UTT Europe beliefert Textilveredlungsbetriebe europaweit mit Textilien für Merch, Werbung, Beruf und Freizeit. Nun hat der ungarische Textilgroßhändler als erster europäischer Anbieter die US-amerikanische Marke Lane Seven in sein Lieferprogramm aufgenommen. UTT Europe beliefert seit über 25 Jahren Kunden in mehr als 40 Ländern und steht für ein breites Markenportfolio, hohe Warenverfügbarkeit und effiziente Logistik. Mit der Aufnahme von Lane Seven erweitert das Unternehmen sein Sortiment gezielt im Premium-Segment.
Lane Seven Apparel ist bereits seit über 12 Jahren auf dem Markt. Bisher waren die Textilien jedoch nicht in Europa erhältlich. Nun ist UTT Europe seit April 2026 exklusiver Vertriebspartner für Lane Seven in Europa.
Der in Los Angeles ansässige Produzent Lane Seven bietet seit 2014 hochwertige Rohlinge für Druckereien und die Modeindustrie an. Die Textilmarke startete damals mit der wirkungsvollen Idee, die Strickmaterialien der Bekleidungsstücke mit einem zusätzlichen dritten Garn herzustellen, das so genannte 3-End-Fleece. Dadurch wird die Oberfläche der Textilien glatter und lässt sich leichter bedrucken. Lane Seven lässt seine Bekleidung eigenen Angaben zufolge in sozial und ethisch verantwortungsvollen Fabriken herstellen. Dabei wird der ökologische Fußabdruck nach Herstellerangaben in jeder Produktionsphase minimiert.
Zur Einführung bietet UTT Europe sechs Artikel an. Dazu zählen klassische T-Shirts, Sweatshirts und Hoodies. Die Farbauswahl soll nach und nach vergrößert werden. Außerdem soll die Kollektion im Laufe des Jahres um weitere fünf Modelle wachsen, so dass zukünftig elf Produkte auf Lager sein werden.
Iris Vogt, Sales Director EMEA von Lane Seven
Iris Vogt ist Vertriebsdirektorin für Lane Seven im europäischen Markt
Die Expansion in EMEA wird von Iris Vogt, Sales Director EMEA, verantwortet. Sie treibt den Aufbau der Marke in Europa voran und arbeitet eng mit Partnern zusammen, um Lane Seven langfristig im Markt zu etablieren und die Präsenz der Marke in Europa weiter auszubauen.
„Wir freuen uns sehr, dass Iris unsere Aktivitäten in Europa leitet“, sagte Nabeel Amin, CEO von Lane Seven Apparel. „Ihre Erfahrung auf dem europäischen Markt, insbesondere im Bereich Beschaffung und Lieferkette, macht sie zur idealen Besetzung für diese Position. Sie versteht es, starke Partnerschaften aufzubauen und schnell zu handeln. Wir sind zuversichtlich, dass sie weiterhin eine Schlüsselrolle für unser Wachstum in der Region spielen wird.“
Mit LAIMShat die TOPO GmbH aus Tirol ein ERP-System entwickelt, das einen differenzierten Ansatz in der Steuerung von Textilveredelungsbetrieben verfolgt. Im Fokus steht nicht die reine Digitalisierung bestehender Abläufe, sondern deren gezielte strukturelle Neuordnung.
Die Textilveredelung ist durch eine hohe operative Komplexität gekennzeichnet. Variantenreiche Produkte, unterschiedliche Veredelungsverfahren sowie parallele Prozessschritte führen in der Praxis häufig zu fragmentierten Systemlandschaften. Informationen werden mehrfach gepflegt, Prozesse verlaufen nicht durchgängig und Transparenz geht verloren.
Mateo Leitner und sein Team von TOPO wollen mit LAIMS genau an dieser Stelle ansetzen. Dabei verfolgen sie einen integrativen Systemansatz. Ziel ist es, eine konsistente Datenbasis über alle Unternehmensbereiche hinweg zu schaffen und darauf aufbauend Prozesse strukturiert zu steuern. Vertrieb, Produktion, Logistik und Faktura werden nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander verknüpfte Domänen modelliert.
Eine Ansicht das Dashboards von LAIMS
Ein zentrales Prinzip besteht darin, Daten entlang des gesamten Wertschöpfungsprozesses fortzuführen, anstatt sie in einzelnen Systemen mehrfach abzulegen. Dadurch lassen sich Fehlerquellen reduzieren und Entscheidungsgrundlagen verbessern. Gleichzeitig wird die operative Steuerung vereinfacht, da relevante Informationen kontextbezogen verfügbar sind.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Abbildung branchenspezifischer Anforderungen. Dazu zählen unter anderem komplexe Variantenlogiken, die Integration unterschiedlicher Veredelungstechniken sowie die Abstimmung von Materialverfügbarkeit und Produktionsplanung. LAIMS wurde gezielt für diese Anforderungen konzipiert und orientiert sich nicht an generischen ERP-Strukturen.
„Wir haben kein System gebaut – wir haben ein Problem gelöst“
Für Mateo Leitner, Geschäftsführer der TOPO GmbH, war die Ausgangssituation für die Entwicklung von LAIMS relativ klar: „Trotz intensiver Suche über viele Jahre hinweg gab es kein System, das die Anforderungen der Textilveredelung wirklich abbilden konnte. Entweder waren Lösungen zu generisch oder sie haben bestehende Komplexität lediglich digital verwaltet, ohne sie zu strukturieren. Nach über zehn Jahren Erfahrung in der Branche war für mich klar, dass ein anderer Ansatz notwendig ist.“
Den zentralen Unterschied im Vergleich zu bestehenden Prozessen sieht Mateo Leitner im Verständnis von Prozessen. „Viele Systeme beginnen bei der Oberfläche oder bei einzelnen Funktionen. Wir haben bewusst auf einer fachlichen Ebene angesetzt und die Abläufe zuerst sauber modelliert. Daraus ist eine Systemlogik entstanden, die Prozesse nicht nur abbildet, sondern aktiv strukturiert und miteinander verknüpft“, erklärt Mateo Leitner.
Leitners Einschätzung zufolge entstehen in vielen Betrieben Insellösungen. So werden Angebote etwa getrennt von der Produktion gedacht, Materialplanung läuft parallel, und am Ende fehlt die Durchgängigkeit. „LAIMS schafft hier eine einheitliche Datenbasis. Informationen werden einmal erfasst und durchlaufen das gesamte System. Dadurch entsteht Klarheit – sowohl operativ als auch in der Steuerung“, so Leitner, der hinzufügt: „Wir haben kein System gebaut – wir haben ein Problem gelöst“
Die Branchenerfahrung des Teams von TOPO spielte bei der Entwicklung der Lösung eine große Rolle. Leitner: „Viele Anforderungen lassen sich nicht aus theoretischer Sicht ableiten, sondern ergeben sich aus der täglichen Praxis. Genau diese Perspektive war entscheidend. LAIMS ist nicht am Reißbrett entstanden, sondern aus konkreten Problemstellungen im laufenden Betrieb.“
Partnerschaft für eine erweiterte Perspektive
Gemeinsam mit Alexander Krassler von L-Shop Austria konnte TOPO partnerschaftlich viele Themen aus einer erweiterten Perspektive betrachten und weiterentwickeln. „Der kontinuierliche Austausch und die Unterstützung über den gesamten Projektverlauf hinweg haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir heute an dem Punkt stehen, an dem wir stehen: kurz vor dem großen Launch von LAIMS“, erklärt Mateo Leitner.
Die Systemarchitektur von LAIMS folgt dem Ansatz, bestehende Komplexität nicht zu verwalten, sondern aktiv zu reduzieren. Prozesse werden klar strukturiert, Abhängigkeiten transparent gemacht und operative Abläufe nachvollziehbar gestaltet. Dies ermöglicht eine präzisere Planung sowie eine bessere Steuerbarkeit im Tagesgeschäft.
Mit LAIMS positioniert sich die TOPO GmbH als spezialisierter Anbieter innerhalb eines Marktes, der bislang stark durch individuelle Lösungen und gewachsene Strukturen geprägt ist. Der Fokus liegt dabei auf der Verbindung von praxisnaher Prozesslogik und moderner softwaretechnischer Umsetzung.
Webinar am 17. September 2026
Mateo Leitner, Geschäftsführer der TOPO GmbH
In einem Online-Seminar der Akademie für Textilveredlung geht Mateo Leitner der Frage nach, warum Digitalisierung in der Textilveredelung jetzt relevant ist. In dem einstündigen Webinar am 17. September von 11 bis 12 Uhr spricht er über den Prozess von Angebot, Abstimmung, Produktion, Nachbearbeitung und mehr in Stick und Druck. Er thematisiert die typischen Prozessprobleme in der Textilveredelung, stellt digitalisierte Möglichkeiten für alle Prozesse im Betrieb vor und erklärt, wie die Implementierung neuer Systeme aussehen kann. Dabei zeigt Mateo Leitner auch die Chancen und realistischen Einsatzfelder von KI in der Textilveredelung.
Ihr Rabattcode
Die Leser*innen der „Nachrichten für Textilveredlung“ erhalten mit dem Promo Code AKA-TEX26 einen Rabatt von 20 Prozent auf die Gesamtrechnung für 90 Tage.
Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, (im BIld rechts) hat bei der Eröffnung der Africa Sourcing and Fashion Week (ASFW) angekündigt, dass der Messeveranstalter ab 2027 seine drei international führenden Marken Texworld, Apparel Sourcing und Texprocess erstmalig am Standort Nairobi, Kenia lizensiert. Sie sollen künftig jährlich im Rahmen der Africa Sourcing and Fashion Week (ASFW) Nairobi stattfinden.
Ostafrika – und insbesondere Kenia – haben sich zu einer aufstrebenden, stark wachsenden Region für die Textilwirtschaft entwickelt. Politische Unterstützung, nachhaltige Energieversorgung, innovative Designkompetenz sowie vergleichsweise kurze Transportwege machen den Standort zunehmend attraktiv für internationale Textilunternehmen.
Die ASFW hat sich zu einer zentralen Plattform für internationale Beschaffung, Branchenvernetzung und Investitionen im afrikanischen Textilsektor entwickelt. Mit der Erweiterung der Partnerschaft in Nairobi unterstreicht die Messe Frankfurt die wachsende Bedeutung des ostafrikanischen Marktes. Mit den international etablierten Messemarken Texworld, Apparel Sourcing und Texprocess bringt die Messe Frankfurt ihre Formate als Lizenzveranstaltungen gezielt in die bestehende Struktur der ASFW ein und entwickelt diese konsequent weiter.
ASFW als zentrale Drehscheibe
Die Plattform bildet bereits heute die gesamte textile Wertschöpfungskette ab. Durch die Integration der drei Marken wird dieses Angebot international stärker gebündelt und sichtbarer gemacht. Damit stärkt die ASFW ihre Rolle als zentrale Drehscheibe, die globale Nachfrage mit afrikanischen Hersteller*innen verbindet und effiziente Beschaffungsprozesse an einem Ort ermöglicht.
Für die ASFW Nairobi 2026 werden rund 150 ausstellende Unternehmen sowie mehr als 5.000 Fachbesucher*innen aus über 50 Ländern erwartet. Mit Texworld, Apparel Sourcing und Texprocess kommen drei etablierte Messeformate zusammen und machen die Veranstaltung zum wichtigsten Branchentreffpunkt der Region.
„Afrika entwickelt sich zu einem der wichtigsten strategischen Wachstumsmärkte für die globale Textilindustrie – und wir investieren gezielt in diese Zukunft“, betont Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Mit der Erweiterung unseres Texpertise Networks um Nairobi setzen wir konsequent unsere globale Strategie fort: Wir bauen unser internationales Netzwerk aus und ermöglichen unseren Kund*innen den Zugang zu zentralen Wachstumsmärkten. Unser Ziel sind langfristige, nachhaltige Geschäftsbeziehungen, die sowohl lokale Produzent*innen als auch internationale Partner*innen stärken.“
ASFW-Teilnahme als konsequenter und logischer Schritt
„Als Weltmarktführer bei Textilveranstaltungen stärken wir unser Texpertise Network gezielt durch die Teilnahme an der ASFW in Nairobi. Mit der Übertragung unseres erfolgreichen Addis-Abeba-Konzepts, das auf mehr als zehn Jahren Zusammenarbeit basiert, auf einen der dynamischsten Märkte Ostafrikas, treiben wir die globale Vernetzung gezielt voran“, erklärt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. „So verknüpfen wir internationale Nachfrage direkt mit regionalem Angebot und leisten einen konkreten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung dieses zukunftsweisenden Marktes.“
Dazu Skander Negasi, CEO der Trade and Fairs Group (im Bild links): „Kenias Textil- und Bekleidungssektor wächst kontinuierlich und bietet hervorragende Voraussetzungen für die internationale Modeindustrie, die zunehmend auf kürzere Transportwege und zeitkritische Produktionszyklen achtet. Er entwickelt sich damit zu einem strategischen Hub für die Textil- und Lederproduktion, der jährlich Apparel-Produkte im Wert von 500 Mio. US-Dollar exportiert.“
Über das Texpertise Network und die ASFW
Das Texpertise Network der Messe Frankfurt vernetzt über 500.000 Branchenteilnehmende weltweit. Es bündelt Messen, Netzwerke sowie digitale Angebote rund um das textile Business. Mit mehr als 60 internationalen Textilfachmessen in 15 Ländern deckt es die gesamte textile Wertschöpfungskette ab. Das Netzwerk festigt damit seine Position als wichtigste Geschäfts- und Informationsplattform für die globale Textilindustrie.
Die Africa Sourcing and Fashion Week (ASFW) ist Afrikas größte Handelsplattform für die Mode-, Leder- und Schuhindustrie. Mit Standorten in Addis Abeba (Äthiopien), Nairobi (Kenia) und Dakar (Senegal) bietet sie internationalen Unternehmen Zugang zu den wichtigsten Beschaffungsmärkten Ost- und Westafrikas.
Die beiden Unternehmen Print Equipment und ACOSGRAF zeigen auf der FESPA in Barcelona vom 19. bis 22. Mai 2026 die industrielle DTF-Produktion im Live-Betrieb. Fachbesucher haben dort die Möglichkeit, den durchgängigen Produktionsprozess unter realen Bedingungen zu erleben und zu bewerten.
In der industriellen DTF-Produktion zeigt sich zunehmend, dass Engpässe bei der Skalierung weniger durch die Drucktechnologie selbst entstehen als vielmehr durch mangelnde Prozessstabilität im Gesamtworkflow. Nicht synchronisierte Prozessschritte, variable thermische Bedingungen und manuelle Übergaben führen häufig zu schwankender Qualität, Stillständen und ineffizienter Auslastung. Für industrielle Anwendungen ist daher ein durchgängiger, stabiler Workflow entscheidend. Erst das präzise Zusammenspiel von Druck, Pulverauftrag, Trocknung und Weiterverarbeitung ermöglicht reproduzierbare Ergebnisse und einen wirtschaftlichen Dauerbetrieb.
Anzeige
Print Equipment bietet hierfür eine vollintegrierte DTF Inline-Produktionslinie, die alle Prozessschritte in einem synchronisierten System zusammenführt. Im Mittelpunkt stehen ein kontinuierlicher Materialfluss, definierte thermische Prozesse und eine weitgehend automatisierte Prozessführung. Das Titelbild zeigt die DTF-Inline-Produktion mit einem Drucksystem, Duster, Trockner und Stacker.
Vom DTF-Drucksystem…
Den Startpunkt bildet das DTF-Drucksystem, das die Grundlage für einen kontinuierlichen Materialfluss schafft. Abhängig vom Produktionsvolumen können mehrere Drucksysteme über Förderbänder in die Linie integriert werden. Auch bestehende Systeme sowie Drucklösungen unterschiedlicher Hersteller lassen sich in die Produktionslinie einbinden.
Eine zentrale Rolle übernimmt die Automatisierungseinheit „Duster“, die in den Inline-Prozess zwischen Drucksystem und Trocknung eingebunden ist. Hier erfolgen sowohl der Auftrag des Schmelzklebers als auch das Zuschneiden der Transfers auf das Endformat. Gleichzeitig sorgt das System für eine gleichmäßige Weiterführung des Materials in den Trockner und stabilisiert die Durchlaufzeiten. Unterschiedliche Wärme- oder Zeiteinwirkungen werden vermieden, wodurch Prozessunterbrechungen und Stillstände reduziert werden.
Es erfolgt die sichere und konstante Aushärtung der Transfers. Ausgelegt auf gleichmäßige Durchlaufbedingungen – wahlweise gas- oder elektrisch betrieben – stellt der Trockner eine gleichbleibende Produktqualität im Inline-Betrieb sicher.
…bis zur automatisierten Ablage der Transfers
Industrielle Weiterverarbeitung mit dem Transferpressenkarussell Columbia 8/4.
Am Linienende übernimmt beispielsweise ein Stacker die automatisierte Ablage der produzierten Transfers und sorgt für einen kontinuierlichen Abtransport. Alternativ können – je nach Anforderung – auch andere Automatisierungslösungen, etwa ein Roboterarm, in die Linie integriert werden. Die anschließende Weiterverarbeitung erfolgt über das Columbia Transferpressenkarussell, das Funktionen wie automatisiertes Transfer-Loading, Peeling der Transfers und Entnahme des Textils integriert und so eine industrielle Weiterverarbeitung im durchgängigen Prozess ermöglicht.
Für Anwender ergeben sich klare Vorteile: stabile Transferqualität über den gesamten Prozess, hohe Prozesssicherheit auch bei wechselnden Auflagen sowie eine verbesserte Energieeffizienz durch zentral gesteuerte Trocknung. Gleichzeitig reduziert der kontinuierliche Inline-Prozess Stillstände, minimiert Materialverluste und ermöglicht eine wirtschaftliche Produktion.
Die Inline-Produktion ist modular aufgebaut und lässt sich individuell an bestehende Produktionsumgebungen anpassen. Als erfahrener Partner begleitet Print Equipment die Konzeption und Umsetzung solcher Linienlösungen. Auch Teilkonfigurationen sind realisierbar: So kann beispielsweise nur die nachgelagerte Prozessstrecke ab dem Drucksystem implementiert oder ein vorhandener Tunneltrockner in den Prozess eingebunden werden. Grundlage ist eine gemeinsame Analyse der Anforderungen, bei der geprüft wird, welches vorhandene Equipment sinnvoll integriert werden kann.
Ausgelegt für hohes Produktionsvolumen: DTF-Inline-Produktion mit vier Drucksystemen, Duster, Trockner und Stacker
Individuelle Termine für Live-Demonstrationen
Wie sich diese integrierte Lösung im realen Produktionsumfeld bewährt, zeigt Print Equipment gemeinsam mit ACOSGRAF auf deren Messestand (3-A90) auf der FESPA 2026 in Barcelona (19. bis 22. Mai 2026) im Live-Betrieb. Individuelle Termine für Live-Demonstrationen können vorab unter textildruck@printequipment.de vereinbart werden.
Mit dem Drucksystem STS XPD-924D 24″ bringt Mutoh Europe, die EMEA-Geschäftseinheit von Mutoh Industries Co. Ltd. aus Japan, ein neues DTF-Drucksystem auf den Markt. Die Druckmaschine XPD-924D ist für Produktionsumgebungen mit hohem Durchsatz konzipiert. Nach Angaben des Herstellers vereint der Drucker Geschwindigkeit, Präzision und Konsistenz, um eine hohe und reproduzierbare Transferqualität für ein breites Anwendungsspektrum zu gewährleisten.
Ausgestattet mit versetzt angeordneten AccuFine HD-Doppeldruckköpfen sorgt der Drucker für sanfte Farbübergänge und feine Details. Ein wichtiges Merkmal der Maschine ist sein integriertes Weißtinten-Zirkulationssystem, das in definierten Intervallen automatisch einen stabilen Tintenfluss gewährleistet. Diese Funktion trägt laut Hersteller zur Reduzierung des Wartungsaufwands bei und unterstützt eine gleichbleibende Ausgabequalität.
Der Drucker wird mit der Digital Factory RIP 12 Software geliefert. Dank vorinstallierter Farbprofile, die auf Mutoh Tinten und Folien abgestimmt sind, können Anwender schnell und zuverlässig mit minimalem Einrichtungsaufwand in die Produktion starten.
Vielseitige Anwendungen in verschiedenen Branchen
Der XPD-924D unterstützt das Bedrucken einer Vielzahl von Materialien, darunter Baumwolle, Polyester, Seide, Denim, Fleece und Mischgewebe. Für Anwendungen auf Kunst- oder Naturleder kann ein angepasster TPU-Schmelzklebstoffpulver erforderlich sein.
Ausgestattet mit einem robusten Aluminium-Schienensystem gewährleistet der XPD-924D stabiles und präzises Drucken über alle Betriebsgeschwindigkeiten hinweg. Zusätzliche Funktionen wie ein integrierter Fronttrockner, automatische Ausrichtungssensoren, interne LED-Beleuchtung und ein optimierter Medieneinzug tragen zu einem stabilen Betrieb und benutzerfreundlicher Bedienung bei.
Der mitgelieferte Mutoh Status Monitor (MSM) steigert die Produktivität zusätzlich durch die Möglichkeit, den Druckverlauf zu verfolgen, die Auftragskosten zu analysieren und die Fernüberwachung durchzuführen.
Mit einer Produktionsgeschwindigkeit von bis zu 12,9 m²/h im Dual-Layer-Verfahren sowie mit CMYK und Weiß sowie einer maximalen Auflösung von 1200 x 1200 dpi bietet der XPD-924D hohe Produktivität bei gleichbleibend hoher Druckqualität. Der Drucker liefert nach Angaben des Herstellers langlebige Transfers, die flexibel bleiben und sich dehnen lassen. Sie sind beständig gegen Risse, Ausbleichen und Ablösen.
Das DTF-Drucksystem ist bereits lieferbar und über das autorisierte Händlernetz von Mutoh erhältlich.
Optionaler Pulverschüttler
Der optionale automatische TPU-Klebstoffpulverschüttler STS Inks S-20 ist für die Produktion großer Mengen konzipiert. Er übernimmt den gesamten Pulverprozess vom Auftragen über das Verteilen des Klebers bis hin zum Schmelzen in einem kontinuierlichen, automatisierten Prozess. Übriger Kleber wird am Ende wieder in den Kreislauf zurückgeführt. Dies ermöglicht einen kontrollierten Prozess, eine höhere Workflow-Effizienz und weniger Materialabfall. Die Folie bleibt während der gesamten Produktion durch ein Vakuumsystem stabil.
Der Garnhersteller Amann & Söhne erhielt im Rahmen der Fachmessen Techtextil und Texprocess (21. bis 24. April 2026) für den biologisch abbaubaren Näh- und Stickfaden AeoniQ Fil (Foto) den Texprocess Innovation Award 2026 in der Kategorie „Ökologische Qualität (Klimaschutz, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Recycling, Circularity)“. Und das portugiesische Technologiezentrum CITEVE räumte gleich zweimal ab. So gab es einen Techtextil Innovation Award 2026 in der Kategorie „New Chemicals & Dyes“ für Textildruckpasten aus Abfall statt Erdöl sowie einen Texprocess Innovation Award 2026 in der Kategorie „Digitalisierung + KI“ für eine KI-unterstützte automatisierte T-Shirt-Produktion. Insgesamt kürten die Jurys von Techtextil und Texprocess 17 internationale Preisträger für wegweisende Forschung, innovative Produkte und Materialien sowie neue Verfahren und Technologien.
Biologisch abbaubares Stickgarn AeoniQ Fil von Amann – ein Monomaterial-Design dank Faden aus Zellulose
Selbst wenn Textilprodukte aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen, gibt es für ihre Kreislauffähigkeit eine Achillesferse: Ihre Nähte sind oft aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Polyamid und verhindern so die Sortenreinheit. Neue Ökodesign- Vorgaben, der Digitale Produktpass und die erweiterte Herstellerverantwortung erhöhen zusätzlich den Druck, Textilien voll kreislauffähig zu gestalten. Um diese Lücke zu schließen, hat der Garnhersteller Amann einen biologisch abbaubaren Näh- und Stickfaden entwickelt. Dafür wurde das Unternehmen aus Bönnigheim mit dem Texprocess Innovation Award 2026 in der Kategorie „Ökologische Qualität (Klimaschutz, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Recycling, Circularity)“ ausgezeichnet.
Das neue Garn mit dem Namen „AeoniQ Fil“ ist der weltweit erste Näh- und Stickfaden aus dem Holzzellstoff „AeoniQ“. Dabei handelt es sich um ein mikroplastikfreies und biologisch abbaubares Material auf Basis von Zellulose, das sich in puncto Reißfestigkeit und Elastizität synthetischen Fasern annähert. Mit dem neuartigen Garn will Amann Monomaterial-Designs für Bekleidung und Heimtextilien praktikabel machen. „Homogene Materialien bis in die Naht sind ein entscheidender Schritt hin zu echter Kreislauffähigkeit“, sagt Lea Fischer, Produktmanagerin bei Amann. „Das vereinfacht Recyclingprozesse und End-of-Life-Optionen.“ Laut Amann ist der neue Näh- und Stickfaden etwa doppelt so dehnbar wie herkömmliche zellulosebasierte Fäden. Das ermöglicht stabilere Nähte. Zur Texprocess feierte AeoniQ Fil seine offizielle Marktpremiere.
Textildruckpasten aus Abfall statt Erdöl
Wie sich lokale Abfälle aus der Industrie, Lebensmittel- und Agrarwirtschaft in hochwertige, nachhaltige Textildruckpasten für Mode- und Heimtextilien verwandeln lassen, zeigt CITEVE. Das portugiesische Technologiezentrum hat zu über 94 Prozent bio- und wasserbasierte Druckpasten als Alternative zu erdölbasierten Formulierungen entwickelt. Dafür erhielt CITEVE einen Techtextil Innovation Award 2026 in der Kategorie „New Chemicals & Dyes“. Die zum Patent angemeldeten Pasten sollen die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen im Textildruck reduzieren. Statt herkömmlicher Chemikalien nutzen die Formulierungen Binde- und Verdickungsmittel aus Biopolymeren wie Kollagen und Chitosan, gewonnen aus Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie. Die verwendeten Farbpigmente entstehen durch das feine mechanische Vermahlen (Mikronisierung) von Reststoffen wie Rebschnitt, Kiefernrinde und Asche aus Biomassekesseln. Die daraus resultierenden Partikel sind kleiner als 45 Mikrometer und damit kompatibel mit dem Rotationssiebdruck, einem der weltweit meistgenutzten Textildruckverfahren.
„Unsere Pasten sind revolutionär, denn sie ermöglichen nachhaltigen Textildruck, der umweltfreundliche Rezepturen mit industrieller Anwendbarkeit vereint“, sagt Augusta Silva, Innovation Manager für Textildruck und Beschichtung bei CITEVE. „Der Techtextil Innovation Award bestätigt die Exzellenz unserer Forschung.“ CITEVE entwickelte die Innovation gemeinsam mit dem Forschungszentrum CeNTI und der Firma Lameirinho Indústria Têxtil. Welche Druckqualität die neuen Textildruckpasten erreichen, sah man auf der Techtextil. Dort präsentierte CITEVE die biobasierten Pasten erstmals einem internationalen Fachpublikum auch am Beispiel bedruckter Textilprodukte.
Mit KI zur automatisierten T-Shirt-Produktion
Das T-Shirt gehört mit geschätzt zwei Milliarden Stück pro Jahr zu den meistproduzierten Kleidungsstücken der Welt. Und es wird bis heute fast ausschließlich manuell gefertigt. Vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel, Anforderungen an die digitale Rückverfolgbarkeit und dem Trend zur Rückverlagerung der Produktion nach Europa stellt sich die Textilbranche zunehmend die Frage: Lässt sich das T-Shirt künftig automatisiert herstellen? Eine Antwort liefert das portugiesische Technologiezentrum CITEVE mit seiner robotergesteuerten T-Shirt-Produktionszelle. Sie kombiniert KI-basiertes Greifen und automatisiertes Nähen. Dafür erhielt das Institut einen Texprocess Innovation Award 2026 in der Kategorie „Digitalisierung + KI“. Laut CITEVE ist die zentrale Innovation eine KI-gestützte Greifpunkterkennung (Computer-Vision-Pipeline). Sie erkennt in Echtzeit die Stoffteile direkt auf dem Schneidetisch und berechnet die optimalen Greifpunkte anhand von Form, Größe und Material.
„Das zuverlässige Greifen flexibler Stoffteile ist eines der schwierigsten ungelösten Probleme der Textilrobotik“, erklärt Nelson Rodrigues, Teamleiter Robotik bei CITEVE. „Unser System geht dieses Problem direkt an: Wenn man hier an dem von der KI berechneten Punkt greift, verliert das Stoffteil seine Form nicht.“ Um die Integration in bestehende Produktionsprozesse zu erleichtern, setzt CITEVE auf konventionelle, technologisch aufgerüstete Nähmaschinen. Erste Pilotzellen in Entwicklungsumgebung erreichen eine Zykluszeit von knapp 35 Sekunden pro T-Shirt. Eine Validierungsphase mit Strickwarenherstellern ist geplant. Das von CITEVE koordinierte Projekt wird gemeinsam mit den Forschungseinrichtungen CeNTI, CCG/ZGDV und INESC TEC sowie den Technologieunternehmen ESI Robotics und Mind umgesetzt. Auf der Texprocess demonstrierten sie die Lösung am Beispiel des KI-gestützten Nähens von Tragetaschen.
Preisverleihung
In zehn Kategorien wurden 17 internationale Preisträger für wegweisende Forschung, innovative Produkte und Materialien sowie neue Verfahren und Technologien mit den Techtextil und Texprocess Innovation Awards 2026 ausgezeichnet. Die Innovationen liefern Lösungen weit über die Textilindustrie hinaus – unter anderem für Automobil, Luftfahrt, Medizin, Architektur und Bau sowie Robotik.
Alle zwei Jahre zeichnen Techtextil und Texprocess mit den Innovation Awards wegweisende Entwicklungen entlang des gesamten textilen Produktionsprozesses aus. Zwei Fachjurys renommierter Expert*innen aus Wissenschaft und Forschung wählen dafür herausragende Forschungsergebnisse, Produkte, Materialien, Lösungen und Technologien aus. Die Innovation Awards werden 2026 zum 18. Mal verliehen. Sie sind verlässlicher Frühindikator für Entwicklungen, die die globale Textilindustrie – und darüber hinaus – prägen werden. Sie fördern den branchenübergreifenden Austausch zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und unterstützen zukunftsweisende Kooperationen. Dabei machen sie textile Innovationen als Treiber für zahlreiche Branchen sichtbar.
14 Profis aus dem Merch-Business zeigen auf dem OMR-Festival in Hamburg am 5. und 6. Mai 2026 zum zweiten Mal mit ihrem Gemeinschaftsstand, wie haptisches Marketing als multisensorisches Erlebnis an Relevanz gewinnt. Dabei steht Markenkommunikation zum Anfassen im Mittelpunkt.
Im vergangenen Jahr trat die Sonderschau „The Hapticologist – The Center of Seven Senses“ erstmals bei der OMR auf. Die „coolste Bar der Welt“ mit DJ-Sound, Signature Drinks, eine prämierte Masterclass und viele Merch-Ideen sprachen die Sinne der Festivalgäste an. Nun kehrt „The Hapticologist“ auf das OMR-Festival (Halle A4, Stand E01) zurück. Das soll die Aktion mit 14 Partnern aus der Werbeartikelbranche noch größer und erlebnisorientierter werden. Der Gemeinschaftsstand versteht sich als Plattform, die die Wirkung haptischer Werbung und multisensorischer Markenführung live erlebbar macht.
Markenkommunikation zum Anfassen
Im Zentrum steht ein Ansatz, der in Zeiten zunehmender Digitalisierung an Bedeutung gewinnt: physische Markenerlebnisse als Ergänzung und Verstärker digitaler Kommunikation. „The Hapticologist“ übersetzt diesen Gedanken in ein aktivierendes Messekonzept und verbindet Erlebnis, Austausch und Inspiration. Merch-Lösungen werden in cooler Bar-Umgebung inszeniert und erlebbar gemacht.
Ziel ist es, der Marketing-Community auf der OMR aufzuzeigen, wie haptische Werbung emotionale Bindung schafft, Aufmerksamkeit generiert und Marken langfristig im Gedächtnis verankert. Damit adressiert die Initiative ein zentrales Bedürfnis moderner Kommunikation: echte, physische Berührungspunkte in einer zunehmend digitalen Welt.
14 Partner – gebündelte Branchenkompetenz
Hinter dem Konzept steht ein Zusammenschluss von 14 führenden Unternehmen aus dem Werbeartikelmarkt – Hersteller, Händler und Branchendienstleister. Dazu zählen die Partner Cybergroup International, FARE – Guenther Fassbender GmbH, Halfar System GmbH, HAPTICA, Kalfany Süße Werbung, KOLIBRI Werbeartikel & Merch, mbw Vertriebsges. mbH, POLYCLEAN International GmbH, Prodir, PSI – Promotional Product Service Institute, RHEINWALT GmbH, RICHARTZ GmbH, SIGG Switzerland Bottles AG sowie uma Schreibgeräte Ullmann GmbH. Gemeinsam zeigen die Unternehmen, wie sich Merch und haptische Werbung strategisch in moderne Kampagnen integrieren und sinnvoll mit digitalen Touchpoints verknüpfen lässt.
„Werbung erzeugt nur 20 bis 25 Prozent der Markenwirkung – die stärksten Eindrücke erzeugen andere Kontaktpunkte“, greift Petra Lassahn eine Kernbotschaft der Masterclass auf. Lassahn ist beim Messeveranstalter RX als Director für die Werbeartikelleitmesse PSI verantwortlich: „Wir zeigen auf der OMR als Branche, dass multisensorische Touchpoints, die Menschen körperlich erleben, die Markenwahrnehmung sehr stark prägen und die Wirkung digitaler Kontaktpunkte deutlich erhöhen.“
„Merch is Magic“, bringt es Steven Baumgaertner, CEO von cyber-Wear und Mitinitiator des Projekts auf den Punkt. „Wir machen die Relevanz haptischer Werbung für modernes Marketing erlebbar. Unsere Bar zeigt die Kreativität von Werbeartikeln, unsere Masterclass untermauert die Wirkung wissenschaftlich – das ist die perfekte Mischung, mit der wir die Digital-Community auch dieses Jahr wieder begeistern werden.“
Content, Community und konkrete Anwendung
Neben der Erlebnisfläche bietet „The Hapticologist“ auch 2026 ein inhaltliches Rahmenprogramm mit klarem Praxisbezug. So gibt es die Masterclass „Why Advertising Fails and Brand Experience Wins“ mit Olaf G. Hartmann (Multisense Institute), Martin Drust (Leitung Marke FC St. Pauli), Alexander Timm (Head of Merchandising FC St. Pauli) und Jennifer Treiber-Ruckenbrod, Global Head of Brand & Communications MINI. Eine Guided Tour führt Interessierte zu ausgewählten Merch-Konzepten auf dem Festival. In der Hapticologist-Bar warten Networking-Formate auf die Besucher*innen.
Der Stand „The Hapticologist“ befindet sich in Halle A4, Stand E01.
Mit der Einführung des neuen Editors erweitert die Gustav Daiber GmbH ihren bestehenden Online-Konfigurator für Druck- und Stickaufträge. Mit dem Gestaltungstool stärkt der Anbieter die digitale Kundenschnittstelle. Damit geht der Corporate-Fashion-Hersteller den nächsten Schritt in Richtung einer ganzheitlichen Full-Service-Plattform. Diese reicht von der Preisermittlung bis hin zur visuellen Gestaltung und KI-gestützten Visualisierung von Druck- und Stickveredelungen direkt im Webshop.
Mit dem 2025 etablierten 24/7-Konfigurator bietet Daiber seinen Kunden eine einfache und transparente Möglichkeit zur Preisermittlung für Druck- und Stickaufträge entsprechend der kundenindividuellen Konditionen. Nun treibt das Textilunternehmen die Transformation zur digitalen Corporate-Fashion-Plattform weiter voran. Der Textilspezialist erweitert den Service um zusätzliche Funktionen für noch mehr Nutzerkomfort und die Unterstützung seiner Händler. Neu ist die Kombination aus Kalkulation und Gestaltung. Während der Konfigurator weiterhin für die schnelle Preisübersicht sorgt, ermöglicht der integrierte Editor ab sofort eine intuitive und parallele Gestaltung von Druck- und Stickaufträgen direkt im Webshop. KI-generierte Inspirationsbilder ergänzen das System. Zur Orientierung steht Kunden zudem die neue Artikelkategorie „Gestaltbar“ zur Verfügung, über die alle editorfähigen Artikel gebündelt auffindbar sind.
„Mit dem neuen Editor erweitern wir unseren Konfigurator um die visuelle Artikelgestaltung und weiten so unser vertriebsunterstützendes, digitales Angebot mit 24/7-Verfügbarkeit im Bereich Veredelung aus. Damit bieten wir unseren Kunden in der Angebotsphase, der Beratung des Endkunden und auch bei der Beauftragung entscheidende funktionale Mehrwerte für ihre Veredelungsprojekte – und erreichen einen weiteren Meilenstein in unserer Digitalstrategie“, erklärt Steffen Frank, Leiter Digitalisierung/Geschäftsentwicklung bei Daiber.
Gestaltung und Preisermittlung in einem Tool vereint
Über die jeweilige Artikeldetailseite im Webshop können Nutzer:innen mit einem Klick auf den Button „Konfigurieren“ die Gestaltung des gewünschten Artikels vornehmen. Dazu wählen sie Veredlungsbereiche und -arten flexibel aus, laden individuelle Motive hoch und erhalten anhand dessen unmittelbar eine Einschätzung zur Umsetzbarkeit sowie der Druck- oder Stickqualität. Gleichzeitig erkennt das Tool automatisch die im Motiv enthaltenen Farben und schlägt passende Farbwerte vor, ohne die manuelle Farbauswahl einzuschränken.
Das Highlight: KI-generierte Inspirationsbilder für realitätsnahe Einsatzszenarien
Ein zentrales, innovatives Highlight des neuen Editors ist die Integration von KI-generierten Inspirationsbildern. Auf Basis des hochgeladenen Motivs erstellt das Tool automatisch realitätsnahe Anwendungsszenarien. Dabei zeigt es das mit Stick oder Druck veredelte Produkt im Einsatz. Dabei erkennt die KI den Kontext eines Logos und generiert passende Bildwelten – etwa im Handwerk, im Service oder anderen branchenspezifischen Umgebungen. Auch alternative Perspektiven werden berücksichtigt: So kann beispielsweise eine Rückenansicht visualisiert werden, selbst wenn initial nur die Vorderseite konfiguriert wurde. Für unterschiedliche Stilrichtungen stehen mehrere KI-Modelle zur Auswahl, über die sich verschiedene Bildwelten generieren lassen. Für noch mehr Bildmaterial zur Inspiration können mehrfach hintereinander neue Varianten erstellt werden. Das optimal in Szene gesetzte Ergebnis kann anschließend direkt beauftragt werden.
Zusätzlich zur Integration des neuen Editors wurde der bestehende Konfigurator zur Preisermittlung weiterentwickelt. Mit der Mehrartikelfähigkeit können Nutzer:innen im Webshop nun einen Auftrag mit mehreren Artikeln gleichzeitig kalkulieren und beauftragen. Ein besonderer Mehrwert liegt dabei in der Möglichkeit, einmal erstellte Konfigurationen flexibel auf andere Artikel oder Bereiche übertragen zu können. Die damit verbundenen Preisvorteile werden für den Kunden nun konsequent berücksichtigt.
Begleitende Kampagne zur Einführung des Editors
Zur Einführung des Editors startet Daiber eine begleitende Kampagne von Mitte April bis Mitte Mai. Im Fokus steht die Full-Service-Ausrichtung des Unternehmens, kombiniert mit attraktiven Vorteilen für Kunden. Dazu zählen 20 Prozent Rabatt auf Veredelungskosten für Druck und Stick sowie zehn kostenlose, veredelte Shirts zur Fußball-WM 2026 je Auftrag über 1.000 Euro netto.
Das Forschungsprojekt „Knitcycle“ an der Hochschule Niederrhein (HSNR) zeigt, dass hochwertiges Textilrecycling technisch möglich ist. In Kooperation mit dem Flachstrickspezialisten Bache Innovative entwickelte das Forschungsteam Strickgarne, die aus bis zu 100 Prozent Recyclingmaterial bestehen. Die Garne lassen sich erneut zu hochwertigen Textilien verarbeiten.
Weltweit landen derzeit rund 87 Prozent der Textilabfälle auf Deponien oder werden verbrannt. Gleichzeitig wird recyceltes Material häufig nur für minderwertige Anwendungen eingesetzt. Genau hier setzt das Projekt an. Ziel war es, die Recyclingfähigkeit von Strickprodukten bereits in der Design- und Entwicklungsphase gezielt zu verbessern – im Sinne eines „Design for Recycling“.
Im Fokus der Forschung standen unter anderem Materialauswahl, Produktgestaltung und Bindungskonstruktionen. Ergänzend untersuchte das Forschungsteam zentrale Parameter des mechanischen Recyclingprozesses. Zum Einsatz kam dabei eine durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Reißmaschine.
Unterstützt wurde das Projekt von den assoziierten Partnern Textechno H. Stein GmbH & Co. KG, die Unterstützung bei der Analyse und Bewertung der Faserqualität gaben, sowie Turns Faserkreisläufe, die ihre Expertise im Bereich des hochwertigen Recyclings einbrachten. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Bereits in der Produktentwicklung getroffene Entscheidungen haben erheblichen Einfluss auf die spätere Wiederverwertbarkeit von Textilien. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung neuer Strickgarne, die vollständig aus recycelten Fasern bestehen und dennoch die Anforderungen an hochwertige Textilien erfüllen. Damit ist es erstmals gelungen, den Materialkreislauf im Strickbereich weitgehend zu schließen.
„Die Branche steht vor einem grundlegenden Wandel“
„Die Branche steht vor einem grundlegenden Wandel: Hochwertiges Recycling ist möglich, derzeit aber noch deutlich kostenintensiver als die Herstellung von Neuware. Genau hier braucht es Innovationen und ein Umdenken Referat Hochschulkommunikation entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, sagt Professorin Ellen Bendt, die das Projekt an der HSNR leitete.
Insbesondere für regionale Produzenten ergeben sich neue Perspektiven: Produktionsreste und textile Abfälle könnten künftig effizienter wiederverwertet und in den Materialkreislauf zurückgeführt werden. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung bestehen, Recyclingprozesse wirtschaftlicher zu gestalten und breiter zu etablieren. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen in einem Folgeprojekt weiter vertieft werden. Angesichts begrenzter Ressourcen wird die mehrfache Nutzung von Materialien künftig eine zentrale Rolle für die textile Industrie spielen.
Das Forschungsprojekt „Knitcycle“…
… wurde am hochschuleigenen Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein durchgeführt. Es beschäftigte sich mit innovativen Ansätzen zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Strickprodukten im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) förderte das Projekt über zwei Jahre mit insgesamt rund 290.000 Euro.
Foto: Das Team der Hochschule Niederrhein zu Besuch bei der Firma Bache GmbH.
Der Corporate-Wear-Hersteller HAKRO hat sein Portfolio erweitert und eine hochwertige Label-Free-Kollektion auf den Markt gebracht. Die Artikel richten sich speziell an Unternehmen, Marken und Künstler. Damit etabliert das 1969 gegründete Familienunternehmen ein Merchandise-Angebot in industriewaschfester MIKRALINAR‑Eco-Heavy-Qualität – ein Novum im Markt. Als erster prominenter Kunde setzt der Rapper Kool Savas auf die neuen Produkte.
Mit der Label-Free-Kollektion überträgt HAKRO seine hohen Qualitätsstandards aus der Corporate Wear in ein zunehmend professionelles Merchandise-Umfeld. Als einziger Anbieter fertigt HAKRO Label-Free-Textilien in der MIKRALINAR‑ECO-Heavy-Qualität. Das Material besteht aus 50 Prozent Baumwolle und 50 Prozent GRS-zertifiziertem, recyceltem Polyester, nach DIN EN ISO 15797 für die Industriewäsche zertifiziert und mit dem staatlichen Siegel „Grüner Knopf“ ausgezeichnet. GRS steht für den Global Recycled Standard und ist ein Siegel für recycelte Textilien.
„Während klassische Label-Free-Artikel nur in Basisqualitäten angeboten werden, schließt HAKRO erstmals die Lücke zwischen Branding-Freiheit und hochwertiger Textilqualität“, erklärt Danny Jüngling, Mitglied der HAKRO Geschäftsleitung. „Unsere Produkte sind farbecht und formstabil, industriewaschfest und damit auf einem Niveau, das im Corporate-Bereich höchsten Anforderungen entspricht – im Merchandise aber bislang fehlte.“
Nachhaltige Merch-Textilien mit Siegel
Die Label-Free-Kollektion ist ab sofort über das HAKRO Fachhandelsnetz erhältlich. Für größere Artist-Kollektionen bietet HAKRO auch Unterstützung an. Die Kollektion richtet sich an Unternehmen, Marken und Künstler, die die Bekleidung individuell veredeln und vollständig unter eigenem Namen vertreiben möchten. „Wer Mitarbeitende mit hochwertiger Arbeitskleidung ausstattet, sendet eine klare Botschaft der Wertschätzung. Dasselbe gilt für alle, die Merchandise-Artikel an ihre Fans verkaufen“, ergänzt Danny Jüngling. „Mit unserer neuen Kollektion ermöglichen wir es den Brands und Künstlern, genau diese Botschaft zu transportieren – mit einer Qualität, die hält.“
Die gesamte Kollektion trägt seit 2020 den „Grünen Knopf“, das staatliche Siegel zur Kennzeichnung von nachhaltigen Textilien. Zudem erreichte HAKRO 2024 den „Fair Wear Leader“-Status.
Kool Savas als prominenter Partner
Die HAKRO Qualität überzeugt bereits prominente Kunden: 2025 war das Unternehmen offizieller Merchandising-Partner der „50 Jahre“-Tour von Kool Savas und stattete zudem seine gesamte Crew aus. Der Künstler zeigt sich begeistert: „Ich schätze die Zusammenarbeit mit HAKRO sehr. Das Team setzt – genau wie ich – auf Qualität und Langlebigkeit. Das ist ein Perfect Match. Seit ich beim Merchandise auf HAKRO umgestiegen bin, gehören Reklamationen der Vergangenheit an.“
Aus der Zusammenarbeit ist eine Markenkampagne entstanden, die von Jung von Matt LIMMAT (Konzept und Kreation) und CONFGRD aus Stuttgart (Strategie und Beratung) entwickelt wurde. Die Kampagne für den DACH-Raum läuft seit März auf verschiedenen Social-Media-Kanälen. Sie wird zum Ende des Monats um eine generelle Label-Free-Kommunikation ergänzt.