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Titelseite des Stickstoff-Magazins
Was hat Désirée Nosbusch mit Stickerei zu tun?

Die Titelstory des stickstoff-Magazins Nr. 4 gibt Einblicke in die Filmbranche. Das Thema: Der Kostümdesigner Metin Misdik und die Schauspielerin Désirée Nosbusch erzählen über Stickerei im Film. Wieder einmal verbindet das stickstoff-Magazin Inspiration mit Wissen und bietet spannende Einblicke in die Welt des Maschinenstickens.

Die neue Ausgabe des Magazins erscheint Anfang November 2022. Die Leserinnen und Leser erwarten erneut Projekte zum Staunen und Nachmachen, Produktvergleiche und Geschichten über Menschen, die ihr Talent und ihre Leidenschaft dem Sticken widmen. Als hochwertiges Printprodukt und Nachschlagewerk hat das stickstoff-Magazin einen festen Platz bei den Stickbegeisterten im Hobby- und professionellen Bereich, das immer wieder zur Hand genommen wird. 100 Seiten pure Inspiration.

Ein Schwerpunkt der neuen Ausgabe liegt auf der Vorstellung verschiedener Sticktechniken, die anhand von vielen Beispielen und kostenlosen Stickdateien direkt ausprobiert werden können.

Neben der Titelstory zeigt Kasia Hanack, wie sie Stickereikunst mit Spezial-Stickfolie herstellt. Der Stickexperte und Aka-Tex-Seminarleiter Reiner Knochel geht auf Entdeckungstour in der Stickereiindustrie, während Barbara Stümer – ebenfalls bekannt aus verschiedenen Aka-Tex-Veranstaltungen – im Interview über die Punchtechnik spricht, wie mit nur einer Farbe eine spannende Dynamik erzeugt werden kann. Außerdem gibt es viele Anleitungen, exklusive Freebies, ein Gewinnspiel und kreative Stickerei-Tipps.

www.stickstoff-magazin.de

Munic Fabric Start München
Hochschule Niederrhein mit „Print to go“ auf der Munich Fabric Start

Hochschule Niederrhein auf der Munich Fabric Start: Der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein demonstriert auf der Messe „Munich Fabric Start“ vom 30. August bis 1. September 2022 in einem Work Space von 130m², wie der digitale Druck die Textil- und Bekleidungsbranche revolutioniert.

Besucher der Messe sind eingeladen, vor Ort kreativ zu werden. Beim freien Zeichnen, digitaler Bildbearbeitung, Farbanpassung und Rapportierung werden die Besucher von Anna Koch (Lehrkraft für besondere Aufgaben für Gestaltungslehre und Textildesign) und Christine Steinem (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Textildruck und Mitglied des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung) unterstützt. Die Artworks werden eingescannt und anschließend unmittelbar auf Textilien realisiert.

Microfactories mit Brother und Multiplot

Hierfür stehen gleich zwei Microfactories zur Verfügung: Auf Anlagen der Firmen Brother Internationale Industriemaschinen GmbH und Multiplot Europe GmbH werden Jutebeutel in Serie im Direktdruck und rapportierte Designs auf Meterware mittels Sublimationsdruck erzeugt.

Inspirationen erhalten die Messebesucher in der zugehörigen Ausstellung von Semesterausarbeitungen und Abschlussarbeiten zu hoch aktuellen Themen. Vertreten sind dabei die Bereiche Smart Textiles, Allover Laser Technik oder Kombination aus verschiedenen Flächenerzeugungstechniken mit digitalem Druck oder Stickerei. Die angehenden Designerinnen und Designer Lisa-Marie Brodka, Michele Lemper und Gia Trinh stehen vor Ort zu Gesprächen und bei Podiumsdiskussionen bereit.

Kreativität geht auf diesem Stand Hand in Hand mit Qualität und Nachhaltigkeit. Vor Ort kann mit den Fachleuten diskutiert werden, wie der Gehalt an Mikroplastik in einem zu bedruckenden T-Shirt minimiert wird.

Foto: Christine Steinem, Anna Koch, Ayman Omar (Firma Brother), Joachim Rees (multiplot), Lisa-Marie Brodka, Gia Phuc Trinh (Studierende) und Michèle Lemper (v.l.n.r.)


Digitaldruck bei der Akademie für Textilveredlung

Stickmaschine der Marke Happy
Ixprom und Partner trafen sich erstmals zum Talk

Wir müssen reden – denn es gibt immer Neuheiten zu entdecken: Unter dem Motto „Let´s talk!“ startete der Textilveredlungs- und Werbeartikelspezialist Ixprom mit Sitz in Tangerhütte in Sachsen-Anhalt ein neues, zweitägiges Hausmesse-Format. Im Mai des Jahres trafen sich erstmals Kunden von Ixprom mit den drei Partner-Ausstellern Karlowsky, Malfini und Texdesign. Die Veranstaltung soll auch am 12. Mai 2023 wieder stattfinden.

Im Mittelpunkt der Hausmesse stand der Austausch unter Experten, Produktvorführungen sowie verschiedene Workshops zu Textilien, Sticktechnik und DTF.

Der Aussteller Texdesign präsentierte Stickmaschinen der Vertriebsmarke Happy. Zu sehen waren Einsteiger-Stickmaschinen mit sieben Nadeln, die neueste Einkopf-Maschine vom Typ HCU1401 sowie die neueste Generation der Mehrkopfmaschinen. Darüber hinaus konnten sich die Gäste über die Punchsoftware Wilcom e4 und die Einspannhilfen von Mighty Hoop und Hoopmaster informieren.

Der Bekleidungshersteller Karlowsky stellte veredelbare Textilien für Hotel und Gastronomie vor. Der tschechische Textilhersteller Malfini gab Einblicke in seine neueste Kollektion aus Werbe- und Promotiontexilien. Auf großes Interesse stieß dabei insbesondere ein hochwertiges Merino T-Shirt für die Veredlung.

Ixprom ist ein Spezialist für die Textilveredlung. Gestickt wird mit Happy-Stickmaschinen, zudem bietet das Unternehmen auch den DTF-Druck an. Speziell für Werbeagenturen und Wiederverkäufer präsentierte sich Ixprom als Dienstleister für Lohndruck und Lohnstick.

Nach dem Erfolg der diesjährigen Premiere wollen die Partner die Hausmesse am 12. Mai 2023 erneut durchführen.

Die Beteiligten der Ixprom-Hausmesse
Die Beteiligten der Ixprom-Hausmesse

 


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Portrait von Sebastian Schade
„Wir nehmen nur noch nachhaltige Produkte neu auf“

21.04.2022: Der Freiburger Stickgarnhersteller Madeira krempelt sein Unternehmen um. Zukünftig sollen neue Produkte nur noch nach Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit entwickelt und ins Lieferprogramm aufgenommen werden. Rebekka Rüth, Leiterin Kommunikation + Event sowie Nachhaltigkeit + Projekte beim baden-württembergischen Textilverband Südwesttextil hat im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts „Textil für Morgen“ den Podcast „Madeira – bunt bestickt, langlebig gedacht“ produziert. Ihr Gesprächspartner Sebastian Schade, Head of Global Marketing bei der Madeira Garnfabrik Rudolf Schmidt KG, spricht darin über Herausforderungen und Entwicklungen beim Thema Nachhaltigkeit. Sein Credo: „Stillstand ist keine Option und wenn sich alles verändert, will ich den Wandel auch aktiv mitgestalten.“

Die drei Fragen von Rebekka Rüth an Sebastian Schade geben einen kurzen Vorgeschmack auf den Podcast.

Rebekka Rüth, Südwesttextil: Nachhaltigkeit: Herausforderung oder Chance für Madeira?

Sebastian Schade, Madeira: Ich sehe Nachhaltigkeit als große Chance für Madeira. Der Trend in diesem Bereich ist inzwischen unumkehrbar geworden. Auch Brands spezifizieren sich immer häufiger mit hohen Anforderungen an die Nachhaltigkeit. Das ist natürlich für uns als kleiner Mittelständler auch eine Herausforderung, doch auf der anderen Seite aus meiner Perspektive gut und richtig. Es ist höchste Zeit für einen konsequenten Richtungswechsel, da sich die Textil- und Bekleidungsindustrie weltweit zu lange um die reine Ergebnismaximierung gekümmert hat. Auch wir haben beim Thema Nachhaltigkeit noch viel zu tun. Doch da brauchen wir uns nicht zu verstecken, denn so geht es sehr vielen. Wir müssen uns an die Aufgaben heranwagen und uns personell und strukturell für die Zukunft aufstellen. Der Umbau der textilen Wertschöpfungskette hin zu umweltschonender und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreicher Produktion ist eine ebenso große wie richtige Herausforderung. Ich bin überzeugt: Wer früh anfängt, hier seine Hausaufgaben zu machen, hat bald messbare Wettbewerbsvorteile.

Rebekka Rüth: Welche Schritte unternehmen Sie beim Thema Nachhaltigkeit?

Sebastian Schade: Im ersten Schritt schauen wir permanent, wie wir in unserem Produktionsprozess Ressourcen einsparen können, beispielsweise in Form von Gas, Strom und Wasser. Ab 2022 nutzen wir 100 Prozent Ökostrom am Standort Freiburg und versuchen selbst, in erneuerbare Energien wie Solar zu investieren. Wir setzen uns ambitionierte Ziele und wollen bis 2035 aus eigenen Verbesserungen heraus klimaneutral werden. Die nächste Achse ist die Langlebigkeit unserer Produkte. Unser Garn hat den Anspruch länger, zu halten als das Kleidungsstück, auf das es gestickt ist. Wir wollen im Vergleich zu Fast Fashion zu den Lieblingsstücken beitragen, die über viele Jahre getragen werden und auf denen die Stickerei dann immer noch toll aussieht. Der dritte Punkt ist, dass wir formal Ökobilanzen erstellen, unseren Carbon Footprint berechnen und den Anteil nachhaltiger Produkte in den nächsten fünf Jahren auf mindestens 50 Prozent des Gesamtsortiments steigern. Wir nehmen nur noch nachhaltige Produkte neu auf und haben unsere Einkaufskriterien verschärft.

Rebekka Rüth: Welche Entwicklungen gibt es im Bereich der Stickgarne?

Sebastian Schade: Wir können mit Stickgarn nicht die ganze Textilindustrie retten. Doch wir wollen so viel wie möglich dazu beitragen, die Stickindustrie nachhaltiger zu machen. Im Produktbereich haben wir die gewisse Ruhe und Zeit in der Pandemie genutzt, um zwei Entwicklungen voranzutreiben, die wir unter dem Label „Madeira Green“ präsentieren. Mit „Sensa Green“ haben wir das erste Stickgarn aus 100 Prozent Tencel Lyocell entwickelt und sind hier stolz, dass wir innerhalb kürzester Zeit im Herzen Europas eine Garnproduktion aufgebaut haben. Die Faser ist vollständig biologisch abbaubar, recycelbar und damit komplett kreislauffähig. Der Großteil des Marktes wird aber nach wie vor von Polyestergarnen dominiert. Um in diesem Bereich nachhaltiger zu werden, setzen wir in der zweiten Entwicklung auf recyceltes Polyester mit GRS-Zertifizierung. Bei Nachhaltigkeit reden wir letztlich immer in Vergleichen. Recyceltes Polyester ist für uns nachhaltiger als das aus neuem Erdöl gewonnene. Wir wollen so sukzessive in unserem gesamten Produktsortiment so nachhaltig wie möglich werden.

Podcast „Madeira – bunt bestickt, langlebig gedacht“

Sebastian Schade zu Gast im Podcast „Textil für Morgen“ von Südwesttextil. Mehr erfahren Sie unter https://textilfuermorgen.podigee.io/6-madeira

Repost aus der Broschüre „Textil für Morgen by Südwesttextil“, Stuttgart 2021. Wir danken Südwesttextil für die Freigabe des Beitrags.


„Wir nehmen nur noch nachhaltige Produkte neu auf“: Alle News gibt es regelmäßig im Newsletter der Aka-Tex.

Das Garn Lifecycle Cotton von AMANN
Kreislauffähige Garne für nachhaltige Textilien

11.04.2022: Jährlich fallen weltweit rund 92 Millionen Tonnen Textilabfälle an. Eine unvorstellbare Zahl aus einem Bericht der „Global Fashion Agenda & the Boston Consulting Group“ aus dem Jahr 2019. Um der Flut der globalen Textilabfälle etwas entgegenzusetzen und der Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht zu werden, entwickelt die AMANN Group ihre Lifecycle Linie nach dem Prinzip einer konsequenten und durchgängigen Kreislaufwirtschaft, auch Cradle to Cradle (C2C) genannt. Das Ergebnis sind nachhaltige Nähfäden und Stickgarne, die am Ende nicht zu Abfall werden, sondern Nährstoff für ein neues Produkt.

Der Garnproduzent AMANN deckt beide Cradle to Cradle-Kreisläufe ab.

Cradle to Cradle ist ein Designprinzip, das Prof. Dr. Michael Braungart und William McDonough in den 1990er Jahren entwickelt haben. C2C beschreibt die potenziell unendliche Zirkulation von Materialien und Nährstoffen in Kreisläufen. Die C2C-Kreislaufwirtschaft steht im Gegensatz zum derzeitigen Geschäftsmodell „Cradle to Grave“, bei dem große Mengen an Abfall anfallen.

C2C besteht aus zwei verschiedenen Kreisläufen: dem biologischen und dem technischen Kreislauf. Im biologischen Kreislauf werden Textilien nach ihrem Gebrauch zu Kompost oder anderen Nährstoffen. Diese bilden wiederum den Rohstoff zur Herstellung neuer Produkte. Auf diese Weise werden alte Produkte nicht zu Abfall, sondern zum Rohstoff für Neues.

Produkte für den technischen Kreislauf werden bereits während des Design- und Entwicklungsprozesses als Ressourcen für die nächste Nutzungsphase als neue Produkte optimiert (Rohstoffhomogenität). Nach der Nutzung können Textilien an den Hersteller zurückgegeben werden, der das Material wieder in neue Produkte für den technischen Kreislauf einbringt.

AMANN mit Sitz in Bönnigheim (Baden-Württemberg) ist eigenen Angaben zufolge der erste Nähfadenhersteller weltweit, der mit seinem Lifecycle Sortiment Nähfäden für beide Kreisläufe anbieten kann. Lifecycle Polyamide, ein Nähfaden aus recyceltem Polyamid 6.6, ist speziell für den technischen Kreislauf entwickelt worden. Er wird aus Textilabfällen hergestellt und verfügt über ausgezeichnete Festigkeits- und Farbechtheitseigenschaften. Lifecycle Cotton, der neue Nähfaden für den biologischen Kreislauf, wird aus extra langstapeliger, mercerisierter Bio-Baumwolle hergestellt und ausschließlich mit kompostierbaren Farbstoffen gefärbt.

Neben der Lifecycle Produktlinie bietet AMANN mit seiner Recycled Produktlinie zudem Nähfäden aus 100 Prozent recycelten, transparenten PET-Flaschen an. Mit diesen beiden nachhaltigen Produktlinien ermöglicht der Garnproduzent seinen Kunden, komplett nachhaltige Produkte zu kreieren. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt hinsichtlich der Reduzierung des Ressourcenverbrauchs.

Hier erfahren Sie mehr über Amanns nachhaltiges Produktsortiment: www.amann.com/de/sustainability/nachhaltiges-produktsortiment/

Das Garn Lifecycle Polyamide von AMANN
Das Garn Lifecycle Polyamide von AMANN

 


Kreislauffähige Garne für nachhaltige Textilien – weitere News gibt es regelmäßig im Aka-Tex-Newsletter

Tajima Stickmaschine
Stichtage bei Mountek in Winterlingen

14.03.2022: Der Stickmaschinenhändler Mountek lädt am 31. März und 1. April zu den so genannten Stichtagen nach Winterlingen ein. Dort sollen die Neuheiten der Tajima-Stickmaschinen und der PULSE-Softwarelösungen gezeigt werden.

Im Mittelpunkt der Präsentationen stehen nach Angaben von Mountek die neuen Möglichkeiten im Hinblick auf Automatisierung und Personalisierung mittels der Softwarelösungen von Pulse. Außerdem sollen die neuesten Generationen der Ein- und Mehrkopfstickmaschinen von Tajima in Aktion gezeigt werden.

Um den aktuellen Hygienekonzepten für Besucherinnen und Besucher gerecht zu werden, bietet Mountek feste Termine an. Diese können je nach Verfügbarkeit über die Webseite gebucht werden.

Zur Buchung hier klicken.


Alle Stickereiseminare der Aka-Tex im Überblick unter https://aka-tex.de/veranstaltungen

Stickgarn auf einer Spule von Gunold
Cotty Bio für Stickereien gemäß GOTS

23.02.2022: Cotty ist ein Klassiker unter den Stickgarnen des Fachhändlers Gunold GmbH. Nun gibt es das Baumwollgarn auch in Bio-Qualität aus 100% langstapeliger, mercerisierter, ägyptischer Baumwolle. Cotty Bio ist ein natürliches Garn mit mattem Glanz und seidenweichem Griff.

„Auf weichfallenden Stoffen, Baumwolle, Leinen, Cord, Filz und Samt wirken naturnahe Garne am besten“, teilt das Unternehmen mit. Die Baumwolle, die für Cotty Bio verwendet wird, ist GOTS zertifiziert angebaut, gezwirnt und gefärbt. Nachgelagerte Prozessschritte wie das Spulen der Endaufmachungen und der Auftrag eines Gleitmittels halten die von GOTS (V6.0) geforderten Grenzwerte für „Zutaten und Accessoires“ ein.

Das neue Bio-Baumwollgarn ist auf recycelte, graue Hülsen gespult. Die Miniking Conen sind nicht in PVC-Folie eingeschweißt und somit schonend für die Umwelt. Das Garn wird in der Stärke 30 und in 10 Farben angeboten. Die Farben „sind absolut identisch mit unserer Cotty-Farbkarte“, teilt das Unternehmen mit.

Der Stickereifachhändler Gunold GmbH führt in seinem Sortiment Obergarne, Untergarne, Vliese, Folien, Effektstoffe, Nadeln und Zubehör für die Stickereiindustrie. Gunold ist Partner der Akademie für Textilveredlung.

www.gunold.de


Cotty Bio für Stickereien gemäß GOTS: Stickerei-Seminare in Kooperation mit der Gunold GmbH im Überblick

Unternehmenssitz von Lynka
Lynka erhält das GOTS-Zertifikat

08.02.2022: Immer mehr Textildruckerei lassen sich nach dem GOTS-Standard zertifizieren – auch in Polen. So hat Lynka, einer der größten Textilveredlungsbetriebe Europas mit Sitz in Krakau, den Abschluss seines ersten GOTS-Audits bekannt gegeben.

Die Zertifizierung nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde bei Lynka von der Prüfstelle Control Union durchgeführt. Lynka erfüllt damit die strengen Anforderungen des Industriestandards. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen zukünftig sowohl Druck- als auch Sticklösungen angeboten werden, die nun auch als biologisch eingestuft werden. Weitere Kriterien, die Lynka erfüllen musste, um die Zertifizierung GOTS positiv abzuschließen, betrafen ein sicheres Arbeitsumfeld, die Achtung der Rechte von Arbeitnehmern, ethisches Handeln und Umweltschutz.

Lynka ist einer der führenden Anbieter von Unternehmens-, Freizeit- und Sportbekleidung. Das 1992 in Krakau gegründete Unternehmen beliefert eigenen Angaben zufolge aus seinem 10.000 Quadratmeter großen Werk Kunden in 32 europäischen Ländern. Das Unternehmen verfügt über eine breite Palette von Fertigprodukten und Zubehör und bietet auch verschiedene Formen der Dekoration an. Seit 2021 bietet Lynka Leistungen im Bereich Print on Demand sowie logistische Unterstützung für diesen Prozess an.

Lynka ist eines der wenigen Unternehmen in Europa, das von WRAP (Worldwide Apparel Responsible Production) zertifiziert wurde. Im Jahr 2021 erhielt das Unternehmen nach dem siebten WRAP-Audit erneut das Gold-Zertifikat für verantwortungsvolle und ethische Produktion. Das Unternehmen hat außerdem das UN Global Compact unterzeichnet. „Die von unabhängigen Unternehmen durchgeführten Audits sind für unsere Kunden die Garantie dafür, dass sie neben der ausgezeichneten Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen auch mit einem ethischen und verantwortungsvollen Geschäftspartner zusammenarbeiten“, teilt das Unternehmen mit.

Über den GOTS-Standard

Der Global Organic Textile Standard ist der führende und international anerkannte Textilverarbeitungsstandard für Bio-Fasern, der ökologische und soziale Kriterien vereint und durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Bio-Lieferkette unterstützt wird. GOTS deckt die gesamte Faserverarbeitung (einschließlich Spinnen, Stricken, Weben, Färben und Herstellung) von Bekleidung und Heimtextilien aus zertifizierten Bio-Fasern (wie Bio-Baumwolle und Bio-Wolle) ab und umfasst sowohl ökologische als auch soziale Kriterien.

Eine umweltfreundliche Produktion ist einer der wichtigsten Aspekte der GOTS-Zertifizierung. Zu den wichtigsten Grundsätzen gehört das Verbot von gentechnisch veränderten Produkten (GVO) und hochgefährlichen Chemikalien (z. B. Formaldehyd). Nach diesem Kriterium sollten Waren unter möglichst geringer Verwendung Einsatz von Chemikalien und mit einem angemessenen Grad an Ungiftigkeit und biologischer Abbaubarkeit hergestellt werden. Zu den sozialen Kriterien zählen ein absolutes Verbot der Beschäftigung von Minderjährigen und hohe Standards für das Management in der sozialen und ökologischen Verantwortung der Unternehmen.

Sein ökologisches und soziales Engagement dokumentiert Lynka in einem Nachhaltigkeitsbericht, der online zum Download zur Verfügung steht: https://lynka.eu/csr


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Drei Menschen in einem Gespräch bei Walz Solutions
Neugründung der Walz Solutions GmbH für Stick und Druck

17.12.2021: Seit 1977 bietet die Heinz Walz GmbH Textilmaschinen und den dazugehörigen Service für die Textilveredlerbranche. Schwerpunkte waren bisher insbesondere der exklusive Vertrieb von ZSK Stickmaschinen sowie Herstellung und Vertrieb der Schenk Siebdruckmaschinen. Nach einer Neuausrichtung der geschäftlichen Aktivitäten aufgrund von personellen sowie privaten Veränderungen im Unternehmen entstand zum 16.03.2021 die neue Gesellschaft Walz Solutions GmbH.

Geschäftsführer des neugegründeten Handelsunternehmens ist Mario Ribeiro, der bereits seit 30 Jahren in der Branche tätig ist. Walz Solutions übernimmt alle Aktivitäten rund um den Bereich Stickmaschinen, Digital- und Siebdruck in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Belgien, Niederlande und Luxembourg. Der Maschinenhersteller ZSK Stickmaschinen sieht die Bündelung des Know-hows und des Services sowie die Weiterführung der langjährig aufgebauten Kundenbeziehungen mit der Walz Solutions GmbH als vorteilhaft. Zu den weiteren Handelsmarken zählen Ricoh, Brother, Smake, Sifamir und Aeoon.

Wie Walz Solutions mitteilt, sind alle früheren Walz-Mitarbeiter weiterhin mit an Bord des neuen Unternehmens. Zudem seien bereits weitere neue Kolleginnen und Kollegen im Service und Vertrieb eingestellt worden. Eine weitere personelle Aufstockung sei fest eingeplant.

Als Fachhändler will Walz für die Kunden Bedarfsanalysen anhand individueller Kundenanforderungen erstellen und Beratung zu Maschinentypen und Ausstattung bis hin zu kompletten Workflow-Lösungen, Wartung und Instandhaltung anbieten. So sollen Textilveredlungsbetriebe passgenaue Lösungen für ihre Anforderungen erhalten. Hierbei stehen Mitarbeiter an den Standorten in Pfullingen, Krefeld, Plauen sowie den Niederlanden bereit. Weitere Standorte sollen hinzukommen.

Am 14. und 15. Februar 2022 unterstützt Walz Solutions die beiden Stickerei-Seminare an der baden-württembergischen Bildungstätte GATEX in Bad Säckingen. Der Maschinenhändler stellt eine Stickmaschine von ZSK für praktische Vorführungen zur Verfügung.

www.walz-solutions.de

Stickgarn aus Biobaumwolle
Neues Stickgarn aus Bio-Baumwolle

15.12.2021: Cotty Bio heißt das neue Stickgarn von Gunold, das aus ägyptischer, GOTS zertifizierter Bio-Baumwolle hergestellt und gemäß Oeko-Tex Standard 100 zertifiziert ist. Das nachhaltige Baumwollgarn eignet sich für Stickereien und Ziernähte.

Wie die Gunold GmbH mitteilt, werden die von GOTS (V6.0) geforderten Grenzwerte für „Zutaten und Accessoires“ in der Herstellung des Garns in allen Prozessschritten eingehalten. Dazu zählt zum Beispiel das Spulen der Endaufmachungen. „Intensiv durchgeführte Tests garantieren die gleich hohen Laufeigenschaften von Cotty Bio wie beim herkömmlichen Cotty“, teilt Gunold mit. Das neue Bio-Baumwollgarn wird aktuell in zehn modernen Farben und in der Stärke Nm 50/2; dtex 200*2 angeboten.

Mit Cotty Bio erhalten die Stickereibetriebe ein Angebot zu mehr ganzheitlicher Nachhaltigkeit auch bei Stick- und Effektgarnen.

www.gunold.de

Foto: Reiner Knochel


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