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Hochschulprojekt entwickelt Garne aus 100 Prozent Recyclingmaterial

Das Forschungsprojekt „Knitcycle“ an der Hochschule Niederrhein (HSNR) zeigt, dass hochwertiges Textilrecycling technisch möglich ist. In Kooperation mit dem Flachstrickspezialisten Bache Innovative entwickelte das Forschungsteam Strickgarne, die aus bis zu 100 Prozent Recyclingmaterial bestehen. Die Garne lassen sich erneut zu hochwertigen Textilien verarbeiten.

Weltweit landen derzeit rund 87 Prozent der Textilabfälle auf Deponien oder werden verbrannt. Gleichzeitig wird recyceltes Material häufig nur für minderwertige Anwendungen eingesetzt. Genau hier setzt das Projekt an. Ziel war es, die Recyclingfähigkeit von Strickprodukten bereits in der Design- und Entwicklungsphase gezielt zu verbessern – im Sinne eines „Design for Recycling“.

Im Fokus der Forschung standen unter anderem Materialauswahl, Produktgestaltung und Bindungskonstruktionen. Ergänzend untersuchte das Forschungsteam zentrale Parameter des mechanischen Recyclingprozesses. Zum Einsatz kam dabei eine durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Reißmaschine.

Unterstützt wurde das Projekt von den assoziierten Partnern Textechno H. Stein GmbH & Co. KG, die Unterstützung bei der Analyse und Bewertung der Faserqualität gaben, sowie Turns Faserkreisläufe, die ihre Expertise im Bereich des hochwertigen Recyclings einbrachten. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Bereits in der Produktentwicklung getroffene Entscheidungen haben erheblichen Einfluss auf die spätere Wiederverwertbarkeit von Textilien. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung neuer Strickgarne, die vollständig aus recycelten Fasern bestehen und dennoch die Anforderungen an hochwertige Textilien erfüllen. Damit ist es erstmals gelungen, den Materialkreislauf im Strickbereich weitgehend zu schließen.

„Die Branche steht vor einem grundlegenden Wandel“

„Die Branche steht vor einem grundlegenden Wandel: Hochwertiges Recycling ist möglich, derzeit aber noch deutlich kostenintensiver als die Herstellung von Neuware. Genau hier braucht es Innovationen und ein Umdenken Referat Hochschulkommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagt Professorin Ellen Bendt, die das Projekt an der HSNR leitete.
Insbesondere für regionale Produzenten ergeben sich neue Perspektiven: Produktionsreste und textile Abfälle könnten künftig effizienter wiederverwertet und in den Materialkreislauf zurückgeführt werden. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen, Recyclingprozesse wirtschaftlicher zu gestalten und breiter zu etablieren. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen in einem Folgeprojekt weiter vertieft werden. Angesichts begrenzter Ressourcen wird die mehrfache Nutzung von Materialien künftig eine zentrale Rolle für die textile Industrie spielen.

Das Forschungsprojekt „Knitcycle“…

… wurde am hochschuleigenen Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein durchgeführt. Es beschäftigte sich mit innovativen Ansätzen zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Strickprodukten im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderte das Projekt über zwei Jahre mit insgesamt rund 290.000 Euro.

Foto: Das Team der Hochschule Niederrhein zu Besuch bei der Firma Bache GmbH.


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HAKRO Merchandise LabelFree
Kool Savas setzt auf Merchandise von HAKRO

Der Corporate-Wear-Hersteller HAKRO hat sein Portfolio erweitert und eine hochwertige Label-Free-Kollektion auf den Markt gebracht. Die Artikel richten sich speziell an Unternehmen, Marken und Künstler. Damit etabliert das 1969 gegründete Familienunternehmen ein Merchandise-Angebot in industriewaschfester MIKRALINAR‑Eco-Heavy-Qualität – ein Novum im Markt. Als erster prominenter Kunde setzt der Rapper Kool Savas auf die neuen Produkte.

Mit der Label-Free-Kollektion überträgt HAKRO seine hohen Qualitätsstandards aus der Corporate Wear in ein zunehmend professionelles Merchandise-Umfeld. Als einziger Anbieter fertigt HAKRO Label-Free-Textilien in der MIKRALINAR‑ECO-Heavy-Qualität. Das Material besteht aus 50 Prozent Baumwolle und 50 Prozent GRS-zertifiziertem, recyceltem Polyester, nach DIN EN ISO 15797 für die Industriewäsche zertifiziert und mit dem staatlichen Siegel „Grüner Knopf“ ausgezeichnet. GRS steht für den Global Recycled Standard und ist ein Siegel für recycelte Textilien.

„Während klassische Label-Free-Artikel nur in Basisqualitäten angeboten werden, schließt HAKRO erstmals die Lücke zwischen Branding-Freiheit und hochwertiger Textilqualität“, erklärt Danny Jüngling, Mitglied der HAKRO Geschäftsleitung. „Unsere Produkte sind farbecht und formstabil, industriewaschfest und damit auf einem Niveau, das im Corporate-Bereich höchsten Anforderungen entspricht – im Merchandise aber bislang fehlte.“

Nachhaltige Merch-Textilien mit Siegel

Die Label-Free-Kollektion ist ab sofort über das HAKRO Fachhandelsnetz erhältlich. Für größere Artist-Kollektionen bietet HAKRO auch Unterstützung an. Die Kollektion richtet sich an Unternehmen, Marken und Künstler, die die Bekleidung individuell veredeln und vollständig unter eigenem Namen vertreiben möchten. „Wer Mitarbeitende mit hochwertiger Arbeitskleidung ausstattet, sendet eine klare Botschaft der Wertschätzung. Dasselbe gilt für alle, die Merchandise-Artikel an ihre Fans verkaufen“, ergänzt Danny Jüngling. „Mit unserer neuen Kollektion ermöglichen wir es den Brands und Künstlern, genau diese Botschaft zu transportieren – mit einer Qualität, die hält.“

Die gesamte Kollektion trägt seit 2020 den „Grünen Knopf“, das staatliche Siegel zur Kennzeichnung von nachhaltigen Textilien. Zudem erreichte HAKRO 2024 den „Fair Wear Leader“-Status.

Kool Savas als prominenter Partner

Die HAKRO Qualität überzeugt bereits prominente Kunden: 2025 war das Unternehmen offizieller Merchandising-Partner der „50 Jahre“-Tour von Kool Savas und stattete zudem seine gesamte Crew aus. Der Künstler zeigt sich begeistert: „Ich schätze die Zusammenarbeit mit HAKRO sehr. Das Team setzt – genau wie ich – auf Qualität und Langlebigkeit. Das ist ein Perfect Match. Seit ich beim Merchandise auf HAKRO umgestiegen bin, gehören Reklamationen der Vergangenheit an.“

Aus der Zusammenarbeit ist eine Markenkampagne entstanden, die von Jung von Matt LIMMAT (Konzept und Kreation) und CONFGRD aus Stuttgart (Strategie und Beratung) entwickelt wurde. Die Kampagne für den DACH-Raum läuft seit März auf verschiedenen Social-Media-Kanälen. Sie wird zum Ende des Monats um eine generelle Label-Free-Kommunikation ergänzt.


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DTF-Pannenhelfer-Lynx2_1200x800
Die DTF-Pannenhelfer sind auf der Straße

Die wirtschaftliche Lage hat es in sich, Investitionen werden überall zurückgestellt. Das beobachtet Philipp Klinger, Geschäftsführer von Lynx Deutschland, schon seit etlichen Monaten. „Wir verkaufen derzeit deutlich weniger Systeme oder Maschinen in den Markt als noch vor einem oder zwei Jahren. Die Kriege, die Lieferketten, die fehlenden Fachkräfte und viele weitere Faktoren führen dazu, dass die Druckdienstleister ihre alten Systeme am Laufen halten.“ Und diese Systeme brauchen Service.

Aus diesem Grund startet Lynx Deutschland nun mit einer bundesweiten Service-Initiative. Das Unternehmen will Textildruckereien bei Maschinenstillstand oder Reparatur von alten Systemen bei Service und Wartung helfen. „Wir bekommen viele Hilferufe von verzweifelten DTF-Anwendern, weil deren Maschinen stillstehen, weil Servicepersonal im Markt fehlt oder die Systemhäuser ihren Service vor Ort aus verschiedenen Gründen eingestellt haben. Aus diesem Grund sind wir seit geraumer Zeit ständig unterwegs und helfen. Das brachte uns auf die Idee, die Initiative „DTF-Pannenhelfer“ zu starten und den Service noch weiter zu verstärken.“

Klinger und sein Team wollen den Druckdienstleistern in den schwierigen Zeiten helfen, deren Geschäfte am Laufen zu halten. Zugleich will Lynx Deutschland die Textilveredlungsbetriebe bei Prozessoptimierungen unterstützen.

Hinweis: Das Symbolbild wurde von Lynx Deutschland mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.


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Cotton Classics Roadshow wurde zur Rekordtour

Die diesjährige Cotton Classics Roadshow war die bislang größte Tour ihrer Geschichte. Von Januar bis März 2026 machte die mobile Branchenveranstaltung in acht Ländern und 19 Städten Halt. Nach Angaben des Veranstalters und Textilgroßhändlers Cotton Classics zog die Roadshow erneut mehr als 4.000 Fachbesucher aus Werbemittelhandel, Textildruck, Stickerei, Arbeitsbekleidung, Merchandising und E-Commerce an. Über 50 Marken präsentierten mehr als 400 Produktneuheiten und sorgten für intensive Gespräche sowie neue Impulse zum Jahresauftakt für die Branche.

Neue Marken, bewährtes Konzept

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die große Vielfalt an Produkten und Kollektionen. Fachhändler nutzten die Gelegenheit, Neuheiten direkt vor ihrer Haustüre zu erleben, Materialien zu vergleichen und sich mit Markenvertretern sowie dem Cotton Classics Team auszutauschen. Erstmals führte die Roadshow auch nach Italien. Die Station in Mailand wurde von Fachhändlern und Markenpartnern gut aufgenommen. Sie ergänzte das erfolgreiche Tourprogramm in Deutschland, Österreich, Tschechien, Kroatien, Slowakei, Slowenien und der Schweiz.

Besonderes Interesse galt in diesem Jahr den neu in das Cotton Classics Portfolio aufgenommenen Marken aus der New Wave Gruppe. Der schwedische New Wave Konzern hat den österreichischen Großhändler Cotton Classics im Sommer 2025 übernommen. Die Marken Craft, Clique, Cutter & Buck, James Harvest, J.Harvest & Frost, Printer und Projob erweitern seither das Sortiment im Bereich Corporate Fashion, Workwear und Promotiontextilien.

Besuchermagnet: die neue Marke „Untagged Movement“

Großen Zuspruch erhielt auch die neue nachhaltige Merch- und Lifestyle-Marke Untagged Movement von New Wave. Hunderte Händler nahmen die Kollektion im Detail unter die Lupe. Die Besucherinnen und Besucher informierten sich intensiv über Material, Farbvielfalt und Einsatzmöglichkeiten für modernes Merchandising.

„Die Roadshow ist für uns jedes Jahr der perfekte Auftakt und war für mich persönlich ein beeindruckender Start“, sagt Kathrin Zlousic, die seit Beginn dieses Jahres neue CEO von Cotton Classics ist. „Dass wir erneut so viele Besucher begrüßen durften, bestätigt uns in unserem Konzept. Der persönliche Austausch mit unseren Kunden und Lieferanten ist mir dabei besonders wichtig und unterstreicht unsere Philosophie: We care. You sell.“

Auch Tobias Seidel, verantwortlich für Vertrieb und Marketing, zieht ein positives Fazit: „Es ist jedes Jahr faszinierend zu sehen, wie unsere Kunden die Neuheiten erleben und Inspiration für ihr Geschäft mit nach Hause nehmen. Genau das macht die Roadshow so einzigartig.“

Die Planungen für die Roadshow 2027 sind bereits in vollem Gange. Cotton Classics bleibt seinem Anspruch treu, der Branche Jahr für Jahr ein unvergleichliches Event zu bieten.


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Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch legt Amt beim ZVSL nieder

Die Bundesinnungsmeisterin des Zentralverbandes Schilder und Lichtreklame (ZVSL), Martina Gralki-Brosch, hat ihr Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Damit endet eine 15-jährige Amtszeit an der Spitze des Berufsverbandes sowie mehr als drei Jahrzehnte berufspolitisches Engagement für das Handwerk.

Die Entscheidung folgte aus persönlichen Gründen, auch um einen Generationenwechsel einzuleiten. Mit ihrem Rücktritt schließt sich zugleich ein Abschnitt, der die Entwicklung des Gewerks in besonderer Weise geprägt hat. In ihre Amtszeit fällt insbesondere die Wiedereinführung der Meisterpflicht nach rund zwanzigjähriger Meisterfreiheit. Dies ist bis heute ein zentraler Bezugspunkt in der Entwicklung des Gewerks.

Für ihre Verdienste wurde Martina Gralki-Brosch im Jahr 2023 mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet, der höchsten Ehrung des deutschen Handwerks. Diese Auszeichnung steht zugleich stellvertretend für ein langjähriges ehrenamtlichen Engagement, das weit über das übliche Maß hinausgeht. Über einen Zeitraum von 35 Jahren hat sie Verantwortung im Handwerk übernommen und dabei Familie, einen eigenen Betrieb und berufspolitischen Ehrenamt miteinander verbunden. Ihr Wirken ist damit nicht nur Ausdruck persönlicher Einsatzbereitschaft, sondern beispielhaft für das Selbstverständnis des Handwerks insgesamt. Zugleich steht ihr Weg für eine Entwicklung, die das Gesamthandwerk zunehmend prägt: Frauen übernehmen Verantwortung und führen selbstverständlich auch an der Spitze von Gewerken, die lange als männerdominiert galten.

Der Zentralverband wird ihr Wirken in dankbarer und positiver Erinnerung behalten. Die Arbeitsfähigkeit des Zentralverbandes ist uneingeschränkt gewährleistet. Die laufenden Aufgaben und Projekte werden ohne Einschränkung fortgeführt. Bis zur turnusgemäßen Neuwahl führen satzungsgemäß die stellvertretenden Bundesinnungsmeister bzw. -meisterin den Verband. Dies sind derzeit Manuela Heun-Roth und Frank Berenbrinker.


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5,5 Millionen Kilowattstunden für SETEX-Textil

Der Textilproduzent SETEX-Textil stellt gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern den Solarpark Dingden vor. Die Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 6.577,2 kWp (6,5 MWp) und 9.396 Modulen ist im Januar 2026 planmäßig in Betrieb gegangen. Zukünftig soll sie jährlich etwa 5,5 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom liefern. Davon werden nach aktueller Planung rund 65 Prozent des erzeugten Solarstroms direkt am Standort SETEX-Textil in Dingden verbraucht. Der übrige Anteil wird in das Netz eingespeist. Die rechnerische Klimawirkung liegt – je nach zugrunde gelegtem Emissionsfaktor – bei rund 3.711 Tonnen CO₂ pro Jahr.

Der Solarpark ist als Gemeinschaftsprojekt umgesetzt worden. Bauherr und Betreiber ist die SBS Sonnen GmbH & Co. KG, die das Projekt als Auftraggeberin für die SETEX-Textil GmbH realisiert. Die Realisierung der Anlage verantwortete B&W Energy GmbH & Co. KG. Für die elektrische Infrastruktur und Netzanbindung inklusive Schutz- und Regeltechnik zeichnete Omexom Elektrobau GmbH verantwortlich. Westnetz GmbH begleitete als Netzbetreiber die Abnahmen und die Inbetriebnahme der Netzanbindung.

Technische Eckdaten und Anlagenkonzept

Der Solarpark Dingden setzt auf eine aufgeständerte Konstruktion mit 15 Grad Neigungswinkel und eine Ost-West-Ausrichtung, um die Stromproduktion gleichmäßiger über den Tagesverlauf zu verteilen. Das Konzept ist darauf ausgelegt, erneuerbare Erzeugung am Standort dauerhaft nutzbar zu machen und zugleich die Anforderungen an Netzstabilität, Schutzkonzept und Betriebsführung zu erfüllen.

Flächennutzung und Mehrwert vor Ort

Das Projektgebiet umfasst insgesamt 5,2 Hektar. Davon entfallen rund 3 Hektar auf die belegte Fläche, die sich mit 29.187 m² beziffern lässt. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist die Fläche für eine klassische landwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet. Durch die Nutzung als PV-Standort bleibt sie unversiegelt und kann weiterhin als Weidefläche genutzt werden. Zusätzlich darf das Areal für die Kommune nun als Überschwemmungsfläche genutzt werden.

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme

Der Weg zur Inbetriebnahme folgte einem klaren Ablauf. Nach Rammplan und Standsicherheitsnachweis sowie der Bestellung und Prüfung der Unterkonstruktion wurden Fläche und Zaunbau vorbereitet. Es schlossen sich Baustelleneinrichtung, Anlieferung, Rammarbeiten und Montage von Unterkonstruktion und Modulen an. Danach erfolgten die Integration der Wechselrichter und die DC-Verschaltung, bevor die Mittelspannungsstation geliefert und aufgebaut wurde. Den Abschluss bildeten Abnahme und Inbetriebnahme – im Januar 2026 ging die Anlage planmäßig ans Netz.

Energieinfrastruktur von Trafostation bis Fernwirktechnik

Omexom realisierte die elektrotechnische Anbindung und die erforderliche Energieinfrastruktur so, dass die Erzeugung aus der neuen Freiflächenanlage und die Bestandsanlagen am Standort gemeinsam zuverlässig geführt werden können. Dazu gehörten die Lieferung einer neuen 10-kV-Übergabestation nach Kundenwunsch sowie die Trassenplanung für die Anbindung zwischen Übergabestation und Firmengelände. Zwischen PV-Park und Betriebsgelände wurden die Mittelspannungsverkabelung und die LWL-Verkabelung umgesetzt. Parallel installierte Omexom die Fernwirktechnik und die PV-Regelung für Bestandsanlage und neue Freiflächenanlage und baute eine separate IT-Netzwerkstruktur auf, die Bestandsanlagen, Übergabe und PV-Freifläche sauber voneinander abgrenzt und gleichzeitig verlässlich verbindet. Außerdem wurden alle Bestands-Trafostationen auf dem SETEX-Werksgelände auf 10 kV ausgebunden und an der neuen Übergabestation angeschlossen. Schutzprüfungen des 10-kV-Übergabeschutzes sowie des über- und untergeordneten Netzschutzes ergänzten das Leistungspaket; sämtliche Abnahmen und Inbetriebnahmen erfolgten gemeinsam mit Westnetz und B&W.

„Mit dem Solarpark Dingden erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Energie am Standort spürbar und schaffen eine belastbare Basis für die nächsten Schritte unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Entscheidend war dabei nicht nur die Anlagenleistung, sondern die saubere Integration ins Werksnetz inklusive Regelung, Schutzkonzept und Betriebsführung. Das Projekt zeigt, dass industrielle Anforderungen und Energiewende in der Praxis zusammengehen – wenn Planung, Umsetzung und Netzkoordination stimmen“, sagt Matthias Bußhaus, Assistent der Geschäftsleitung, SETEX-Textil GmbH

Grünstromstrategie am Standort

SETEX ergänzt die Eigenerzeugung aus Photovoltaik durch weitere Grünstrombausteine. Seit Anfang 2024 setzt das Unternehmen zusätzlich auf ein Power Purchase Agreement (PPA) mit dem Berliner Grünstrom-Start-up trawa und nutzt damit Strom aus deutschen Wind- und Solarparks. Der Solarpark Dingden ist ein weiterer Schritt, um erneuerbare Erzeugung am Standort langfristig zu verankern und die Versorgung strukturell nachhaltiger auszurichten.

Die SETEX-Textil GmbH mit Hauptsitz in Hamminkeln-Dingden zählt zu den deutschen Textilherstellern mit einer weitgehend integrierten Wertschöpfung am Standort. Das Unternehmen entwickelt und produziert Textilien für unterschiedliche Anwendungen und setzt dabei auf moderne, ressourcenschonende Prozesse. Mit Investitionen in Effizienz, Digitalisierung und nachhaltige Energieversorgung verfolgt SETEX das Ziel, die eigene Produktion langfristig zukunftsfähig aufzustellen. In der Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie setzt SETEX auf die Kombination aus eigenerzeugtem Solarstrom, hoher Eigenverbrauchsquote und ergänzender Beschaffung von Grünstrom, um Emissionen dauerhaft zu senken und die Versorgung am Standort resilienter zu machen. Der Solarpark Dingden ist dabei ein zentraler Baustein, um erneuerbare Erzeugung lokal zu verankern und planbar in den Betrieb zu integrieren.


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Embossing Prägedruck von Rogac aus Slowenien
Prägedruck als Service für den Werbemittelhandel

Dreidimensionale Prägedrucke auf Sweatshirts und Jacken hinterlassen einen prägenden Eindruck. Was bisher vor allem im Einzelhandel zu finden war, erhält auch zunehmend Einzug in die Werbemittel- und Textilveredlungsbranche. Der Druckdienstleister Rogac aus Slowenien bietet das als Embossing bezeichnete Verfahren jetzt auch dem Werbemittelhandel und Wiederverkäufern europaweit an.

Embossing – auf Deutsch so viel wie Einprägen – ist wie eine Art Stempeldruck und hinterlässt auf Textilien eine dreidimensionale Struktur. Möglich ist beispielsweise das Einprägen einer Schrift oder eines einfachen Logos, das Ton in Ton auf dem Textil erscheint. Einzige Voraussetzung für einen langlebigen Eindruck ist eine Textilie mit einer schwereren Grammatur wie Sweater oder Softshelljacken. Je dicker ein Stoff ist, umso deutlicher erscheint der Prägedruck. Embossing Prägedruck von Rogac aus Slowenien

Bei dem Embossing-Verfahren wird ein erhitzter Stempel oder eine Druckplatte auf den Stoff gepresst. Das negative Design des Stempels bildet sich somit positiv auf dem Stoff ab. Mithilfe von Silikon, das bei der Prägung in die Textilstruktur eingebracht wird, ist die Prägung stabil. Das Textil ist anschließend waschfest.

Der slowenische Veredlungsbetrieb Rogac bietet mit seinen 60 Mitarbeitenden bereits seit 1993 Textildruck und Stickerei an und ist Partner des europäischen Werbemittelhandels. Mit der neuen Technologie des Prägedrucks will Geschäftsführer Boris Bauman nun seine Kunden im wahrsten Sinne des Wortes beeindrucken.

Embossing Prägedruck auf Werbetextilien und Sweatshirts von Rogac aus SlowenienFür das Verfahren benötigt das Unternehmen vektorisierte Daten zum Beispiel als PDF- oder EPS-Dateien. Aus diesen Daten erstellt das Team von Rogac ein Klischee. Dieses besteht aus einer positiven und einer negativen Seite.

Das Werkzeug des Prägens auf das Textil ist eine speziell eingerichtete Transferpresse mit einer Halterung für die Druckklischees. „Aufgrund dieser aufwändigen Vorbereitung des Prägestempels lohnt sich das Verfahren ab einer Stückzahl von 20 Kleidungsstücken. Der Werbemittelhandel kann damit seine Kunden bereits mit kleinen Auftragsmengen überzeugen“, erklärt Boris Bauman.


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Azubis von Fruit of the Loom
Lokales Sozial-Engagement von Fruit of the Loom in Kaiserslautern

Das Team von Fruit of the Loom beweist seine lokale Verbundenheit und unterstützt in Kaiserslautern gleich doppelt. Mit gezielten Aktionen kamen sowohl dem Caritas-Förderzentrum St. Christophorus als auch der Tierhilfe Pfalz e.V. dringend benötigte Spenden zugute.

Lokales Engagement wird im Rahmen der „Threads of Change“-Philosophie und der gleichnamigen fortlaufenden Kampagne groß geschrieben. So werden jedes Jahr besondere Organisationen mit Charity-Aktionen unterstützt.

Auszubildende organisieren Spendenverkauf für Obdachlose

Die Auszubildenden von Fruit of the Loom organisierten eigenständig einen Musterverkauf für die Belegschaft. Dabei kam eine Spendensumme von 2.039 Euro zusammen. Der gesamte Erlös wurde an das Caritas-Förderzentrum St. Christophorus, eine Obdachloseneinrichtung in Kaiserslautern, gespendet. Zusätzlich zur Geldspende statteten die Azubis die Einrichtung mit warmer Kleidung für den Winter aus. Das Förderzentrum ist auf Spenden angewiesen, um Menschen in Not mit warmen Mahlzeiten, Hygieneartikeln und anderen lebensnotwendigen Dingen zu versorgen.

Übergabe_Tierhilfe
Hilfe für Vierbeiner: Fruit of the Loom unterstützt die Tierhilfe Pfalz e.V. mit dringend benötigten Futter- und Sachspenden.

Unterstützung für heimatlose Tiere

Im Rahmen einer weiteren Spendenaktion sammelten die Mitarbeiter von Fruit of the Loom Geld- und Sachspenden für die Tierhilfe Pfalz e.V. Der Verein hilft Tieren in Not, hauptsächlich Katzen und Hunden, in der Region Kaiserslautern. Einen besonderen Einblick in die ehrenamtliche Arbeit gewährte die Tierhilfe Pfalz den Mitarbeitenden von Fruit of the Loom in einem der von Freiwilligen betreuten „Katzenhäuser“. Die Arbeit umfasst neben der Unterbringung auch die Versorgung mit Futter, Wasser, Spielzeug, Streicheleinheiten und teurer medizinischer Behandlung. Zur Finanzierung betreibt der Verein unter anderem einen Flohmarktladen und ein Katzenhotel.

Gelebte Unternehmenswerte

Diese Aktionen unterstreichen die Unternehmenswerte von Fruit of the Loom, zu denen neben der Textilproduktion auch ein soziales und ökologisches Bewusstsein gehört. Fruit of the Loom legt großen Wert auf eine faire Produktion und die Verwendung nachhaltiger Materialien und Technologien.

Im 24. September 2026 ist Fruit of the Loom bereits zum dritten Mal Gastgeber der DTF Convention N°3.


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Prüfdienstleister Hohenstein sorgt für sichere und nachhaltigere Produkte

Seit 80 Jahren steht Hohenstein für unabhängige Prüfungen, wissenschaftliche Kompetenz und praxisnahe Lösungen. Als international tätiger Prüf- und Forschungsdienstleister unterstützt das Unternehmen Hersteller und Marken dabei, Textilien, feste Konsumgüter und Medizinprodukte sicher, nachhaltiger und marktfähig zu machen.

Mit globaler Präsenz und interdisziplinärer Expertise begleitet Hohenstein seine Kunden. Dies gilt von der Herstellung bis zur Markteinführung von Produkten in einem Umfeld wachsender regulatorischer und gesellschaftlicher Anforderungen.

Pioniere der Textilsicherheit

Gegründet wurde Hohenstein 1946 von Otto Mecheels als Forschungsinstitut für Textilindustrie und Bekleidungsphysiologie. Von Beginn an verband das Institut wissenschaftliche Forschung mit praktischer Anwendung. Dieser Ansatz prägt Hohenstein bis heute. Erste Reihenmessungen für Körpermaßtabellen legten den Grundstein der Passform-Expertise. Wissenstransfer, Forschung, Lehre und Prüfung gingen dabei stets Hand in Hand. 1962 übernahm Jürgen Mecheels die Leitung des Instituts. In dieser Phase entwickelte Hohenstein neue Prüfmethoden und wurde zur Schnittstelle zwischen Textilien, Mikrobiologie und Verbraucherschutz.
Ein Meilenstein folgte 1992: Hohenstein setzte als Gründungsmitglied von OEKO-TEX Maßstäbe für sichere und nachhaltigere Textilien.

Dynamischer Wandel

1995 begann mit Stefan Mecheels die konsequente internationale Ausrichtung Hohensteins. Neue Labore in Hongkong, Indien und Bangladesch erweiterten das Netzwerk. Parallel entwickelte sich die Hohenstein-Academy zu einer festen Größe für Weiterbildung. Heute wird das Unternehmen von zwei externen CEOs geführt – flankiert von einem Familienbeirat.
„2025 habe ich die Leitung bewusst in die Hände von Menschen gelegt, denen meine Familie und ich vertrauen“, erklärt Stefan Mecheels. „Auch nach 80 Jahren steht Hohenstein damit für Kontinuität und Verantwortung – und zugleich für neue Impulse und Innovationen.“

Unter der Führung von Stefan Droste und Timo Hammer hat Hohenstein sein Portfolio strategisch erweitert. Neben Textilien gehören heute auch feste Konsumgüter (Hardlines) und Medizinprodukte zu den zentralen Prüfbereichen. Hohenstein begleitet seine Kunden individuell von der Prüfung über die Zertifizierung bis zur Markteinführung und sorgt für sichere und vertrauenswürdige Produkte weltweit.

„Für uns bedeutet Exzellenz mehr als das Erfüllen von Standards“, sagt CEO Stefan Droste. „Unsere Prüfungen und Zertifizierungen schaffen Vertrauen – bei unseren Partnern ebenso wie bei den Menschen, die die Produkte nutzen.“ Entsprechend engagiert sich Hohenstein unter anderem in der OEKO-TEX Gemeinschaft, in der Normungsarbeit, bei der Entwicklung neuer Prüfverfahren und in der Erforschung nachhaltiger Prozesse.

Neue Standards setzen

Mit einem globalen Netzwerk in mehr als 50 Ländern, modernen Laboren und kurzen Durchlaufzeiten begleitet Hohenstein Unternehmen auch künftig dabei, Produkte verlässlich, nachhaltiger und sicher auf den Markt zu bringen. Weltweit arbeiten heute mehr als 1.500 Mitarbeitende für den Prüf- und Forschungsdienstleister. „Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter – technologisch und als Organisation“, betont CEO Timo Hammer. „Sorgfalt und Integrität sind dabei die Basis unserer täglichen Arbeit.“


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Brother präsentiert das Drucksystem DTRX für den DTF Druck

Im Rahmen einer Open House Veranstaltung in der Brother Microfactory in Mönchengladbach zeigte Brother erstmals die Druckmaschine DTRX. Nachdem im letzten Jahren bereits Prototypen vorgestellt wurden, ist die neue All-in-One-Lösung für den DTF-Druck nach den Worten von Folker Stachetzki, dem Marketingleiter bei Brother, nun über das zertifizierte Händlernetz von Brother erhältlich.

Die Vorführung des neuen Systems DTRX stieß bei der Präsentation im Januar 2026 auf ein großes Interesse der Fachbesucher. Die Maschine eignet sich für Produktionsumgebungen mit hohem Volumen. Der DTRX wurde gemäß den strengen Industriestandards von Brother entwickelt und vereint außergewöhnliche Druckqualität, Produktionszuverlässigkeit und effiziente Leistung, sodass Druckereien sicher skalieren können. Das System ist für den Dauereinsatz und anspruchsvolle Produktionsabläufe konzipiert. Es bietet nach Angaben des Herstellers eine Produktionsgeschwindigkeit von bis zu 15 m² pro Stunde im Produktionsmodus, wodurch ein zuverlässiger Durchsatz für den täglichen Bedarf gewährleistet ist.

Brother DTRX_oblique_3 - 800pxDer Drucker verfügt über eine Druckbreite von 78 cm, die durch eine Rollenbreite von 80 cm unterstützt wird. Die Maschine eignet sich somit besonders für großformatige Designs und eine konsistente Ausgabe in großen Stückzahlen.

Die industrielle Druckkopftechnologie von Brother soll scharfe Details und lebendige, wiederholbare Farbergebnisse liefern. Die eigens entwickelte Tinten sorgt für Haltbarkeit, Helligkeit und eine geringere Umweltbelastung, wie Brother mitteilt.

Industrielle Wartungsstation mit automatischer Tintenzirkulation

Um die Betriebszeit zu maximieren, verfügt der DTRX über eine industrielle Wartungsstation mit automatischer Tintenzirkulation. Zudem reduziert ein „wet wiper cleaner“ den manuellen Wartungsaufwand und minimiert die Ausfallzeiten. Durch die nahtlose Integration in den Arbeitsablauf können Unternehmen ihre Produktion steigern, ohne bestehende Produktionsprozesse überarbeiten zu müssen.

„Der Brother DTRX ist für die reale Produktion konzipiert“, so Brother. „Er ist darauf ausgelegt, Tag für Tag zuverlässig in der Produktion zu arbeiten. Mit dem DTRX profitieren Kunden von der bewährten Technik, dem globalen Support-Netzwerk und der produktionsreifen Technologie von Brother, auf die sie sich verlassen können.“

Im Rahmen der Open House stellte sich erstmals Kai Löffler als neuer Vertriebsmitarbeiter von Brother vor. Löffler war zuvor bei Walz Solutions beschäftigt.

Fachseminar mit André Albrecht im Rahmen der INHOUSE²

Next-Level Textilveredlung“ – so lautet das zweieinhalbstündige Fachseminar, das André Albrecht von Myze/Brother im Rahmen der INHOUSE²-Messe vom L-SHOP-TEAM anbietet. Im Mittelpunkt der Weiterbildung am Freitag, 13. März 2026, in der Bochumer Jahrhunderthalle steht die Frage, wie digitale Workflows und smarte Automation die Branche verändern – und die Branche uns. Alle Informationen zum Seminar stehen auf der Webseite der Akademie für Textilveredlung unter https://aka-tex.de/veranstaltungen/249


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