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Hohenstein spürt gentechnisch veränderte Baumwolle auf

16.08.2021: Immer mehr Verbraucher bevorzugen nachhaltige Textilien, insbesondere die Nachfrage nach Produkten aus Bio-Baumwolle steigt rasant. Im Vergleich zu konventionell angebauter Baumwolle erfordert der Anbau von Bio-Baumwolle den Verzicht auf gentechnisch verändertes Saatgut, chemische Pestizide und Düngemittel. Dennoch finden sich immer wieder gentechnische Veränderungen in Textilien, die fälschlicherweise mit den einschlägigen Bio-Labels ausgezeichnet sind.

Entsprechende Zertifizierungen verzichten oftmals auf Labortests oder nehmen nur Stichproben am Saatgut. Mit seiner neuen und speziell für Baumwolle entwickelten quantitativen Untersuchungsmethode kann der Textil-Prüfdienstleister Hohenstein nachweisen, in welchem Umfang gentechnisch veränderte Baumwolle im Produkt enthalten ist. Den Akteuren der Textilindustrie kommt das entgegen, denn sie sind mit der neuen Methode künftig auf der sicheren Seite, was Qualitätskontrolle und die Auslobung von Produkten aus Bio-Baumwolle betrifft.

Erst qualitatives Screening und Identifikation, dann Quantifizierung gentechnisch veränderter Baumwolle

Für das qualitative Screening haben die Hohenstein Experten schon vor einiger Zeit molekularbiologische Nachweissysteme entwickelt, um klare Ja-/Nein-Aussagen über gentechnisch veränderte Baumwolle treffen zu können– von der Roh-Baumwolle bis hin zu chemisch unbehandelten Garnen und Flächengebilden. Hohenstein ist aktuell eines von wenigen Laboren weltweit, das diese Prüfung auf genveränderte Organismen (englisch: genetically modified organisms, GMO) gemäß dem ISO/IWA 32:2019 Protokoll akkreditiert durchführt. Diese Methode dient als sicherer Beleg für das Vorkommen oder den Ausschluss von gentechnischen Veränderungen in textilen Vorprodukten aus Baumwolle.

Ist der qualitative Nachweis, also ein klares „Ja“ bei der Frage nach gentechnischen Veränderungen erfolgt, können die Hohenstein Experten direkt mit der Quantifizierung der gentechnisch veränderten Baumwolle beginnen und Art und Umfang bestimmen. Dafür suchen sie per DNA-Analyse gezielt nach den verschiedenen Baumwoll-Linien, bei denen Genveränderungen bekannt sind, und quantifizieren den jeweiligen Anteil. Einzig diese Identifikation einzelner gentechnischer Veränderungen und ihre Quantifizierung ermöglicht eine genaue Auskunft darüber, ob es sich hierbei um eine äußerst geringfügige Vermischung durch Kontamination handelt oder ob eine Beimischung größerer Anteile von gentechnisch veränderter Baumwolle vorliegt. Dies ist ein klarer Vorteil für Hersteller, Brands und den Handel in Sachen Transparenz von Lieferketten und Fraud Prevention.

Mehr Informationen unter:

www.hohenstein.de/gmo-pruefung

 

BIobaumwolle
Textilien ohne Gentechnik – bei diesem Anliegen setzen immer mehr Verbraucher auf Bio-Baumwolle und nehmen dafür gerne auch höhere Preise in Kauf. © Hohenstein

 


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Wiener Akademiewoche abgesagt
Corona durchkreuzt alle Pläne: Wiener Seminare abgesagt

09.02.2021: Corona durchkreuzt alle Pläne – Wiener Seminare abgesagt: Die eingeschränkten Reisemöglichkeiten, die aktuellen Bestimmungen in Österreich und die allgemeine Unsicherheit rund um die Pandemie lassen eine sinnvolle Durchführung der Wiener Akademiewoche vom 16. bis 19. März 2021 leider nicht zu. In Absprache mit den Partnern New Wave Austria sowie den Referenten hat die Akademie für Textilveredlung daher entschieden, die Seminare abzusagen. Akademieleiter Stefan Roller-Aßfalg: „Wir bedauern diese Entwicklung zutiefst, aber natürlich steht die Gesundheit aller Beteiligten an erster Stelle.“

Geplant waren in Wien insgesamt vier Seminare. So standen auf dem Programm die „Textile Warenkunde“, das Seminar „Darf ich das?“ zu Fragen rund um Markenschutz und Copyright sowie Lehrgänge zur Stickerei. „Sobald eine zuverlässige Planung wieder möglich ist, werden wir mit neuen Events in Österreich wieder durchstarten“, sagt Karin Ganster, Geschäftsführerin von New Wave Austria.

 

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PromoTex Expo jetzt im Mai 2021

04.11.2020: Die Fachmesse PromoTex Expo ist im Verbund mit den Messen PSI und viscom corona-bedingt auf den 18. bis 20. Mai 2021 verschoben worden. Der ursprünglich geplante Termin im Januar 2021 konnte aufgrund der aktuellen und unklaren weiteren Entwicklungen rund um die Covid-19-Pandemie nicht mehr gehalten werden.

„Die seit Anfang November geltenden Maßnahmen der Bundesregierung und der Länder zeigen, wie dynamisch die Entwicklungen rund um COVID-19 sind. Das Pandemie-Geschehen in ganz Europa erschwert die mittelfristige Planungssicherheit für alle Bereiche des wirtschaftlichen Lebens – auch in Hinblick auf die erfolgreiche Durchführung der PSI, PromoTex Expo und viscom. Wir haben uns darum in enger Abstimmung mit unseren Ausstellern und Partnern für eine Verschiebung der Messen entschieden“, sagt Michael Freter, Managing Director des Veranstalters Reed Exhibitions Deutschland GmbH.

PromoTex Expo jetzt im Mai 2021: Dringend nötige Impulse für einen Neustart

„Gemeinsam mit der Werbeartikel-, Textil- und Veredelungsbranche hatten wir lange Zeit gehofft, im Januar ein neues, lang ersehntes Geschäftsjahr zu eröffnen. Es sollte ein großes Wiedersehen nach einer herausfordernden Zeit werden. Diese Hoffnung hat sich nun leider nicht erfüllt“, bedauert Michael Freter. „Unsere oberste Prämisse als Veranstalter gilt der größtmöglichen Sicherheit und Gesundheit von Ausstellern und Besuchern sowie den von ihnen erwarteten geschäftlichen Erfolgen bei der Messeteilnahme. Wir sind uns sicher, dass wir mit der Verschiebung der PSI, PromoTex Expo und viscom den Branchen im kommenden Mai die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Veranstaltung bieten können, um die dringend nötigen Impulse für einen Neustart zu setzen, sobald die Krise nachlässt“, so Freter weiter.

Neben den Präsenzveranstaltungen werden auch die geplanten Online-Formate auf den neuen Termin im Mai 2021 verschoben. Die Aussteller und Besucher können sich bis dahin weiterhin auf den Online-Plattformen der Messen, dem PSI Product Finder sowie unter www.planet-advertising.com über Trends und Neuigkeiten aus den Branchen informieren.

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