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Die DTF-Pannenhelfer sind auf der Straße

Die wirtschaftliche Lage hat es in sich, Investitionen werden überall zurückgestellt. Das beobachtet Philipp Klinger, Geschäftsführer von Lynx Deutschland, schon seit etlichen Monaten. „Wir verkaufen derzeit deutlich weniger Systeme oder Maschinen in den Markt als noch vor einem oder zwei Jahren. Die Kriege, die Lieferketten, die fehlenden Fachkräfte und viele weitere Faktoren führen dazu, dass die Druckdienstleister ihre alten Systeme am Laufen halten.“ Und diese Systeme brauchen Service.

Aus diesem Grund startet Lynx Deutschland nun mit einer bundesweiten Service-Initiative. Das Unternehmen will Textildruckereien bei Maschinenstillstand oder Reparatur von alten Systemen bei Service und Wartung helfen. „Wir bekommen viele Hilferufe von verzweifelten DTF-Anwendern, weil deren Maschinen stillstehen, weil Servicepersonal im Markt fehlt oder die Systemhäuser ihren Service vor Ort aus verschiedenen Gründen eingestellt haben. Aus diesem Grund sind wir seit geraumer Zeit ständig unterwegs und helfen. Das brachte uns auf die Idee, die Initiative „DTF-Pannenhelfer“ zu starten und den Service noch weiter zu verstärken.“

Klinger und sein Team wollen den Druckdienstleistern in den schwierigen Zeiten helfen, deren Geschäfte am Laufen zu halten. Zugleich will Lynx Deutschland die Textilveredlungsbetriebe bei Prozessoptimierungen unterstützen.

Hinweis: Das Symbolbild wurde von Lynx Deutschland mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.


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Cotton Classics Roadshow wurde zur Rekordtour

Die diesjährige Cotton Classics Roadshow war die bislang größte Tour ihrer Geschichte. Von Januar bis März 2026 machte die mobile Branchenveranstaltung in acht Ländern und 19 Städten Halt. Nach Angaben des Veranstalters und Textilgroßhändlers Cotton Classics zog die Roadshow erneut mehr als 4.000 Fachbesucher aus Werbemittelhandel, Textildruck, Stickerei, Arbeitsbekleidung, Merchandising und E-Commerce an. Über 50 Marken präsentierten mehr als 400 Produktneuheiten und sorgten für intensive Gespräche sowie neue Impulse zum Jahresauftakt für die Branche.

Neue Marken, bewährtes Konzept

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die große Vielfalt an Produkten und Kollektionen. Fachhändler nutzten die Gelegenheit, Neuheiten direkt vor ihrer Haustüre zu erleben, Materialien zu vergleichen und sich mit Markenvertretern sowie dem Cotton Classics Team auszutauschen. Erstmals führte die Roadshow auch nach Italien. Die Station in Mailand wurde von Fachhändlern und Markenpartnern gut aufgenommen. Sie ergänzte das erfolgreiche Tourprogramm in Deutschland, Österreich, Tschechien, Kroatien, Slowakei, Slowenien und der Schweiz.

Besonderes Interesse galt in diesem Jahr den neu in das Cotton Classics Portfolio aufgenommenen Marken aus der New Wave Gruppe. Der schwedische New Wave Konzern hat den österreichischen Großhändler Cotton Classics im Sommer 2025 übernommen. Die Marken Craft, Clique, Cutter & Buck, James Harvest, J.Harvest & Frost, Printer und Projob erweitern seither das Sortiment im Bereich Corporate Fashion, Workwear und Promotiontextilien.

Besuchermagnet: die neue Marke „Untagged Movement“

Großen Zuspruch erhielt auch die neue nachhaltige Merch- und Lifestyle-Marke Untagged Movement von New Wave. Hunderte Händler nahmen die Kollektion im Detail unter die Lupe. Die Besucherinnen und Besucher informierten sich intensiv über Material, Farbvielfalt und Einsatzmöglichkeiten für modernes Merchandising.

„Die Roadshow ist für uns jedes Jahr der perfekte Auftakt und war für mich persönlich ein beeindruckender Start“, sagt Kathrin Zlousic, die seit Beginn dieses Jahres neue CEO von Cotton Classics ist. „Dass wir erneut so viele Besucher begrüßen durften, bestätigt uns in unserem Konzept. Der persönliche Austausch mit unseren Kunden und Lieferanten ist mir dabei besonders wichtig und unterstreicht unsere Philosophie: We care. You sell.“

Auch Tobias Seidel, verantwortlich für Vertrieb und Marketing, zieht ein positives Fazit: „Es ist jedes Jahr faszinierend zu sehen, wie unsere Kunden die Neuheiten erleben und Inspiration für ihr Geschäft mit nach Hause nehmen. Genau das macht die Roadshow so einzigartig.“

Die Planungen für die Roadshow 2027 sind bereits in vollem Gange. Cotton Classics bleibt seinem Anspruch treu, der Branche Jahr für Jahr ein unvergleichliches Event zu bieten.


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Bundesinnungsmeisterin Martina Gralki-Brosch legt Amt beim ZVSL nieder

Die Bundesinnungsmeisterin des Zentralverbandes Schilder und Lichtreklame (ZVSL), Martina Gralki-Brosch, hat ihr Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Damit endet eine 15-jährige Amtszeit an der Spitze des Berufsverbandes sowie mehr als drei Jahrzehnte berufspolitisches Engagement für das Handwerk.

Die Entscheidung folgte aus persönlichen Gründen, auch um einen Generationenwechsel einzuleiten. Mit ihrem Rücktritt schließt sich zugleich ein Abschnitt, der die Entwicklung des Gewerks in besonderer Weise geprägt hat. In ihre Amtszeit fällt insbesondere die Wiedereinführung der Meisterpflicht nach rund zwanzigjähriger Meisterfreiheit. Dies ist bis heute ein zentraler Bezugspunkt in der Entwicklung des Gewerks.

Für ihre Verdienste wurde Martina Gralki-Brosch im Jahr 2023 mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet, der höchsten Ehrung des deutschen Handwerks. Diese Auszeichnung steht zugleich stellvertretend für ein langjähriges ehrenamtlichen Engagement, das weit über das übliche Maß hinausgeht. Über einen Zeitraum von 35 Jahren hat sie Verantwortung im Handwerk übernommen und dabei Familie, einen eigenen Betrieb und berufspolitischen Ehrenamt miteinander verbunden. Ihr Wirken ist damit nicht nur Ausdruck persönlicher Einsatzbereitschaft, sondern beispielhaft für das Selbstverständnis des Handwerks insgesamt. Zugleich steht ihr Weg für eine Entwicklung, die das Gesamthandwerk zunehmend prägt: Frauen übernehmen Verantwortung und führen selbstverständlich auch an der Spitze von Gewerken, die lange als männerdominiert galten.

Der Zentralverband wird ihr Wirken in dankbarer und positiver Erinnerung behalten. Die Arbeitsfähigkeit des Zentralverbandes ist uneingeschränkt gewährleistet. Die laufenden Aufgaben und Projekte werden ohne Einschränkung fortgeführt. Bis zur turnusgemäßen Neuwahl führen satzungsgemäß die stellvertretenden Bundesinnungsmeister bzw. -meisterin den Verband. Dies sind derzeit Manuela Heun-Roth und Frank Berenbrinker.


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Print Equipment lädt erneut zur PRINTCON nach Wien ein

Was 2024 als neue Fachmesse für Druckvielfalt startete, entwickelt sich weiter: Die PRINTCON geht 2026 in ihre zweite Runde und positioniert sich zunehmend als feste Branchenplattform für Textil, Druck und Veredelung. Am 23. und 24. April 2026 lädt Print Equipment erneut nach Wien – diesmal ins Austria Center Vienna.

Mit dem Wechsel in das Austria Center Vienna trägt der Veranstalter dem gewachsenen Interesse Rechnung. Die neue Location bietet mit rund 2.300 Quadratmetern inklusive Vortragsbereich deutlich mehr Raum für Aussteller, Live-Demonstrationen und Fachvorträge als bei der Premiere 2024, die auf rund 800 Quadratmetern stattfand. Gleichzeitig sorgt die zentrale Lage für eine bessere Erreichbarkeit, insbesondere für Besucher aus Wien und dem Umland.

„Die Premiere der PRINTCON 2024 hat gezeigt, dass das Interesse an einem solchen Veranstaltungsformat in der Branche eindeutig vorhanden ist. Das Feedback von Ausstellern und Besuchern war sehr positiv. Darauf bauen wir 2026 auf und entwickeln die PRINTCON gezielt weiter – mit mehr Fläche, mehr Ausstellern und einem noch intensiveren Messe- und Austauscherlebnis“, erklärt Natascha Panter, die bei Print Equipment für die Organisation der PRINTCON verantwortlich ist.

Messe, Fachvorträge und viel Praxis

Inhaltlich bleibt das Messeformat seiner Ausrichtung treu und setzt weiterhin auf Live-Demonstrationen moderner Druck- und Veredelungstechnologien. Das Spektrum reicht von klassischem Textildruck über Stick- und Transferlösungen bis hin zu Laseranwendungen und Automatisierungskonzepten. Ergänzt wird das Messegeschehen durch Fachvorträge, die aktuelle Themen, Trends und Herausforderungen der Branche aufgreifen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 auf Weiterverarbeitung und Automatisierung in der Textilveredlung.

Der Veranstalter erwartet mehr als 20 Aussteller aus den Bereichen Textil, Druck und Veredlung. Zu den bereits angekündigten Partnern und Zulieferern von Print Equipment zählen unter anderem L-SHOP-TEAM, Mutoh, Spandex, Epson und Secabo. Print Equipment präsentiert sein gesamtes Liefersortiment.

Mit der zweiten Ausgabe festigt die PRINTCON ihren Anspruch, sich als österreichischer Branchentreffpunkt für Druck- und Textilveredlung zu etablieren – kompakt im Format, praxisnah in den Inhalten und mit einem klaren Fokus auf Austausch und Vernetzung.

Tickets für die PRINTCON 2026 sind bereits erhältlich. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro, die Verpflegung vor Ort ist inklusive.


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Verantwortungsvolle Textilproduktion „made in Africa“ bei L-SHOP-TEAM

Die Marken Mantis und Babybugz, gegründet von Prama Bhardwaj im Jahre 2000, stehen von Anfang an für Transparenz, Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen. Ihre Wurzeln liegen in Tansania in Ostafrika, wo bis heute rund ein Drittel der Kollektion gefertigt wird. In einer Branche, die zunehmend von Greenwashing geprägt ist, setzen Mantis und Babybugz bewusst auf Offenheit, Nachvollziehbarkeit und langfristige Partnerschaften entlang der gesamten Lieferkette.

Ein zentrales Element dieser Philosophie ist die enge Verbindung zur Sunflag Tanzania – einer seit Generationen familiengeführten, vertikal integrierten Textilproduktion. Sunflag wurde in den 1960er-Jahren von Prama Bhardwajs Großvater gegründet und wird bis heute von ihrer Familie geführt. Hier finden alle Produktionsschritte unter einem Dach statt: vom Spinnen der Bio-Baumwolle über das Weben bis zum Nähen der fertigen Kleidungsstücke. So entstehen nicht nur transparente Prozesse, sondern auch eine starke lokale Wertschöpfung. Rund 2.500 Menschen, überwiegend Frauen, finden bei Sunflag sichere Arbeitsplätze, während das Unternehmen zusätzlich Schulen und Waisenhäuser in der Region unterstützt.

Die Baumwolle stammt aus biologischem und regenerativem Anbau der Kooperative Biosustain. Seit 2005 nutzen Mantis und Babybugz konsequent Bio-Baumwolle. Seit 2008 sind die Produkte GOTS-zertifiziert, und Sunflag war die erste GOTS-zertifizierte Textilfabrik Afrikas. Die Bauern berichten von gesünderen Böden, stabileren Erträgen und positiven Effekten für ihre Gemeinschaften. Tansania bietet dafür ideale Voraussetzungen.

Tansania verbietet gentechnisch verändertes Saatgut

Das Land ist politisch stabil, zählt zu den größten Bio-Baumwollproduzenten der Welt und verbietet gentechnisch verändertes Saatgut. So bleibt die gesamte Lieferkette – von der Saat bis zum fertigen Kleidungsstück – innerhalb des Landes.

Textilien von Mantis M104-TLC M96Seit Februar 2025 sind Mantis und Babybugz Teil der L-SHOP-TEAM-Familie. Die Produktion in Afrika wird konsequent fortgeführt und liegt auch L-SHOP-TEAM besonders am Herzen. Angesichts einer steigenden Nachfrage nach Textilien, die nicht in Fernost hergestellt werden, gewinnen transparente und regional verankerte Lieferketten zunehmend an Bedeutung. Um diese Herkunft künftig noch sichtbarer zu machen, wird es im Webshop einfacher sein, unter „Themen“ in Afrika produzierte Artikel gezielt zu filtern. Zusätzlich gibt es einen eigenen Digitalkatalog für alle „Made in Africa“-Artikel.

Für Mantis und Babybugz ist Transparenz das wirksamste Mittel für glaubwürdige Nachhaltigkeit. Seit 2020 werden alle Kleidungsstücke mit QR-Codes versehen, die Einblicke in Herkunft, Produktionsschritte und ökologische Auswirkungen geben. Doch Zahlen und Zertifikate allein genügen nicht: Entscheidend sind persönliche, über Jahre gewachsene Beziehungen. Genau diese langfristige Zusammenarbeit mit Sunflag Tanzania, die nun vom L-SHOP Team weitergeführt wird, bildet das Fundament der Marken. Sie zeigt, wie verantwortungsvolle Textilproduktion nachvollziehbar und zukunftsfähig umgesetzt werden kann.


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Texprocess will einen Marktüberblick für strategische Zukunftsinvestitionen bieten

Auf der Frankfurter Textilmesse Texprocess zeigen 200 Aussteller aus 28 Ländern in einem herausfordernden Marktumfeld ihre Neuheiten und Lösungen für die textile Verarbeitung. Themenschwerpunkte sind dabei Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Zudem präsentieren internationale Start-ups ihre Ideen und treffen auf Partner aus Industrie und Forschung. Parallel findet die Techtextil mit dem Schwerpunkt Technischer Textilien statt.

Wer heute in neue Verarbeitungstechnologien investiert, baut damit die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens aus. Neue Technologien bieten Lösungen für viele Anforderungen – von Effizienz- über Qualitätssteigerung bis zu optimiertem Ressourceneinsatz. Vom 21. bis 24. April 2026 erhält das Fachpublikum auf der Texprocess einen Marktüberblick für diese Investitionsentscheidungen. Die internationale Leitmesse versammelt 200 Aussteller aus 28 Ländern auf dem Messegelände in Frankfurt. Die häufigsten Ausstellerländer sind Deutschland, Italien, Taiwan, die Türkei und Großbritannien. Neu vertreten sind Unternehmen aus Australien, Finnland, der Slowakei und Ungarn.

Zu den Ausstellern gehören unter anderem Amann & Söhne, Brother Industrial, Epson, Gunold, Happy Japan, Melco, Madeira, Tajima, Wilcom und ZSK Stickmaschinen.

In 15 Produktgruppen finden Besucher*innen neue Perspektiven für ihr Business. Sie vergleichen Lösungen entlang der gesamten Prozesskette – von CAD/CAM über Cutting, Nähen, Sticken oder Finishing.

„Auf der Texprocess sehen wir, welche Chancen in den neuen Technologien für viele Unternehmen steckt. Investitionen in schnelle, vernetzte und wirtschaftliche Systeme ermöglichen es, die Produktion zukunftsfähig aufzustellen. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen mit volatiler Zollpolitik, Fachkräftemangel und anhaltend hohen Energiekosten, sind leistungsoptimierte Maschinen und Abläufe ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“, sagt Sabine Scharrer, Director Brand Management Technical Textiles & Textile Processing, Messe Frankfurt.

Prämierte Innovationen

Die Texprocess ist eine Plattform der Industrie, um Innovationen aus erster Hand kennenzulernen. Der Texprocess Innovation Award präsentiert besonders herausragende Ideen – ausgewählt von einer renommierten Expertenjury. Im Fokus stehen Lösungen zur Qualitätssteigerung, Digitalisierung und KI sowie ökologische und ökonomische Optimierungen. Die Anzahl an Einreichungen ist gestiegen, die Gewinner werden auf der Messe bekannt gegeben.

Der gesamte textile Produktionsprozess an einem Ort

Parallel zur Texprocess findet die Techtextil, die Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe in direkter Nähe statt. Zusammen decken die beiden Veranstaltungen den gesamten textilen Produktionsprozess ab. Sie bringen gemeinsam mehr als 1.700 Aussteller auf das Frankfurter Messegelände. So finden Besucher*innen der Texprocess auf der Techtextil die passenden Hightech-Materialien für ihre Anwendung.


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5,5 Millionen Kilowattstunden für SETEX-Textil

Der Textilproduzent SETEX-Textil stellt gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern den Solarpark Dingden vor. Die Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 6.577,2 kWp (6,5 MWp) und 9.396 Modulen ist im Januar 2026 planmäßig in Betrieb gegangen. Zukünftig soll sie jährlich etwa 5,5 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom liefern. Davon werden nach aktueller Planung rund 65 Prozent des erzeugten Solarstroms direkt am Standort SETEX-Textil in Dingden verbraucht. Der übrige Anteil wird in das Netz eingespeist. Die rechnerische Klimawirkung liegt – je nach zugrunde gelegtem Emissionsfaktor – bei rund 3.711 Tonnen CO₂ pro Jahr.

Der Solarpark ist als Gemeinschaftsprojekt umgesetzt worden. Bauherr und Betreiber ist die SBS Sonnen GmbH & Co. KG, die das Projekt als Auftraggeberin für die SETEX-Textil GmbH realisiert. Die Realisierung der Anlage verantwortete B&W Energy GmbH & Co. KG. Für die elektrische Infrastruktur und Netzanbindung inklusive Schutz- und Regeltechnik zeichnete Omexom Elektrobau GmbH verantwortlich. Westnetz GmbH begleitete als Netzbetreiber die Abnahmen und die Inbetriebnahme der Netzanbindung.

Technische Eckdaten und Anlagenkonzept

Der Solarpark Dingden setzt auf eine aufgeständerte Konstruktion mit 15 Grad Neigungswinkel und eine Ost-West-Ausrichtung, um die Stromproduktion gleichmäßiger über den Tagesverlauf zu verteilen. Das Konzept ist darauf ausgelegt, erneuerbare Erzeugung am Standort dauerhaft nutzbar zu machen und zugleich die Anforderungen an Netzstabilität, Schutzkonzept und Betriebsführung zu erfüllen.

Flächennutzung und Mehrwert vor Ort

Das Projektgebiet umfasst insgesamt 5,2 Hektar. Davon entfallen rund 3 Hektar auf die belegte Fläche, die sich mit 29.187 m² beziffern lässt. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist die Fläche für eine klassische landwirtschaftliche Nutzung nicht geeignet. Durch die Nutzung als PV-Standort bleibt sie unversiegelt und kann weiterhin als Weidefläche genutzt werden. Zusätzlich darf das Areal für die Kommune nun als Überschwemmungsfläche genutzt werden.

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme

Der Weg zur Inbetriebnahme folgte einem klaren Ablauf. Nach Rammplan und Standsicherheitsnachweis sowie der Bestellung und Prüfung der Unterkonstruktion wurden Fläche und Zaunbau vorbereitet. Es schlossen sich Baustelleneinrichtung, Anlieferung, Rammarbeiten und Montage von Unterkonstruktion und Modulen an. Danach erfolgten die Integration der Wechselrichter und die DC-Verschaltung, bevor die Mittelspannungsstation geliefert und aufgebaut wurde. Den Abschluss bildeten Abnahme und Inbetriebnahme – im Januar 2026 ging die Anlage planmäßig ans Netz.

Energieinfrastruktur von Trafostation bis Fernwirktechnik

Omexom realisierte die elektrotechnische Anbindung und die erforderliche Energieinfrastruktur so, dass die Erzeugung aus der neuen Freiflächenanlage und die Bestandsanlagen am Standort gemeinsam zuverlässig geführt werden können. Dazu gehörten die Lieferung einer neuen 10-kV-Übergabestation nach Kundenwunsch sowie die Trassenplanung für die Anbindung zwischen Übergabestation und Firmengelände. Zwischen PV-Park und Betriebsgelände wurden die Mittelspannungsverkabelung und die LWL-Verkabelung umgesetzt. Parallel installierte Omexom die Fernwirktechnik und die PV-Regelung für Bestandsanlage und neue Freiflächenanlage und baute eine separate IT-Netzwerkstruktur auf, die Bestandsanlagen, Übergabe und PV-Freifläche sauber voneinander abgrenzt und gleichzeitig verlässlich verbindet. Außerdem wurden alle Bestands-Trafostationen auf dem SETEX-Werksgelände auf 10 kV ausgebunden und an der neuen Übergabestation angeschlossen. Schutzprüfungen des 10-kV-Übergabeschutzes sowie des über- und untergeordneten Netzschutzes ergänzten das Leistungspaket; sämtliche Abnahmen und Inbetriebnahmen erfolgten gemeinsam mit Westnetz und B&W.

„Mit dem Solarpark Dingden erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Energie am Standort spürbar und schaffen eine belastbare Basis für die nächsten Schritte unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Entscheidend war dabei nicht nur die Anlagenleistung, sondern die saubere Integration ins Werksnetz inklusive Regelung, Schutzkonzept und Betriebsführung. Das Projekt zeigt, dass industrielle Anforderungen und Energiewende in der Praxis zusammengehen – wenn Planung, Umsetzung und Netzkoordination stimmen“, sagt Matthias Bußhaus, Assistent der Geschäftsleitung, SETEX-Textil GmbH

Grünstromstrategie am Standort

SETEX ergänzt die Eigenerzeugung aus Photovoltaik durch weitere Grünstrombausteine. Seit Anfang 2024 setzt das Unternehmen zusätzlich auf ein Power Purchase Agreement (PPA) mit dem Berliner Grünstrom-Start-up trawa und nutzt damit Strom aus deutschen Wind- und Solarparks. Der Solarpark Dingden ist ein weiterer Schritt, um erneuerbare Erzeugung am Standort langfristig zu verankern und die Versorgung strukturell nachhaltiger auszurichten.

Die SETEX-Textil GmbH mit Hauptsitz in Hamminkeln-Dingden zählt zu den deutschen Textilherstellern mit einer weitgehend integrierten Wertschöpfung am Standort. Das Unternehmen entwickelt und produziert Textilien für unterschiedliche Anwendungen und setzt dabei auf moderne, ressourcenschonende Prozesse. Mit Investitionen in Effizienz, Digitalisierung und nachhaltige Energieversorgung verfolgt SETEX das Ziel, die eigene Produktion langfristig zukunftsfähig aufzustellen. In der Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie setzt SETEX auf die Kombination aus eigenerzeugtem Solarstrom, hoher Eigenverbrauchsquote und ergänzender Beschaffung von Grünstrom, um Emissionen dauerhaft zu senken und die Versorgung am Standort resilienter zu machen. Der Solarpark Dingden ist dabei ein zentraler Baustein, um erneuerbare Erzeugung lokal zu verankern und planbar in den Betrieb zu integrieren.


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Embossing Prägedruck von Rogac aus Slowenien
Prägedruck als Service für den Werbemittelhandel

Dreidimensionale Prägedrucke auf Sweatshirts und Jacken hinterlassen einen prägenden Eindruck. Was bisher vor allem im Einzelhandel zu finden war, erhält auch zunehmend Einzug in die Werbemittel- und Textilveredlungsbranche. Der Druckdienstleister Rogac aus Slowenien bietet das als Embossing bezeichnete Verfahren jetzt auch dem Werbemittelhandel und Wiederverkäufern europaweit an.

Embossing – auf Deutsch so viel wie Einprägen – ist wie eine Art Stempeldruck und hinterlässt auf Textilien eine dreidimensionale Struktur. Möglich ist beispielsweise das Einprägen einer Schrift oder eines einfachen Logos, das Ton in Ton auf dem Textil erscheint. Einzige Voraussetzung für einen langlebigen Eindruck ist eine Textilie mit einer schwereren Grammatur wie Sweater oder Softshelljacken. Je dicker ein Stoff ist, umso deutlicher erscheint der Prägedruck. Embossing Prägedruck von Rogac aus Slowenien

Bei dem Embossing-Verfahren wird ein erhitzter Stempel oder eine Druckplatte auf den Stoff gepresst. Das negative Design des Stempels bildet sich somit positiv auf dem Stoff ab. Mithilfe von Silikon, das bei der Prägung in die Textilstruktur eingebracht wird, ist die Prägung stabil. Das Textil ist anschließend waschfest.

Der slowenische Veredlungsbetrieb Rogac bietet mit seinen 60 Mitarbeitenden bereits seit 1993 Textildruck und Stickerei an und ist Partner des europäischen Werbemittelhandels. Mit der neuen Technologie des Prägedrucks will Geschäftsführer Boris Bauman nun seine Kunden im wahrsten Sinne des Wortes beeindrucken.

Embossing Prägedruck auf Werbetextilien und Sweatshirts von Rogac aus SlowenienFür das Verfahren benötigt das Unternehmen vektorisierte Daten zum Beispiel als PDF- oder EPS-Dateien. Aus diesen Daten erstellt das Team von Rogac ein Klischee. Dieses besteht aus einer positiven und einer negativen Seite.

Das Werkzeug des Prägens auf das Textil ist eine speziell eingerichtete Transferpresse mit einer Halterung für die Druckklischees. „Aufgrund dieser aufwändigen Vorbereitung des Prägestempels lohnt sich das Verfahren ab einer Stückzahl von 20 Kleidungsstücken. Der Werbemittelhandel kann damit seine Kunden bereits mit kleinen Auftragsmengen überzeugen“, erklärt Boris Bauman.


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Haptica Messe in Bonn
Merch und haptische Werbung bei der HAPTICA live ’26

Am 18. März 2026 entführt die HAPTICA live ’26 im World Conference Center Bonn das Publikum wieder in die „Erlebniswelt Haptische Werbung“. Ein Schwerpunkt liegt dabei wieder auf dem Themenbereich Merchandising. Mit mehr als 100 Ausstellern, einem spannenden Vortragsprogramm und der Best Practice Show bietet die 14. Ausgabe der Fachmesse erneut ein vielfältiges Programm.

Ein Umdenken findet statt im Marketing. „Mehr und mehr Marketer erkennen das Potenzial von Merch und haptischer Werbung und integrieren sie strategisch in Kampagnen und Kommunikation“, schreibt dazu Till Barth, Projektleiter der HAPTICA live. Mit den richtigen Produkten – und der richtigen konzeptionellen Einbettung – soll Merch eine echte Superpower entfalten.

Diese Superpower können Besucher:innen aus Marketing, Kommunikation, HR und Einkauf, aus Werbeagenturen und dem Werbeartikelhandel auf der HAPTICA live erleben. Auf der 14. Ausgabe der „Erlebniswelt Haptische Werbung“ am 18. März 2026 im World Conference Center Bonn finden alle, die sich professionell für Merch & Co. interessieren, genau die Produkte und Konzepte, die sie und ihre Zielgruppen begeistern.
Mehr als 100 Spezialisten, Importeure und Hersteller zeigen Tausende hochwertiger und nachhaltiger Produktideen aus sämtlichen Produktbereichen, die begutachtet, angefasst und ausprobiert werden können.

Darüber hinaus widmet sich die Newcomer Area erneut Start-ups und jungen, unbekannten Unternehmen, deren Angebot von gebrandeten Handschuhen über Produkte aus ausrangierten Teppichen und Gadgets „made in Finland“ bis hin zu upgecycelten Taschen und Trinkgefäßen reicht.

Wissenswertes rund um Merch und haptische Werbung im Vortragsforum

Im Vortragsforum vermitteln Marketingprofis Wissenswertes rund um Merch und haptische Werbung und geben Einblicke in ihre eigene Praxis. Mit Sabine van den Boom (Underberg), Nina Krannich (Toi Toi & Dixi), Manuel Abraas (Sea Shepherd) und Michael Kleinjohann (Professor für Marketing und Werbung an der ISM in Köln sowie Consultant und Fachbuchautor) ist das Programm auch in diesem Jahr hochkarätig besetzt.
Viele der auf der Bühne beispielhaft erwähnten Produkte können in der Best Practice Show in Augenschein – und in die Hand – genommen werden. Die multimedial inszenierten Produkte und Kollektionen, die als Herzstück oder Teil einer Kampagne auf besonders gelungene Weise Kommunikationsziele auf den Punkt gebracht haben, belegen, wie kreativ und wirkungsvoll sich Merch und haptische Werbung einsetzen lassen.

Welche Vorteile es hat, Merch und haptische Werbung im Marketing-Mix einzusetzen, hat die HAPTICA-Redaktion unter dem Titel Werbung in ECHT in einer Broschüre zusammengetragen. Die zweite, erweiterte Auflage der Publikation wird zur HAPTICA live am 18. März veröffentlicht und kann auf der Messe mitgenommen oder ab dem Erscheinungstag gratis als E-Book downgeloadet werden.

Kostenfrei ist auch der Besuch der HAPTICA live selbst. Um sich ein Ticket zu sichern, genügt es, sich im Vorfeld über die Website anzumelden.


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Keine Vernichtung unverkaufter Kleidung mehr

Die Europäische Kommission hat am 9. Februar 2026 neue Maßnahmen im Rahmen der Verordnung über Ökodesign für nachhaltige Produkte (ESPR) verabschiedet. Im Kern sollen die neuen Regelungen die Vernichtung unverkaufter Kleidung, Accessoires und Schuhe verhindern.

Die Regeln sollen dazu beitragen, Abfall zu reduzieren, Umweltschäden zu verringern und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen zu schaffen, die nachhaltige Geschäftsmodelle verfolgen.  Nach Schätzung der Europäischen Kommission werden jedes Jahr schätzungsweise vier bis neun Prozent der unverkauften Textilien vernichtet, bevor sie überhaupt getragen wurden. Diese Abfälle verursachen rund 5,6 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen. Dieser Wert entspricht in etwa der gesamten Nettoemissionen Schwedens im Jahr 2021.

Um diese Verschwendung einzudämmen, verpflichtet die ESPR Unternehmen zur Offenlegung von Informationen über unverkaufte Kleidung, die sie als Abfall entsorgen. Sie führt außerdem ein Verbot der Vernichtung unverkaufter Bekleidung, Bekleidungsaccessoires und Schuhe ein. Dies betrifft auch Textilveredlungsbetriebe, die überschüssige Ware nicht mehr verkaufen können.

Die jetzt verabschiedeten delegierten Rechtsakte und Durchführungsrechtsakte legen spezifische und gerechtfertigte Umstände fest, unter denen die Vernichtung von Kleidung zulässig ist. Die kann beispielsweise aus Sicherheitsgründen oder wegen Produktschäden der Fall sein. Die Einhaltung wird von den nationalen Behörden überwacht. Das Durchführungsgesetz führt ein standardisiertes Format für Unternehmen zur Offenlegung der Mengen unverkaufter Konsumgüter ein, die sie entsorgen. Dies gilt ab Februar 2027 und gibt Unternehmen ausreichend Zeit zur Anpassung.

Alternativen wie Wiederverkauf, Wiederaufbereitung, Spenden oder Wiederverwendung

Statt Lagerbestände zu entsorgen, werden Unternehmen dazu angehalten, ihre Lagerbestände effektiver zu verwalten. Zudem sollten Retouren besser abgewickelt und Alternativen wie Wiederverkauf, Wiederaufbereitung, Spenden oder Wiederverwendung geprüft werden.

Das Verbot der Vernichtung unverkäuflicher Bekleidung, Bekleidungsaccessoires und Schuhe sowie die entsprechenden Ausnahmeregelungen gelten ab dem 19. Juli 2026 für große Unternehmen. Mittelständische Unternehmen werden voraussichtlich im Jahr 2030 folgen. Die Offenlegungspflichten gemäß ESPR gelten bereits für große Unternehmen und werden ab 2030 auch für mittelständische Unternehmen gelten.

Die neuen Regeln stellen neue operative Governance-Anforderungen an Unternehmen dar. So müssen die Textilfirmen Systeme für Bestandsmanagement, Retourenprozesse, Spendenstrukturen, IP-Management und Dokumentation einführen und aufeinander abstimmen. Unternehmen aus der Textilwelt sind daher gut beraten, frühzeitig damit zu beginnen, ihre Waren- und Abfallströme transparent zu erfassen und interne Entscheidungsprozesse rechtssicher zu definieren. Das Vernichtungsverbot gilt als ein struktureller Eingriff in Bestands- und Retourenprozesse.

Bild von Mabel Amber (Pixabay)


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