industrie, NGOs und zivilgesellschaftlichen Organisationen mehrfach in Beratungsrunden an der neuen Version 7.0 mitgewirkt. Endgültige Entscheidungen wurden vom Multi-Stakeholder GOTS Standard Revision Committee getroffen.

GOTS 7.0 bietet eine umfassende Lösung für Unternehmen, die Bio-Textilien herstellen möchten. Die Einhaltung umwelt- und menschenrechtlicher Sorgfalt entlang der gesamten Lieferkette vom Feld bis zum fertigen Produkt lassen sich damit sicherstellen. Mit vollständiger Rückverfolgbarkeit vom Ursprung bis zum Bestimmungsort bietet die GOTS-Zertifizierung ein effizientes Mittel zur Überprüfung der Nachhaltigkeitsbemühungen eines Textilherstellers. GOTS 7.0 führt neue Anforderungen zur Durchführung einer risikobasierten Analyse der eigenen Geschäftstätigkeit zertifizierter Unternehmen und ihrer Lieferketten auf der Grundlage der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Richtlinien ein. Der Abschnitt „Soziale Kriterien“ wurde grundlegend überarbeitet, um einen breiteren menschenrechtsorientierten Ansatz aufzunehmen. GOTS 7.0 erlaubt jetzt recycelte organische Fasern als zusätzliche Materialien. Wichtige Anforderungen wie der Gehalt an zertifizierten Bio-Fasern, ein allgemeines Verbot giftiger und schädlicher Chemikalien wie PFAS, Beschränkungen für konventionelle Baumwolle und reines Polyester sowie das Management der Einhaltung sozialer Standards werden in GOTS Version 7.0 beibehalten.

„Der neue Überarbeitungsprozess war der umfassendste in der Geschichte von GOTS“

„GOTS Version 7.0 stellt einen großen Fortschritt für die Verarbeitung von Bio-Textilien dar“, sagt Rahul Bhajekar, geschäftsführender Co-Direktor von GOTS. Er fügt hinzu: „Der neue Überarbeitungsprozess mit über 600 Eingaben war der umfassendste in der Geschichte von GOTS. Die Eingaben gingen während zweier öffentlicher Konsultationsperioden ein. Die neuen Regeln bieten Lösungen für die Schaffung wirklich verantwortungsbewusster Lieferketten und setzt Maßstäbe für die Textilindustrie. Ich bin stolz auf die erzielten Fortschritte, die nachhaltige Textilverarbeitungspraktiken weltweit voranbringen werden.“
Nach der Übergangszeit wird GOTS 7.0 ab dem 1. März 2024 voll wirksam.

Seminar am 31. August 2023 in Düsseldorf: Textilsiegel verstehen lernen

Im Dschungel der unzähligen Siegel und Zertifikate verliert so manch ein Mensch gerne den Überblick. Welche Siegel gibt es überhaupt und was bedeuten sie. Die Akademie für Textilveredlung bietet daher am 31. August 2023 in Kooperation mit dem Bekleidungshersteller Promodoro Fashion in Düsseldorf das halbtägige Seminar „Textilsiegel verstehen lernen“ an. Die Textilingenieurin Birgit Jussen bringt im Seminar Licht ins Dunkel. Neben GOTS informiert sie auch über weitere Siegel und Zertifikate.


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Epson erhält erneut den EcoVadis Platin-Status

Der japanische Technologiekonzern Epson hat von EcoVadis zum dritten Mal in Folge das Platin-Rating für Nachhaltigkeit erhalten. Der Druckmaschinenhersteller gehört damit laut dem Rating zu den nachhaltigsten Unternehmen. EcoVadis stellt Unternehmen mittels einer globalen cloud-basierten SaaS-Plattform ganzheitliche Ratings im Bereich Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) bereit.

Als neutrale Plattform für Nachhaltigkeits-Bewertungen untersucht EcoVadis die Leistungen von Unternehmen in den zentralen Bereichen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility. Konkret untersucht EcoVadis anhand eines festgelegten Fragenkatalogs von aktuell 21 Nachhaltigkeitskriterien, wie verantwortungsbewusst Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung handeln. Die Methode basiert auf internationalen Nachhaltigkeitsstandards. Sie bündelt unter anderem die Anforderungen der Global Reporting Initiative, des Global Compact der Vereinten Nationen und der ISO 26000. Letzteres ist ein Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung. Weltweit kooperieren mehr als 90.000 Unternehmen aus 200 Branchen in 160 Länder mit EcoVadis.

Yasunori Ogawa, Global President bei Epson, sagt: „Der dritte Platin-Status in Folge unterstreicht die hervorragende Arbeit, die jeder bei Epson weltweit im vergangenen Jahr geleistet hat, sowie unser unerschütterliches Engagement und unsere Maßnahmen für eine nachhaltige Zukunft. Das Rating zeigt, dass wir nicht nur in Bezug auf Produktqualität und Innovation führend in unserer Branche sind, sondern auch bei der Förderung von Veränderungen und der Verbesserung der Nachhaltigkeit in unserer Branche eine Vorreiterrolle spielen. In unserer Umweltvision haben wir festgelegt, ab 2050 CO2-negativ zu wirtschaften. In diesem Sinne werden wir uns weiterhin der Herausforderung stellen, die höchsten Standards für nachhaltige Praktiken zu erfüllen – als Unternehmen genauso wie als Mitglied der globalen Gemeinschaft.“

Verpflichtung zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs)

Epson hat sich verpflichtet, ab 2050 CO2-negativ zu wirtschaften und auf den Einsatz von nicht-erneuerbaren Ressourcen (z.B. Öl, Metall) zu verzichten. In seiner Umweltvision 2050 definiert Epson vier Kernbereiche, die im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie fokussiert werden. Dazu gehören eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und die Nutzung von erneuerbaren Energien. Weitere Ziele sind die Entwicklung von Umwelttechnologien sowie die Reduktion von Umweltauswirkungen beim Kunden selbst. Dies soll durch die Nutzung von nachhaltigen Produkten (z.B. energieeffiziente Heat-Free Technologie in Druckern) erreicht werden. Das Unternehmen setzt seine Technologien ein, um Innovationen in Bereichen wie dem Tintenstrahldruck zu entwickeln, die die Umweltbelastung minimieren und die Produktivität steigern. Epson verpflichtet sich den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs).

„Ratings wie EcoVadis bieten Orientierung für die Kunden, die damit Absichtserklärungen von tatsächlichem Handeln unterscheiden können. Das erneute bestmögliche Rating bestätigt uns in unseren Aktivitäten und unserer Kontinuität in Sachen Nachhaltigkeit. Wir sind damit Vorreiter unserer Branche und möchten diese Rolle nutzen, um zu zeigen, dass es auch anders geht“, sagt Henning Ohlsson. Er ist der Direktor für Nachhaltigkeit bei Epson Europa.

Aktuelle Zahlen und einen Fortschrittsbericht zu Zielen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Epson speziell für den europäischen Raum finden sich im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens. Epson ist Partner der Akademie für Textilveredlung und unterstützt das Weiterbildungsprogramm.


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Recycling-Jacken von Result Clothing
Über zehn Millionen Flaschen „gerettet“

Der englische Bekleidungshersteller Result Clothing verarbeitet für die Produkte der Genuine Recycled Kollektion alte Flaschen, die recyclet und zu neuen Fasern werden. Nun hat der Produzent bereits mehr als zehn Millionen Flaschen vor der Müllhalde gerettet. Mit einem Online-Flaschenzähler auf der Webseite resultrecycled.com zeigt Result stets den aktuellen Stand der verarbeiteten PET-Flaschen.

Wie der Live-Zähler anzeigt, kamen bei der Herstellung der Bekleidungsstücke aus der Genuine Recycled Kollektion bisher bereits 10.733.219 PET-Flaschen (Stand 6. Dezember, 12 Uhr) zum Einsatz. Damit erreichte der Hersteller laut Brand Ambassador Kirsty Blackstock das Ziel, die Zahl der gesammelten Flaschen des Jahres 2021 in diesem Jahr zu verdoppeln, bereits vor Ende des Jahres. Result Clothing will mit den Recyclingmaterialien einen Beitrag leisten, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen. Die Garnproduktion der Kleidungsstücke verursacht nach Angaben des Herstellers weniger Emissionen und verbraucht weniger Energie und Wasser als herkömmliches Garn. Result arbeitet mit den zertifizierten Geschäftspartnern PERPETUAL©, TOPGREEN®, REPREVE® und JIAREN®, um Garn aus recyceltem Kunststoff und Abfällstoffen aus Polyester herzustellen. Nach der Sammlung werden die Plastikabfälle zu Flocken zerkleinert. Daraus entstehen Fasern, die zu hochwertigen Polyestergarnen versponnen werden.

In der im November neu herausgebrachten Auflage des Katalogs der Genuine Recycled Kollektion stellt Result Clothing alle Workwear, Fleece-, Warnschutz- und Softshelljacken sowie Kopfbedeckungen für das Jahr 2023 vor. Der Katalog liegt in deutscher Sprache vor und kann als PDF von der Webseite heruntergeladen werden.

Der Katalog der Genuine Recycled Kollektion zum Download


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Textilabfälle
Das Ziel lautet Zero Waste

Eine Welt ohne Müll ist die Vision, die sich der Textilhersteller Fruit of the Loom eigenen Angaben zufolge auf die Fahnen schreibt. Seit 2018 verfolgt das Unternehmen das Ziel, dass 95 Prozent aller Abfälle, die in den Prozessschritten der Textilherstellung anfallen, nicht auf Deponien landen. Zur Messung des Müllaufkommens setzt der Produzent das Programm der „Zero Waste International Alliance“ ein. Dieses verlangt, dass 90 Prozent oder mehr aller entsorgten Ressourcen nicht auf Deponien landen dürfen.

Wie Fruit of the Loom kürzlich mitteilte, konnte der Hersteller sein eigenes Ziel von 95 Prozent bereits das vierte Jahr in Folge übertreffen und damit auch die Zero-Waste-Vorgaben klar erfüllen. Müll zu reduzieren gelingt dem Textilhersteller nach eigenen Angaben durch den Einsatz moderner Technologien. So führt ein effizientes Schneiden von Mustern zu weniger Ausschuss. Eine 3D-Modellierungssoftware macht überdies die Erstellung von Produktmustern oftmals ganz überflüssig.

Nachhaltigere und recycelte Materialien

„Die von uns erzeugten Textilabfälle werden zu neuen Garnfasern recycelt oder einer Wiederverwendung zugeführt – zum Beispiel zur Herstellung von Füllungen für Autositze oder Matratzen. Wir haben auch unsere Verpackungen grundlegend überarbeitet und Polybeutel und Kartoneinlagen eliminiert. Wo wir auf Verpackungen absolut nicht verzichten können, arbeiten wir daran, nachhaltigere und recycelte Materialien einzubeziehen. Wir investieren weiterhin in Initiativen und Technologien, die uns helfen, Abfallprodukte zu minimieren“, teilt Fruit of the Loom mit.

Seit 2008 produziert Fruit of the Loom in der eigenen Produktionsstätte in Marokko. Der Standort dient in erster Linie der Textilherstellung für den europäischen Markt. Dort ist es dem Hersteller möglich, die vertikal integrierte Produktion vollständig selbst im Hinblick auf Fairness, Respekt, Nachhaltigkeit und Ökologie zu kontrollieren.

Das Unternehmen beschäftigt in Marokko über 4.000 Mitarbeitende, die eigenen Angaben zufolge alle eine faire Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen, Schulungen, faire Arbeitszeiten und zusätzliche Leistungen wie Gesundheitsversorgung und kostenlosen Transport erhalten. Über 90 Prozent aller Kleidungsstücke werden dort hergestellt. Für andere global bezogene Kleidungsstücke arbeitet das Unternehmen mit vielen anderen Lieferanten aus der ganzen Welt zusammen. Die strengen ethischen Verhaltensregeln werden dabei durch WRAP und OEKO-TEX sowie amfori und Better Cotton überprüft.


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