Transferdruck mit einem Brother-Drucker
Brother: DTF mit der GTX-Serie

19.07.2021: Das noch junge Textildruckverfahren DTF – Direct to Film – revolutioniert soeben den Textilveredlermarkt. Langfristige Erfahrungen hinsichtlich der Echtheiten und Beständigkeiten fehlen zwar noch, dennoch ist der Markt geradezu euphorisiert. So verspricht das Verfahren die einfache Herstellung von Transferfilmen, die sich einfach auf Textilien übertragen lassen. Nun optimierte Brother seine GTX-Druckerserie, um mit den DTG-Systemen (Direct to Garment) direkt auf Folie drucken zu können.

„Das bedeutet, dass von nun an neben dem DTG-Druck auf Polyester und Leder auch der DTF-Druck mit unseren Druckern der GTX-Serie möglich ist. Die DTF-Technologie eignet sich gut für spezielle Anwendungen wie kleine Logos, Drucke auf schwierigen Materialien wie Synthetik und schwierige Bereiche wie Ärmel, Kappen und Neck-Tags“, teilt die Brother Internationale Industriemaschinen GmbH mit. Ein neuer Treiber mit der Bezeichnung Reversal, den die Anwender kostenlos bei Brother oder den zertifizierten Händlern beziehen können, ermöglicht den Druck auf Transferfilme. Darüber hinaus bietet die Firma CADLink eine spezielle DTF-Software für die Brother GTX Series Drucker an. Die Entwicklung eigener DTF-Folie sowie Klebepulver sind aktuell bei Brother nicht geplant, „da es bereits bewährte Folien und anderes Zubehör auf dem Markt gibt.“

Interessierte Textilveredler erhalten weitere Informationen bei den Fachhändlern: https://www.brother-ism.com/where-to-buy/industrial-garment-printers.html


Brother optimiert seine GTX-Druckerserie für den DTF-Druck auf Folie – weitere News lesen im Newsletter der Aka-Tex: https://aka-tex.de/newsletter

Ein Transferdruck auf einer Softshelljacke
Zusammenarbeit zwischen Bremer Transferdruck und B&C für bessere Druckergebnisse

29.06.2021: Softshelljacken und andere Funktionstextilien treiben jedem Textildrucker den Schweiß auf die Stirn. Selbst mit Sperrschichten – den so genannten Blockout-Transfers – findet bei dunkel gefärbten Polyestertextilien oftmals eine Migration der Pigmentfarben des Textils in das Druckbild des Transfers statt. Bremer Transferdruck, ein Hersteller von Siebdrucktransfers aus Bremen, hat mit Unterstützung der Textilmarke B&C ein Transferprodukt entwickelt, das auf den Softshelljacken von B&C das Migrieren der Farbe verhindert.

Wenn die Farbe einer Softshelljacke in das Druckmotiv wandert, erscheint der Druck auf der Jacke als fleckig. Textilveredler sprechen hier auch häufig vom Durchbluten des Drucks. Besonders auffallend ist der unschöne Effekt etwa bei weißen Schriften oder hellen Flächen des Druckmotivs. Dabei leuchtet die Grundfarbe des Funktionstextils durch, so dass Weiß nicht mehr Weiß ist. Im schlimmsten Fall taucht der Makel sogar erst nach mehreren Wochen auf – eine Reklamation ist vorprogrammiert.

Spezielles Klebegranulat und schwarze Sperrschicht

Bremer Transferdruck hat lange Zeit getestet und entwickelt, um speziell für Softshelljacken von B&C einen Siebdrucktransfer zu entwickeln, der die größtmögliche Sicherheit bietet – also eine veredelte Softshelljacke ohne Farbmigration. „Im Wesentlichen sind es zwei Punkte, die für eine perfekte Veredlung auf Softshelljacken wichtig sind zu beachten“, sagt Norman Kanter, Mitarbeiter vom Unternehmen Bremer Transferdruck. Er erklärt: „Zum einen verwenden wir ein spezielles Klebegranulat und eine schwarze Sperrschicht, die zusätzlich hinter das Motiv gedruckt wird. Beides ist für die Verwendung auf Softshellmaterial optimiert und verhindert das Wandern der Farbe vom Textil in den Druck. Zum anderen ist die Hitze der Übertragung auf das Textil entscheidend. Der Kleber des als „Softshell Transfer“ bezeichneten Produkts erzielt seine optimale Wirkung bei einer Temperatur von 120 Grad bei etwa 10 bis 15 Sekunden Übertragungszeit.“ Der Vorteil der niedrigen Temperatur: „Die Farbstoffe aus der Softshelljacke werden nicht herausgelöst, so dass die Wanderung der Farbpigmente minimiert oder sogar ausgeschlossen wird“, so Kanter.

Zu viel Hitze: „Genau das ist der Fehler“

Aus Erfahrung weiß Kanter, dass Kunden beim Aufpressen auf Jacken oftmals mit viel Hitze arbeiten wollen in dem Glauben, damit den Transfer bestmöglich auf die Softshelljacke zu bekommen. Doch genau das ist der Fehler, wie er beschreibt. Kanter: „Zum einen wollen wir von unseren Kunden immer ganz genau wissen, wofür die Transfers verwendet werden sollen. Nur dann können wir den perfekten Transfer liefern. Zum anderen erhalten die Kunden eine genaue Verarbeitungsanleitung, in der wir die Transferparameter beschreiben.“

Bremer Transferdruck beliefert Sportfachgeschäfte, Vereine, Fachhändler für Berufsbekleidung, Copyshops, Werbetechniker und andere Veredler, die auch Kernzielgruppen für die Textilmarke B&C sind. Jörn Kromer ist bei B&C für das Reseller Management verantwortlich und berichtet: „Für uns ist die Zusammenarbeit mit Bremer Transferdruck sehr spannend, weil hier das Know-how der Veredlung vorhanden ist. Gemeinsam können wir mit den Transferprodukten und unseren Textilprodukten den Wiederverkäufern eine optimale Beratung bieten.“ Durch diese Kooperation versprechen beide Partner eine gemeinsame Lösung, die für sehr gute Druckqualitäten auf Softshelljacken sorgen sollen.

www.bremertransferdruck.de

www.bc-collection.eu/de


Bremer Transferdruck entwickelt mit B&C neuen Transfer – weitere News lesen im Newsletter der Aka-Tex: https://aka-tex.de/newsletter

Unterzeichnung der Erklärung
Diakonie und Caritas suchen gemeinsamen Weg zur nachhaltigen Textilbeschaffung

18.06.2021: In einer gemeinsamen Absichtserklärung haben das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutsche Caritasverband und die Diakonie Deutschland im September 2020 die strategische Bedeutung des Themas der nachhaltigen Textilbeschaffung unterstrichen. Zur Unterstützung kirchlicher Einrichtungen bei der Umstellung auf nachhaltige Produktalternativen wurden „Business Scouts for Development“ in beiden Wohlfahrtsverbänden eingesetzt. Diese sollen Pioniereinrichtungen bei der Beschaffung nachhaltiger Arbeitskleidung und Flachwäsche eng begleiten, Plattformen für den Erfahrungsaustausch anbieten, praxisorientierte Handlungsempfehlungen erarbeiten und Expert*innen(wissen) zur Verfügung stellen.

Bei Diakonie und Caritas werden jeden Tag große Mengen an Bettwäsche, Handtüchern und Berufskleidung eingesetzt.

„Die Wertschöpfungskette von Textilien ist meist lang und komplex. Während der vielen Produktionsschritte werden Menschenrechte und Umweltschutz häufig nicht berücksichtigt. Mit nachhaltiger Beschaffung kann ein entscheidender Beitrag zur Wahrung von Menschen- und Arbeiter*innenrechten und Umweltschutz entlang der Lieferkette geleistet werden“, schreiben Caritas und Diakonie in einem gemeinsamen Papier. Hans Jörg Millies, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Diakonie-Präsident Ulrich Lilie (Bild, von links nach rechts) hatten die gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die beiden Wohlfahrtsverbände sind, nach der öffentlichen Hand, Deutschlands zweitgrößter Beschaffer und verfügen daher nach Einschätzung der kirchlichen Einrichtungen über ein besonders großes Potenzial, durch ihre Nachfrage Markt und Produktionsweisen positiv zu beeinflussen. In beiden Wohlfahrtsverbänden zusammen gibt es allein 557.500 Plätze in stationären Einrichtungen der Alten- und Gesundheitshilfe, in denen 573.600 Menschen hauptberuflich arbeiten – jeden Tag werden große Mengen an Bettwäsche, Handtüchern und Berufskleidung eingesetzt.

Besonders in stationären Einrichtungen der Wohlfahrtspflege fallen große Mengen von Arbeitskleidung und Flachwäsche an. Einzelne Einrichtungen sind ihrer Vorbildfunktion bereits nachgekommen und wenden Nachhaltigkeitskriterien bei der Textilbeschaffung an. Nun wollen Caritas und Diakonie weitere kirchliche Pilotunternehmen im Projekt „Nachhaltige Textilien“ identifizieren, sich gemeinsam auf die Reise entlang der Lieferkette begeben und den Beschaffungsprozess auf nachhaltige Textilprodukte umstellen. Zur Erreichung der Ziele wird in den kommenden Wochen ein konkreter Fahrplan erarbeitet, der sich an den Bedarfen der teilnehmenden Einrichtungen ausrichtet. Diese erhalten zwischen Herbst 2021 und Frühling 2022 Unterstützung in verschiedenen Formaten und durchlaufen gemeinsam unterschiedliche Phasen des Beschaffungsprozesses.

Bild: Diakonie / Stephan Röger

Kontakt:
business-scout@csr-caritas.de
business-scout@diakonie.de


Diakonie und Caritas starten nachhaltige Textilbeschaffung: Die Akademie für Textilveredlung befasst sich in verschiedenen Seminaren regelmäßig mit Themen rund um Nachhaltigkeit und Zertifizierungen. Einen stets aktuellen Überblick über die Veranstaltungen gibt es hier: https://aka-tex.de/aka/#!/veranstaltungen

Workwear der Marke James & Nicholson
Daibers erste Jeans aus Biobaumwolle

16.06.2021: Mit der neuen Workwear Kollektion der Marke James & Nicholson präsentiert der Hersteller Daiber erstmals eine Jeans, die für Arbeit und Freizeit entwickelt wurde. „Eine Entwicklung zur Kombination von Arbeits- und Freizeitkleidung ist bereits seit Jahren zu beobachten – auch vor Pandemiezeiten“, sagt Kai Gminder, Geschäftsführer der Gustav Daiber GmbH. „Und wir sind uns sicher, dass sich dieser Trend auch in den kommenden Jahren national und international fortsetzen wird.“ Die Unisex-Jeans mit gerader Schnittführung besteht aus 85 Prozent Biobaumwolle, 13 Prozent recyceltem Polyester und zwei Prozent Elasthan.

Die Baumwolle wurde nach Angaben von Daiber durch die Control Union nach dem Organic Blended Content Standard zertifiziert. „Die moderne Waschung gepaart mit Funktionalität und Stretch macht die Jeans zum idealen Begleiter für Arbeit und Freizeit“, teilt Daiber dazu mit. Die Jeans besteht aus robuster Denim-Qualität mit dreifachen Nähten, die Kniepolstertaschen sind mit Cordura verstärkt. Verschiedene Taschen bieten viel Stauraum für Werkzeug, Handy, Stifte und anderes.

Zu den weiteren Neuheiten der Workwear Kollektion gehören die Stretch Pants in schmaler Ausführung, die in alle Richtungen dehnbare Four-Way Stretch Pants, eine Arbeitshose mit engerer Schnittführung (JN1832) sowie eine Workwear-Latzhose mit individueller Anpassbarkeit im Bauchbereich. Neue Polos und T-Shirts ergänzen die Kollektion, teilweise ebenfalls unter Einsatz von Biobaumwolle.

www.daiber.de


Informationen über neue Kollektionen – jetzt Newsletter abonnieren!

Forschungsprojekt sucht umweltverträgliche Funktionskleidung
Forschungsprojekt sucht umweltverträgliche Funktionskleidung

31.05.2021: Nahezu jeder hat sie im Schrank: Funktionskleidung – ob als Shirt zum Joggen oder als Jacke zum Wandern. Spezielle Beschichtungen der Textilien sorgen für trockene Haut, indem sie Regen nicht durchdringen lassen und Schweiß nach außen leiten. Forschungsteams der Hochschule Niederrhein und des DWI – Leibniz-Instituts für Interaktive Materialien aus Aachen arbeiten gemeinsam an einer neuen Art umweltfreundlicher Funktionskleidung.

Denn: Die üblicherweise verwendeten Materialien, sogenannte halbdurchlässige Membranen, sind weder umweltverträglich noch recyclingfähig. Die Membranen sind dünne Trennschichten, die es erlauben, die Kleidung mit verschiedenen Funktionen auszustatten, beispielsweise Nässeschutz, Atmungsaktivität und eine natürliche Temperaturregulierung. Die dafür notwendige Materialeigenschaft heißt Semipermeabilität. „Erreichen können wir diese, indem wir sogenannte hydrophile Materialien verwenden“, sagt Alexandra Glogowsky, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein. Die Membranen finden Anwendung im Sport-, Outdoor- und Workwear-Segment, aber auch in Heimtextilien (etwa Matratzenschutz), Schuhen und technischen Textilien aus dem Medizinbereich.

Membran soll sich bei körperlicher Betätigung auf ihren Träger einstellen

Ziel des Projekts ist es, eine Membran zu entwickeln, die sich bei körperlicher Betätigung speziell auf ihren Träger einstellt. „Sie soll bei erhöhter Körpertemperatur eine höhere Dampfdurchlässigkeit gestatten. Wir nennen dies ‚temperaturresponsiv‘. Gleichzeitig müssen recyclingfähige und umweltfreundlichere Materialien zum Einsatz kommen“, sagt Alexandra Glogowsky.

Die Lösung, an der die Partner arbeiten, ist eine völlig neue Barrieremembran aus sogenannten thermoplastischen Elastomeren. Hier sind in die Membran Mikrogele eingebaut. Dies sind kleine Partikel, die Wasser aufnehmen und wieder abgeben können sowie biokompatibel sind. Durch Kombination eines Trägermaterials mit Mikrogelen soll eine umweltfreundliche, pflegeleichte semipermeable Barriere mit hoher Funktionalität entwickelt werden. Außerdem werden spezielle Verfahren zur Beschichtung von Textilien mit diesen Membranen angewandt. Diese ermöglichen ein verbessertes Recycling der Kleidung und verzichten ebenfalls auf den Einsatz umweltbelastender Substanzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, bündeln die Forscherteams ihre Kompetenzen aus den Bereichen Polymerchemie und Textiltechnik. „Die Mikrogele liegen in der Membran als kleine Partikel vor. Sie können aber um ein Vielfaches aufquellen und daher in großen Mengen Feuchtigkeit aufnehmen“, erklärt Thomke Belthle, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien. „Die Mikrogele haben schwamm-ähnliche Eigenschaften – wenn man leicht schwitzt, nehmen sie Feuchtigkeit auf. Bei den gängig verwendeten Membranen ist dies ein Problem, sodass unsere Entwicklung das Potenzial hat, den Markt zu revolutionieren“, erläutert Thomke Belthle.

3D-Druck als digitale Beschichtungsmethode

Des Weiteren forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, die Mikrogel-basierten Membranen nur an bestimmten Stellen eines Kleidungsstücks aufzutragen – und zwar mittels 3D-Druck als digitale Beschichtungsmethode. „Das kann wichtig sein, wenn die Uniform eines Rettungssanitäters im Rücken Schweiß abtransportieren soll, während sie an den Knien aber robust und wasserundurchlässig sein muss“, sagt Alexandra Glogowsky.

Von der Forschung profitieren sollen insbesondere Betriebe aus dem Kreis der verarbeitenden Industrie. Darunter sind viele kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Bereich der Sport-, Funktions- und Arbeitsbekleidung sowie der Medizin-Textilien. Das Forschungsvorhaben wird von einem Projektausschuss begleitet. Hier sind verschiedene Unternehmen und Partner entlang der Produktionskette des Rohstoffs bis zur Materialverwertung vertreten. Das Projekt läuft über zwei Jahre und hat ein Gesamtvolumen von rund 500.000 Euro.

Foto: Links das Granulat für den 3D-Druck, rechts das gefriergetrocknete Mikrogel, das die Basis für die umweltverträgliche Membran legen soll. Foto: Simon Brönner/HSNR

www.hs-niederrhein.de


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Podiumsgespräch bei der PSI Digital
PSI Digital: Aka-Tex war mit dem Thema Cradle to Cradle dabei

22.05.2021: „Cooler Einblick in Thema und Produktion! Es würde mich freuen, Projekte mit Ihnen umzusetzen und Made in EU zu stärken.“ Dieser Kommentar auf eine Produktvorstellung im Rahmen der ersten PSI Digital ist nur ein Beispiel, wie das virtuelle Kickoff einer virtuellen Eventreihe die Werbeartikelbranche auch digital erfolgreich vernetzte. Insgesamt schalteten sich rund 3.500 Werbeinteressierte zu, als das internationale Netzwerk der Werbeartikelwirtschaft vom 19. bis 21. Mai 2021 für 48 Stunden das versammelte Wissen der Branche digital zusammenbrachte. Mit dabei war auch die Akademie für Textilveredlung. Akademieleiter Stefan Roller-Aßfalg moderierte ein Podiumsgespräch zum Thema Kreislaufwirtschaft, in welchem Cradle to Cradle als ein Ecodesign-Prinzip für eine nachhaltige Produktentwicklung vorgestellt wurde.

In Düsseldorfs „Sturmfreier Bude“, die zum Live-Studio der PSI umfunktioniert wurde, wurden viele Themen aufgegriffen, die für die Werbemittelbranche relevant sind. In Keynotes, Vorträgen, Paneldiskussionen und Workshops ging es um Aktuelles rund um Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Recht, Marketing und Social Selling. Dafür zog es 30 Experten live oder digital ins Studio. Olaf Hartmann, Geschäftsführer des Multisense Instituts für sensorisches Marketing, gehörte zu ihnen. Er betonte in seiner Keynote direkt zu Beginn der Veranstaltung ausdrücklich die Bedeutung der haptischen Werbung im Werbeartikel-Mix und machte Mut für die Rückkehr zu Live-Events: „Unser Gehirn ist vor 150.000 Jahren in der Struktur entstanden, wie es heute existiert. Das hat sich in den letzten 15 Monaten nicht verändert. Deshalb wird haptische Werbung auch nach Corona wieder einen wertvollen Beitrag in der Customer Journey leisten, denn unser Gehirn liebt Haptik und wir haben eine Art Berührungshunger angestaut.“

Wie der Veranstalter der PSI Digital, die Reed Exhibitions Deutschland GmbH, in seinem Abschlussbericht meldet, beteiligten sich an der digitalen Messe über 120 Aussteller aus ganz Europa. Zu den Textilfirmen zählten unter anderem Gustav Daiber, Halfar, Master Italia, Result Clothing und Herka Frottier. Während der Online-Veranstaltung wurden über 20.000 Suchanfragen im PSI Product Finder gestellt, über 10.000 Mal wurden die Unternehmensprofile angeklickt. Live und On-Demand wurde der Videocontent mehr als 6.600 Mal angeklickt. Zu den 20 Stunden Live-Programm in 41 Sessions hatten Zuschauerinnen und Zuschauer weltweit zugeschaltet, darunter Teilnehmer aus Dänemark, Rumänien, Indien, Arabische Emirate, Türkei, Tschechien, Finnland, Schweden und die USA. Damit saßen insgesamt 46 Prozent der Teilnehmer aus knapp 70 Ländern im Ausland vor Bildschirmen.

Kompostierbare Siebdruckfarben für nachhaltige Textilveredlung

Das Podiumsgespräch der Akademie für Textilveredlung im Rahmen der PSI Digital widmete sich dem Thema Cradle to Cradle. Unter dem Motto „Mit Produkten von der Wiege bis zur Wiege gemeinsam die Welt von Morgen gestalten“ erörterte Moderator Stefan Roller-Aßfalg, der die Akademie für Textilveredlung vor fünf Jahren ins Leben rief, mit drei Gesprächspartnern, was Textildrucker bereits heute tun können, um weniger Müll zu produzieren. So rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie Textilveredler es schaffen können, Wertstoffe nicht zu vernichten, sondern klug und intelligent in Kreislaufsystemen einzusetzen. Aus Hamburg war Friederike Priebe zugeschaltet, die als Teamleiterin des Bereichs Textil bei EPEA die Umsetzung von kreislauffähigen Textilien nach dem Cradle to Cradle-Prinzip vorantreibt. Sie erklärte, was Cradle to Cradle bedeutet, wie eine Zertifizierung aussieht und wie eine konsequente Kreislaufwirtschaft funktioniert. Im Studio zu Gast war Erich Wissing, der seit 33 Jahren für die Tübinger CHT Germany als technischer Berater für wässrige Textildrucksysteme und textile Hilfsmittel tätig ist. CHT hat als erster Hersteller von Siebdruckfarben weltweit wasserbasierte Druckpasten unter der Bezeichnung Ecoprint entwickelt, die kompostierbar sind. Auslöser der Entwicklung, die Erich Wissing vorstellte, war der Discounter Lidl, der mittlerweile bereits erste Textilien im Handel anbietet, die nach dem Prinzip Cradle to Cradle entwickelt und bedruckt werden. Ein weiterer Gesprächspartner im Studio war Dirk Glaser von Kroschewski Industrie Technik (KIT), der das neue Farbsystem Ecoprint von CHT derzeit in den Siebdruckereien hierzulande einführt. Anhand eines Praxisbeispiels der Kölner Textildruckerei Dakota Textildruck und eines Videos erklärte er den praktischen Einsatz der wasserbasierten Druckfarben. Die beiden Gesprächspartner Erich Wissing und Dirk Glaser begrüßten das Format der Onlinemesse. „Die PSI Digital ist innovativ, zukunftsorientiert und Transparenz schaffend“, sagte Dirk Glaser. Und Erich Wissing fügte hinzu: „Ich finde die PSI Digital toll, zumal sich die digitale Plattform in diesem Jahr auch mit Textilien beschäftigt.“

Seminare zu Ecodesign und Cradle to Cradle der Aka-Tex

In dem Workshop „Neuland statt Stillstand: Mit Ecodesign Zukunft neu gestalten“ am 17. Juni in Stuttgart vertieft die Akademie für Textilveredlung das Thema Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktentwicklung. Dabei führt die Referentin des Aka-Tex-Workshops, Bianca Seidel, auch in das Thema Cradle to Cradle als ein Baustein des Ecodesign-Prinzips ein. In einem weiteren Seminar will die Aka-Tex im Herbst 2021 gemeinsam mit KIT und CHT in die Praxis des Siebdrucks mit den kompostierbaren Ecoprint-Siebdruckfarben einführen. Der Termin steht noch nicht fest, Interessierte erhalten die Informationen über den Newsletter der Aka-Tex.

Videos der PSI Digital zum Nachschauen

Aka-Tex war mit dem Thema Cradle to Cradle bei der PSI Digital dabei: Das 60-minütige Podiumsgespräch steht für Interessierte hier online zum Nachschauen zur Verfügung: https://vimeo.com/549319285

Das Video, das den praktischen Einsatz der neuen Ecoprint-Druckfarben bei Dakota Textildruck zeigt, gibt es hier: https://vimeo.com/551371660

Petra Lassahn: „Wir haben es geschafft, der Branche ein Event mit Mehrwert zu bieten“

Mit dem Resultat des ersten digitalen Kickoffs zeigte sich Petra Lassahn, Director des PSI, mehr als zufrieden: „Für uns alle war es eine neue Erfahrung, die Produkte und Branchenthemen der Werbeartikelindustrie digital abzubilden. Auch wenn kein digitales Event die Messe vor Ort ersetzen kann, haben wir es doch geschafft, der Branche ein Event mit Mehrwert zu bieten. Darauf bin ich sehr stolz.“ Das unterstreicht auch Barbara Leithner, COO des PSI-Veranstalters Reed Exhibitions Austria & Germany. „Das Team um Petra Lassahn hat innerhalb kürzester Zeit ein stimmiges und starkes digitales Produkt auf die Beine gestellt. Damit sind wir einen weiteren ersten Schritt in Richtung Zukunft gegangen. Denn auch als Messeveranstalter setzen wir zukünftig auf hybride Konzepte, die unseren Kunden dank zusätzlicher digitaler Services und großer Reichweiten ganzjährig zu mehr Business verhelfen“, so Barbara Leithner.

Sieben weitere digitale Events in den Startlöchern

Die PSI Digital war erst der Auftakt. Ab Juni folgt an jedem zweiten Freitag im Monat je ein Digital Friday unter verschiedenen Themenschwerpunkten. Bereits am 11. Juni startet der erste Digital Friday unter dem Thema Design- und Produktsicherheit. Die darauffolgenden Freitage fokussieren sich auf Themen rund um Weihnachten, Nachhaltigkeit und die Sustainability Awards, Gusto & Gastro, Outdoor, die globale Branche sowie Textilien.

Tickets der PSI Digital behalten für die Digital Fridays bis zum Jahresende ihre Gültigkeit. Wer noch kein Ticket hat, erhält mit dem Code PSI21_akatex ein Ticket für den kostenfreien Zugang zu den Digital Fridays. Den Code können Sie direkt im Ticketshop einlösen.

Die nächste Präsenzmesse findet vom 11. bis 13. Januar 2022 in den Düsseldorfer Messehallen statt.

Zum Abschlussbericht der PSI Digital: www.psi-messe.com/de/Abschlussbericht/PSI-Digital-Erfolgreicher-Kickoff-der-Online-Eventserie/3324/n450/

www.psi-messe.com

www.planet-advertising.com/psidigital/

 

Stefan Roller-Aßfalg im Gespräch mit Erich Wissing

 

Stefan Roller-Aßfalg mit Moderatorin Emily Whigham

 

Dirk Glaser (links), Erich Wissing (Mitte) und Stefan Roller-Aßfalg (rechts)

 

Moderator Stefan Roller-Aßfalg

 

Dirk Glaser

 

Ecoprint-Siebdruckfarben durch die Kamera gesehen

Melco Stickmaschinen in der Produktion
Automatisieren mit innovativen Stickerei-Lösungen

21.05.2021: Mass Customization ist der Megatrend in der Textilveredelung. Es bietet Stickern, Herstellern von Arbeitskleidung und Online-Händlern eine große Chance, bringt jedoch auch verschiedene Herausforderungen mit sich. So werden die Lieferzeiten kürzer, die Auftragsgrößen kleiner, das Fehlerpotential höher und auch die Kosten steigen. Der Stickmaschinenhersteller Melco entwickelt und produziert nicht nur Stickmaschinen im eigenen Haus, sondern auch Punchsoftware und Webservices. Damit kann Melco Antworten auf all diese Herausforderungen bieten und unterstützt die Anwender hinsichtlich Automatisierung, Flexibilität und Effizienz.

Eine intelligente und flexible Stickmaschine

Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz konnte Melco im Jahr 2003 die Fadenspannung mit seinem patentierten Acti-FeedTM-Fadenmanagementsystem automatisieren. Seitdem ist die Fadenspannung vollautomatisch und die Stickgeschwindigkeiten sind aufgrund einer fast nicht vorhandenen Oberfadenspannung viel höher. Die Hersteller beziffert das Sticktempo auf bis zu 1.500 Stiche pro Minute. Gleichzeitig revolutionierte Melco die Branche mit seinen modularen Mehrkopfmaschinen und kombinierte die Vorteile von Einkopf- und Mehrkopf-Stickmaschinen in einem intelligenten Netzwerk, was nach Angaben von Melco zu einer bis zu 100 Prozent höheren Produktivität im Vergleich zu herkömmlichen Maschinen führte. “Da alle Maschinen im Netzwerk unabhängig voneinander arbeiten, können Melco-Kunden immer die richtige Anzahl von Köpfen für jeden Auftrag verwenden. Dies bedeutet, dass sie einzelne Namen genauso effizient produzieren können wie Großaufträge, was bisher mit herkömmlichen Maschinen nicht möglich war”, erklärt Augustin Daehler, bei Melco für Marketing und Sales zuständig. Die neueste Melco-Maschine, die Melco EMT16X, soll noch intelligenter sein und ihre KI nutzen, um die Stichqualität zu verbessern und Fadenprobleme auf ein absolutes Minimum zu beschränken.

Ein intelligentes Dateiformat

Melcos proprietäres und intelligentes Stickdateiformat OFM wurde entwickelt, um die Produktion so weit wie möglich zu automatisieren. Abgesehen von Stich-, Farbwechsel- und Schneideinformationen enthält es auch Farbinformationen (nicht nur die Nadelzuweisung), wodurch die manuelle Farbzuweisung überflüssig wird, und es können alle Maschineneinstellungen (Geschwindigkeits-, Reifeninformationen usw.) gespeichert werden, wodurch die Rüstzeiten auf Null reduziert werden.

Einzelnamen und personalisierte Artikel

Die Webservices von Melco sind der Schlüssel zu einer modernen Stickereiproduktion und automatisieren die Erstellung von Stickmustern. Mit Melco Fusion können Melco-Kunden ihren Kunden personalisierte Artikel in ihrem Webshop oder POS-Terminal anbieten, einschließlich einer Produktvorschau, und produktionsfertige Dateien aus den Eingaben des Kunden erstellen. Melco EFS hingegen ist eine Lösung für die Herstellung von personalisierten Kleidungsstücken, Abzeichen und Namensschildern. Es werden automatisch produktionsbereite Stickdateien aus CSV-, XLS- und XML-Dateien erstellt.

Da jede Melco EMT16X über ein Barcode-Feature verfügt, werden die Produktionsdateien automatisch an die Maschine gesendet. Der Bediener muss nur das Textil einspannen und Start drücken – Stickereiproduktion so automatisiert und effizient wie möglich.

Melco am 22. September bei der Puncher Convention N°2

Insgesamt zehn Partner werden am 22. September 2022 die Puncher Convention N°2, eine Veranstaltung der Akademie für Textilveredlung im Logistikzentrum des Textilherstellers Hakro, als Aussteller begleiten. Bei der Veranstaltung erklären Punch-Profis und Experten für Stickerei das professionelle Erstellen von Stickdaten als Basis für eine gute Stickerei. Melco will den Workshop-Tag nutzen, um seine neuesten Entwicklungen vorzustellen.

www.melco-stickmaschine.com

Portrait von Jörn Kromer
Jörn Kromer von B&C: Entscheidend ist die Kundenbeziehung

07.05.2021: Mit einer ganzen Reihe an nachhaltigen Textilprodukten der Werbetextilmarke B&C will der belgische Textilhersteller The Cotton Group der Werbeartikelbranche und den Textilveredlern neue Angebote machen, um der steigenden Nachfrage nach verantwortungsvollen Produkten gerecht zu werden. Jörn Kromer ist seit Anfang des Jahres bei B&C für das Reseller Management verantwortlich. Sein Ziel ist es, im Austausch mit den Kunden das Thema Nachhaltigkeit in der textilen Werbung voranzutreiben.

„Wir ändern die Regeln für biologische Produkte und erhöhen gleichzeitig unseren positiven Einfluss auf unseren Planeten“, sagt Jörn Kromer und ergänzt: „Früher hatten die Kunden die Wahl zwischen sehr teuren, fair produzierten Produkten, oder den preisgünstigen ‚normalen‘ Textilien. In unserer B&C-Kollektion bieten wir heute 22 zertifizierte, fair produzierte Kleidungsstile aus den drei Produktgattungen T-Shirts, Polo-Shirts und Sweatshirts, und dabei sind auch die Preise fair.
Doch entscheidend sind für Kromer nicht die Produkte und Preise, sondern die Kundenbeziehung und der Austausch mit den Werbetreibenden und Textilveredlern. „Mir ist der persönliche Austausch mit den Kunden wichtig, um zu erfahren, was deren Bedürfnisse sind. Nur in der Kooperation lassen sich Geschäfte positiv und nachhaltig entwickeln, neue Marktsegmente entdecken und Strategien definieren“, sagt Kromer.

Aufbau von Markenidentität und Marketingkampagnen

Sein Schwerpunkt liegt dabei im Aufbau enger Beziehungen zu Wiederverkäufern auf dem DACH-Markt. Seine Ziele sind die Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Suche nach möglichen Zielsegmenten und die Schaffung neuer Kooperationen. Dabei soll sein Blick nie am Tellerrand enden, denn erst dahinter wird es nach Kromers Einschätzung spannend. Zugute kommt ihm dabei seine Berufserfahrung in der Immobilien-, IT- und Maschinenbauindustrie in Australien, Deutschland, England und den USA, wo er die Bedeutung von Kommunikation mit allen Beteiligten erfahren hat und dabei lernte, auf kleinste Details, Ausdauer und Teamwork zu achten. Diese Erfahrung will Kromer einsetzen, um den Wiederverkäufern in der Werbemittelbranche beim Aufbau von Markenidentität und Marketingkampagnen zu unterstützen.

Die B&C Kollektion umfasst Produkte aus Biobaumwolle und recycelten Polyestermaterialien, die zum Teil vegan sind und auch mit entsprechenden Zertifikaten ausgezeichnet sind.


Jörn Kromer von B&C: Entscheidend ist die Kundenbeziehung. Alle weiteren News lesen Sie regelmäßig im Aka-Tex-Newsletter – am besten gleich abonnieren: https://aka-tex.de/newsletter/

Titelseite der Fachzeitschrift stickstoff
Jetzt erhältlich – das neue stickstoff-Magazin

30.04.2021: Druckfrische 100 Seiten Inspiration! Geschichten über Menschen und Orte, bei denen sich alles um die Maschinenstickerei dreht – sei es als geliebte Freizeitbeschäftigung oder leidenschaftliche Profession. Das neue stickstoff-Fachmagazin für die Stickereibranche bietet Fachwissen pur, Interviews, Wissenswertes über Maschinen und Zubehör, viele kreative Ideen und bunte Projekte zum Mit- und Selbermachen, zum Beispiel von Kasia Hanack und Gaby Seeberg-Wilhelm.

Viele Inhalte richten sich an die kreative DIY-Szene und leidenschaftliche Stickerinnen und Sticker. Mit Fachbeiträgen von Gastautoren wie Massimo Baezzato und Reiner Knochel, beide auch Referenten der Akademie für Textilveredlung, oder von dem Experten Thomas Wiesenthal adressiert das Magazin aber auch professionelle Betriebe aus der Stickindustrie. Die Experten lassen die Leserschaft an ihrem Wissensschatz teilhaben.

Im Netz geht es weiter

Das neue Online-Portal „Stickeria“ ergänzt den Service der stickstoff-Magazins. Hier können sich Gewerbetreibende rund um die Stickerei kostenlos in verschiedenen Kategorien präsentieren. Einfach registrieren, Logo, Fotos und Beschreibung hochladen unter www.stickstoff-magazin.de/stickeria-add/

Das stickstoff-Magazin Sequenz 1/2021 ist erhältlich an Kiosken, im ausgewählten Fachhandel, in jeder Buchhandlung oder direkt auf www.stickstoff-magazin.de bestellbar. Das Heft kostet 12,80 Euro (inkl. MwSt).
ISBN: 978-3-944549-33-0

Weitere Informationen: www.stickstoff-magazin.de

 

Ecodesign Seminar
Südwesttextil wird Kooperationspartner der Akademie für Textilveredlung

29.04.2021: Der Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, Südwesttextil, und die Akademie für Textilveredlung (Aka-Tex) wollen im Bereich der Aus- und Weiterbildung zukünftig enger zusammenarbeiten. Gemeinsam mit der Gatex, dem Aus- und Weiterbildungszentrum der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie in Bad Säckingen, bietet Südwesttextil bereits ein umfassendes Weiterbildungsprogramm an. In Kooperation mit der Aka-Tex sollen die Angebote um Themen wie Textildruck, Stickerei und Nachhaltigkeit in den Bereichen Team- und Workwear sowie Werbetextilien ergänzt werden. Die Akademie für Textilveredlung bietet Seminare, Tagungen und Fortbildungsangebote für Textildrucker, Sticker und andere Textildekorateure. Die Veranstaltungen finden in Deutschland und Österreich statt. Zwei bevorstehende Veranstaltungen wollen die Partner erstmals gemeinsam in Baden-Württemberg durchführen.

Zwei gemeinsame Veranstaltungen in Baden-Württemberg

So findet am 17. Juni 2021 ein Ecodesign-Workshop bei Gastgeber Kipepeo Clothing in Stuttgart statt. Unter Anleitung der Nachhaltigkeitsexpertin Bianca Seidel erarbeiten die Teilnehmenden Ideen für neue Produkte und Geschäftsmodelle, um die Zukunft nachhaltiger zu gestalten. Martin Kluck, Geschäftsführer von Kipepeo Clothing, zeigt am Beispiel seines Unternehmens, wie nachhaltiges Wirtschaften in der Textilindustrie gelingen kann.

Am 22. September 2021 folgt die Puncher Convention N°2, die von den Partnern beim Textilhersteller Hakro GmbH in Schrozberg veranstaltet wird. Zielgruppe dieses Events sind Designer und Mustergestalter für die Stickerei. Sie erlernen in vier Workshops unter Leitung von Stickerei- und Punchprofis das Handwerk des Digitalisierens von Stickmotiven und erhalten dabei viele Tipps und Tricks.

In Zukunft wollen Südwesttextil und Aka-Tex weitere gemeinsame Veranstaltungen in Baden-Württemberg organisieren. Die Verbandsmitglieder von Südwesttextil erhalten dadurch neue Angebote, die es so bislang innerhalb des Verbands noch nicht gab. Die Aka-Tex verstärkt durch die Kooperation ihre Präsenz in der wichtigsten Region der deutschen Textilveredlungsbranche. Partner der Aka-Tex sind neben Verbänden und Hochschulen vor allem Hersteller und Händler von Veredlungsmaschinen, von Materialien für die Veredlung sowie von Textilien und Bekleidung. Die mehr als 50 Partner aus Industrie und Handel unterstützen die Akademie für Textilveredlung und ermöglichen so das Aus- und Weiterbildungsprogramm. Die Referenten sind ausgewiesene Experten in ihren jeweiligen Fachgebieten.

Gewinnspiel und Vergünstigungen

Die Mitglieder von Südwesttextil erhalten zukünftig Vergünstigungen für die Teilnahme an den Aka-Tex-Veranstaltungen. Außerdem verlost Südwesttextil aktuell einen kostenfreien Seminarplatz für das Ecodesign-Seminar am 17. Juni 2021 in Stuttgart. Um in den Lostopf zu kommen, müssen Interessierte bis zum 14. Mai 2021 unter dem Stichwort „Ecodesign-Gewinnspiel“ eine E-Mail an rueth@suedwesttextil.de schreiben.

Die gemeinsamen Veranstaltungen von Südwesttextil und Aka-Tex im Überblick

17.06.2021 Neuland statt Stillstand: Mit Ecodesign Zukunft neu gestalten, Kipepeo Clothing, Stuttgart
22.09.2021 Puncher Convention N°2, Hakro GmbH, Schrozberg